Katzenhaltung

Was bedeutet es, wenn Katzen gurren?

Katzen können nicht nur miauen, schnurren und fauchen, die Palette an Lauten der Katzensprache ist noch viel größer. Das Gurren zum Beispiel gibt Katzenbesitzern oft Rätsel auf. Was wollen die Fellnasen uns damit sagen, wenn sie sich in kleine Täubchen verwandeln?
"Brrrruu!": Was will diese süße Britisch-Kurzhaar-Katze uns wohl mitteilen? – Shutterstock / Alina Simakova
"Brrrruu!": Was will diese süße Britisch-Kurzhaar-Katze uns wohl mitteilen? – Shutterstock / Alina Simakova

Wenn Katzen gurren und sich wie Tauben anhören, klingt das unheimlich niedlich. In der Regel bedeutet das Geräusch, dass Ihre Katze sich wohlfühlt. Grund zur Sorge besteht üblicherweise nicht, wenn die Miez sonst einen munteren und gesunden Eindruck macht. Die folgenden Tipps helfen Ihnen bei der Übersetzung.

Gurren: Eine Mischung aus Miauen und Schnurren?

Das Gurren bei Katzen hört sich wie ein Mischlaut zwischen lautem Schnurren und kurzem, freundlichen Miauen an. Das Geräusch klingt dann in etwa wie "Brrru", "Gurrr" oder – wenn es mehr in Richtung Miauen tendiert – wie "Brrmiau" oder "Gurrria". Gurren, Schnurren und Miauen können sich dabei auch abwechseln, so wie bei dem süßen Flauschkater Fossibär in dem Video:

Katzen gurren meist bei Wohlbefinden

Das Gurren lässt sich normalerweise in Situationen beobachten, in denen Ihre Katze sich wohlfühlt. Der Laut dient der Kommunikation auf kurze Distanz und kommt manchmal im Paarungsverhalten von Katzen zum Einsatz. Oft gurren Katzen überdies in Verbindung mit Körperkontakt. So gurrt eine Katzenmama zum Beispiel, wenn sie sich mit ihren Kätzchen "unterhält", sie beruhigen oder zu sich rufen möchte. Es scheint, als wolle sie ihren Babys damit sagen: "Es ist alles gut, ich bin ja bei euch." Dies wird zum Beispiel in folgendem Video gut deutlich:

Katzengurren in der Kommunikation mit Menschen

Doch auch, wenn erwachsene Katzen sich mit ihren Lieblingsmenschen "unterhalten", mit ihnen plaudern oder sie zu etwas auffordern möchten, gurren sie gern. Dies kann je nach Situation eine Aufforderung zum Spielen, Hunger oder Kuschellaune bedeuten. Ihre Katze wird ihnen in diesem Fall noch weitere Hinweise geben. Gurrt sie, wenn Sie nach Hause kommen, ist es wahrscheinlich als freundliche Begrüßung zu verstehen. Stupst sie Sie mit ihrem Köpfchen an, streicht an Ihren Beinen entlang und schnurrt, möchte sie vermutlich gestreichelt werden.

Läuft sie vor Ihnen her und zielstrebig zu ihrem Napf, will sie damit sagen: "Guck mal, mein Napf ist fast leer und die Futterreste darin sind angetrocknet und sehen eklig aus. Los, mach mir eine frische Dose auf!" Führt sie Sie stattdessen zu ihrem Spielzeug oder bringt es Ihnen, ist sie in Spiellaune. Darüber hinaus lässt sich nicht selten beobachten, dass Katzen gurrend antworten, wenn ihr Lieblingsmensch seinerseits Gurrlaute von sich gibt. Die Fellnase Delilah in dem Filmchen plaudert angeregt mit ihrer Bezugsperson und hört sich dabei hinreißend süß an:

Das Gurren, wenn eine Katze geweckt wird

Haben Sie sich auch schon mal dazu hinreißen lassen? Ihre Katze schläft tief und fest in ihrem Katzenkörbchen und Sie können einfach nicht anders: Sie streicheln Ihre süße Samtpfote. Wenn Ihre Miez ganz tief schläft, dann schreckt sie vielleicht hoch und gurrt Sie an. Dieses Gurren ist dann nicht unbedingt ein Zeichen für Wohlbefinden, sondern heißt: "Was ist los? Warum hast du mich geweckt?" Wahrscheinlich wird Ihre Katze sich einfach wieder einrollen und weiterschlafen. Aber übertreiben Sie es nicht: Auch, wenn das Gurren sehr niedlich ist – lassen Sie Ihre Samtpfote schlafen. Sie braucht die Erholung. Außerdem werden Sie selbst sicher auch nur sehr ungern aus einem tiefen Schlaf geweckt.

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