Katzenerziehung

Mit Katzen sprechen: So werdet ihr zum Katzenflüsterer

Wenn ihr regelmäßig mit eurer Katze sprecht, stärkt das die Bindung zwischen euch und eurem Haustier. Beobachtet, wie sich eure Fellnase in bestimmten Situationen verhält, damit ihr sie besser verstehen könnt.
Wichtig für die Mensch-Katze-Beziehung: Miteinander sprechen – Shutterstock / Belozerova Daria
Wichtig für die Mensch-Katze-Beziehung: Miteinander sprechen – Shutterstock / Belozerova Daria

Katzen sprechen sowohl mit Lauten als auch über Körpersprache, wenn sie ihren Herzensmenschen etwas sagen möchten. Untereinander kommunizieren die Tiere beinahe lautlos und verständigen sich über Gerüche und Gesten. Das zarte Maunzen einer Baby-Katze, wenn sie ihre Mutter ruft, bildet dabei eine Ausnahme.

Katzenflüsterer beobachten die Katzensprache

Wenn ihr zum Katzenflüsterer werden wollt, beobachtet eure Katze ganz genau. Welche Ausdrücke und Verhaltensweisen sind typisch für sie? In welchen Situationen wendet sie sie an? Auf diese Weise lernt ihr, die Zeichen der Katzensprache zu deuten. Viele sind bei den meisten Katzen ähnlich. Zum Beispiel ein peitschender Schwanz bei Unruhe oder tief angelegte Ohren und Fauchen als Abwehrhaltung.

Darüber hinaus verfügt jede Katze über individuelle Zeichen, um zu kommunizieren. Manche Fellnasen maunzen mehr als andere. Die einen machen zur Begrüßung ein gurrendes "Brrru", die anderen begrüßen euch eher mit einem kurz angebundenen "Mau". Es hängt auch von der Katzenpersönlichkeit und zum Teil auch von der Katzenrasse ab, wie "gesprächig" eure Katze ist.

Wie kann ich mit meiner Katze sprechen?

Ihr müsst nicht zwingend selbst anfangen zu gurren und zu maunzen, wenn ihr mit eurer Katze sprechen wollt. Eure Mieze benutzt diese Laute vor allem, um sich auf euch einzustellen. Ihr könnt allerdings mit hilfe von Körpersprache mit ihr kommunizieren. Zum Beispiel, indem ihr eurem Stubentiger langsam mit beiden Augen zuzwinkert. Wählt einen Moment, wenn sie gerade ganz entspannt ist, und schließt langsam die Augen. Danach öffnet ihr sie wieder ganz langsam. Auf Katzen wirkt diese Geste wie eine kleine Liebeserklärung. Starrt sie aber hinterher nicht an. Das wiederum deuten Stubentiger als Aggression.

Vielleicht habt ihr schon einmal zwei Katzen beobachtet, die einander freundlich begrüßen? Sie stupsen sich leicht mit ihren Näschen an und reiben die Köpfchen aneinander. Das könnt ihr nachmachen, indem ihr eurer Katze eure Hand mit dem Handrücken nach vorne hinhaltet. Bedrängt sie dabei nicht, sondern lasst sie auf euch zukommen. Schnuppert sie neugierig an eurer Hand und reibt mit dem Köpfchen dagegen, bekundet sie damit ihre Sympathie.

Katzen Menschensprache beibringen: Geht das?

Wenn Katzen sprechen könnten, wäre vieles einfacher. Aber es ist nicht möglich, eurer Katze Worte in Menschensprache beizubringen. Katzen können jedoch einzelne Klänge aus euren Worten heraushören und lernen, diese mit einer bestimmten Handlung wie etwa Fütterung zu verknüpfen. 

Achtet darauf, mit leiser, sanfter Stimme mit eurer Katze zu sprechen. Selbst wenn ihr einmal sauer auf eure Mieze seid, solltet ihr nicht laut werden. Damit macht ihr dem Tier Angst. Behaltet eure normale Lautstärke bei und verändert nur den Tonfall in eine feste, kühlere Richtung.

Eure Katze kann lernen, wie das Kommando "Nein" klingt und dass es bedeutet, dass sie etwas nicht darf. Ihr könnt ihr auch beibringen, dass "Autsch", gefolgt von einem Streichelstopp, heißt, dass sie beim Spielen zu ruppig war. Trainiert eine Kuscheleinladung, indem ihr neben euch aufs Sofa klopft und freundlich "Hopp" oder "Komm" sagt. Mit der Zeit und geduldiger Übung werdet ihr und eure Katze so ganz sicher zu einem eingespielten Team, das sich bestens miteinander versteht.

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1 Kommentare
  • person

    07-10-2017 11:10:24

    Christopher: Danke für diesen Tollen Artikel! Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Körpersprache gemacht. Hatte eine Anleitung von https://katzenmutter.com/erziehung.html#verstehen befolgt. Ich habe oft bei Augenkontakt meine Augen langsam geschlossen um der Katze mein Vertrauen zu signalisieren.
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