Katzenhaltung

Katzen für Allergiker: Gibt es das?

Viele Menschen leiden unter einer Katzenallergie, möchten aber trotzdem nicht auf einen Stubentiger verzichten. Gibt es Katzen für Allergiker, die sich besser eignen als andere?
Die Sibirische Katze ist eine schöne, stolze Erscheinung mit großen, ovalen Augen. Besonders schön sind sie in gold-orange — Bild: Shutterstock / Reinhold Leitner
Die Sibirische Katze ist eine schöne, stolze Erscheinung mit großen, ovalen Augen. Besonders schön sind sie in gold-orange — Bild: Shutterstock / Reinhold Leitner

Die Nachfrage nach Katzen für Allergiker ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Aber gibt es überhaupt Stubentiger, die weniger Allergien auslösen als andere Artgenossen? Das Wichtigste zuerst: Auslöser für eine Katzenallergie ist das Protein Fel d 1 (Abkürzung für "Felis domesticus", lateinischer Fachausdruck für Hauskatze). Die Katzenhaare selbst sind nicht das Problem – das Allergen befindet sich im Speichel, in den Hautschuppen und der Tränenflüssigkeit der Katzen. Allerdings verteilt sie es beim Putzen auch auf dem Fell.

Es gibt Rassen, die weniger vom Allergen produzieren sollen als andere. Eine Garantie, dass diese Katzen keine Allergiesymptome auslösen, gibt es allerdings nicht. Auch innerhalb einer Katzenrasse kann der Anteil an Fel d 1 variieren.

Diese Rassen lösen seltener Allergien aus

Rassen, die sich als Katzen für Allergiker eignen können, sind beispielsweise die Cornish Rex sowie andere Rex-Katzenrassen, die Sphynx-Katze, die Sibirische Katze und die Orientalisch Kurzhaar, die Balinese, die Siam und die Javanese Katze. Außerdem bereiten Norwegische Waldkatzen, Perser-Katzen, Ragdoll-Katzen, Neva Masquerade und Britisch Kurzhaar (BKH) Allergikern oft weniger Probleme als andere Rassen. Manche Hauskatzen lösen ebenfalls weniger Allergiesymptome aus als andere.

Die Cornish Rex ist eine Mutation, die erstmals in Cornwall aufgetreten ist. Sie zeichnet sich besonders durch ihr lockiges Fell aus. Die Sphynx-Katze wird als "haarlos" bezeichnet, tatsächlich aber wird ihre Haut von einem dünnen Haarflaum bedeckt. Die Sibirische Katze stammt aus Russland, gehört zu den Waldkatzenrassen und hat sehr langes Fell. Das Fell der Orientalisch Kurzhaar, Javanese und Balinese ist sehr kurz, fein und enganliegend. Sie haben kaum Unterwolle und haaren nur wenig.

Katzen für Allergiker: Tipps

Generell sollten Menschen mit Katzenallergie sich eher weibliche oder kastrierte, männliche Tiere zulegen. Ihre Produktion von Fel d 1 ist niedriger als bei potenten Katern. Die beste Devise für Allergiker ist hier: vorsichtig herantasten. Wenn Sie ausprobieren möchten, ob sich eine Katze mit Ihrer Allergie verträgt, können Sie beim Züchter oder im Tierheim schauen, wie Sie mit dem Stubentiger zurechtkommen. Verbringen Sie etwas Zeit mit der Miez, streicheln Sie sie und beobachten Sie, ob sich Allergiesymptome einstellen.

Weitere Möglichkeiten bei einer Katzenallergie

Medikamente mit dem Wirkstoff Cetirizin helfen zumindest kurzfristig gegen die Katzenallergie – zum Beispiel, wenn Sie zu Besuch bei Katzenfreunden eingeladen sind oder in ein Katzencafé gehen wollen. Das wäre wenigstens ein kleiner Trost, wenn Sie aufgrund Ihrer Allergie keine eigenen Katzen bei sich aufnehmen können. Ansonsten lässt sich die Allergenbelastung in der Wohnung möglichst niedrig halten, wenn Sie die folgenden Tipps beherzigen:

● Wählen Sie einen glatten Bodenbelag, zum Beispiel Parkett, Laminat oder Fliesen
Glatte Polstermöbel aus Leder oder Kunstleder sind ebenfalls hilfreich
Bettlaken für Allergiker lassen weniger Allergene durch
● Wechseln und waschen Sie Ihre Bettwäsche einmal pro Woche
● Saugen Sie regelmäßig, sowohl Fußboden als auch Möbel, mit einem Allergiker-Staubsauger, der über einen HEPA-Filter verfügt. Den Fußboden sollten Sie außerdem häufiger wischen
● Lassen Sie Ihre Katze nicht im Bett schlafen und möglichst generell nicht ins Schlafzimmer
● Ein Luftreiniger kann ebenfalls einen Teil der Allergene abfangen

Besprechen Sie außerdem mit Ihrem Arzt, ob eine sogenannte Hyposensibilisierung für Sie infragekommt. Dabei bekommen Sie über mehrere Jahre regelmäßig unter ärztlicher Aufsicht kleine Mengen des Allergens verabreicht, damit Ihr Körper sich daran gewöhnt und aufhört, die Substanz als "Feind" zu sehen und zu bekämpfen.

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