Katzenhaltung

Warum schnattern Katzen manchmal? Gründe fürs Keckern

Wenn eure Katze schnattert, wird euch das Verhalten zunächst einmal drollig erscheinen. Das Geräusch klingt wie Zähneklappern, gelegentlich mischen sich noch ein paar Krächzer oder heisere Maunzer mit hinein. Aber warum keckern Katzen eigentlich?
"Oh! Ein Vogel! Mist, zu weit weg ... Der wird gleich angekeckert!", denkt diese Katze – Shutterstock / Nata789
Diese Katze schnattert womöglich, wenn sie von der Fensterbank aus einen Vogel entdeckt, den sie nicht erreichen kann – Shutterstock / Nata789

Eure Katze döst ganz friedlich auf der Fensterbank oder auf dem Kratzbaum und schaut entspannt in die Ferne. Plötzlich fängt sie an zu schnattern, zu keckern und zu schimpfen. Oft peitscht ihr Schwanz dabei unruhig hin und her, der gesamte Katzenkörper scheint angespannt und hoch konzentriert. Was wollen Katzen damit bloß ausdrücken?

Katze schnattert bei unerreichbarer Beute

Am häufigsten lässt sich diese kuriose Katzengewohnheit beobachten, wenn eure Mieze draußen einen Vogel oder ein anderes begehrtes Beutetier erblickt hat, das jedoch zu weit weg ist, um es zu fangen. Dann öffnen Katzen leicht ihr Mäulchen, schauen konzentriert auf das Objekt ihrer Begierde und klappern scheinbar mit den Zähnen.

Das Keckern oder Schnattern schwankt zwischen stimmlosen und stimmhaften Lauten. Es kann ein leises, kehliges Knistern sein, sich aber auch zu einer empörten Schimpftirade auswachsen, wenn sich noch heisere Maunzgeräusche hineinmischen. Wie das Ganze klingt, könnt ihr in diesem Video hören:

Keckern als Übung fürs Jagen?

Warum Katzen schnattern oder keckern, ist wissenschaftlich nicht zweifelsfrei geklärt. Eine Theorie: Die Katze schnattert und klappert mit den Zähnen, um den tödlichen Nackenbiss zu üben, den sie an ihrer gefangenen Beute ausführt. Die Bewegungen des Kiefers und der Zähne scheinen zumindest beim Schnattern und beim Tötungsbiss gleich zu sein.

Das Jagdverhalten ist Katzen angeboren, sodass sie es auch oder gerade dann üben, wenn sie sich nicht draußen mit echten Mäusen und anderen Beutetieren austoben können. Auch die berüchtigten "wilden fünf Minuten" einer Katze lassen sich darauf zurückführen. In diesen baut die Katze angestaute Energie ab, die sie nicht für die Jagd nutzen konnte. Eurer Katze schadet dieses Verhalten nicht.

Schnattern bei Katzen als Zeichen von Frust

"Aber meine Katze schnattert auch mich an", werden sich nun einige Katzenhalter denken. Das könnte auf die zweite mögliche Begründung für das Verhalten zurückzuführen sein. Die Theorie: Eure Katze schnattert, wenn sie frustriert, verunsichert oder nervös ist. Sie "schimpft" mit euch.

Zudem zeigt das Keckern der Katze womöglich an, dass sie sich gestört fühlt. Eine Katze schnattert eine andere Katze beispielsweise an, wenn deren Auftauchen oder Verhalten sie verärgert oder frustriert. Dieses Gefühl kann ebenfalls eine Rolle spielen, wenn die Samtpfoten unerreichbare Beute erblicken.

Eure Katze schnattert nie? Auch das ist kein Grund zur Sorge: Nicht alle Stubentiger legen dieses Verhalten an den Tag.

Diese Themen zur Katzenhaltung könnten euch auch interessieren:

Warum flehmen Katzen und was passiert dabei?

Warum spielen Katzen nach der Jagd mit ihrer Beute?

Katzensprache: Was das "Miau" bedeutet

Hat Ihnen der Artikel gefallen?
31
3
0 Kommentare

Weitere Artikel aus Katzenpflege und Katzenhaltung