Katzenerziehung

Mobbing unter Katzen: Was Sie dagegen tun können

Wenn mehrere Katzen in einem Haushalt leben, sind Rangeleien ganz normal. Doch wenn es zu richtigem Mobbing kommt, hört der Spaß auf. Hier müssen Sie eingreifen! Mit ein paar Tipps bringen Sie wieder Ruhe in den Katzen-Klan.
Mobbing ist für die unterlegende Katze unangenehm und mitunter auch gefährlich – Bild: Shutterstock / Tomasz Pado
Mobbing ist für die unterlegende Katze unangenehm und mitunter auch gefährlich – Bild: Shutterstock / Tomasz Pado

Sind Katzen im Alltag gezwungen, mit Artgenossen zusammenzuleben, die nicht gerade zu ihren besten Freunden gehören, kann es zu Konflikten kommen. Diese können im schlimmsten Fall in Mobbing ausarten, sodass schwächere Katzen unter ihren dominanten Artgenossen leiden. Doch dem können Sie vorbeugen, wenn Sie ein paar Tipps berücksichtigen: Achten Sie darauf, dass jedes Tier einen eigenen Rückzugsort hat. Auch ein eigener Napf und ein eigenes Katzenklo können das Streitpotenzial verringern.

Wie bei vielen Tieren gibt es auch unter Katzen eine Rangordnung, die erkämpft und immer wieder neu ausgehandelt wird. Auch hierbei kann es zu Mobbing kommen. Damit die Machtkämpfe nicht zu heftig werden, sollten Sie Kater kastrieren lassen. Behalten Sie die Rangordnung auch selbst im Auge: Wenn eine Katze ihren Rang nach langer Zeit oder sehr plötzlich verliert, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass sie krank ist. Suchen Sie vorsichtshalber einen Tierarzt auf.

Tipps im Umgang mit dem Angreifer

Beim Mobbing gibt es auch unter Katzen immer einen Angreifer und ein Opfer. Lassen Sie dem aggressiven Tier die Attacken nicht durchgehen. Wenn Sie merken, dass es wieder zum Angriff ansetzt, kann ein bestimmtes "Nein" schon helfen. Aber Vorsicht: Das Verhalten des Rabauken kann durch die Aufmerksamkeit noch bestärkt werden.

Doch auch hier gibt es ein paar hilfreiche Tipps: Stellen Sie sicher, dass Sie dem dominanten Tier generell genügend Beachtung schenken, damit es nicht erst zu Mobbing greifen muss, um Ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Positives Verhalten gegenüber der unterlegenen Katze, zum Beispiel Anschmiegen oder Putzen, sollten Sie belohnen. Versuchen Sie außerdem, die überschüssige Energie des dominanten Tiers durch Spielen abzubauen.

Wie Sie das Mobbing-Opfer aufbauen

Die gemobbte Katze muss das Gefühl bekommen, sicher zu sein. Ermöglichen Sie ihr zum Beispiel Zutritt zu Räumen, in die der Angreifer nicht darf. Dort können Sie im Notfall auch Futterschüssel und Katzenklo aufstellen. Das verängstigte Tier braucht einen sicheren Rückzugsort. Nehmen Sie sich Zeit, in der Sie nur mit ihm spielen und kuscheln. So können Sie sein Selbstbewusstsein wieder stärken.

Auf Dauer müssen Sie das Mobbing jedoch unbedingt unterbinden. Wenn es absolut keine Zeichen für Besserung gibt, sollten Sie überlegen, sich Tipps von einem Katzenpsychologen zu holen. Im schlimmsten Fall müssen Sie sich von einem Ihrer Haustiere trennen.

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1 Kommentare
  • person

    23-10-2016 13:10:47

    VictoriaDejott: Katzen sind zwar Einzeljäger aber keine Einzelgänger. Sie brauchen Artgenossen für eine gesunde Psyche, auch wenn sie nicht so abhängig von Gesellschaft sind wie z.B. Hunde.
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