Katzenerziehung

Katzenbabys erziehen: Was Katzenkinder lernen müssen

Katzenkinder lernen in den ersten Lebenswochen viel von ihrer Katzenmutter und den Geschwistern, doch auch Menschen können Katzenbabys erziehen. Dabei geht es im Wesentlichen darum, eine vertrauensvolle Beziehung zum Tierchen herzustellen. Wie Ihnen das gelingt, verraten die folgenden Tipps.
Auch so kleine Katzenbabys wie dieses niedliche Schnuffelschnütchen lassen sich bereits erziehen – Shutterstock / Lana Langlois
Auch so kleine Katzenbabys wie dieses niedliche Schnuffelschnütchen lassen sich bereits erziehen – Shutterstock / Lana Langlois

Wer Katzenbabys erziehen will, sollte sie nach Möglichkeit nicht zu früh von der Mutter trennen. Mit zwölf Wochen sind die Kleinen in der Regel so weit, dass sie genug von ihren Artgenossen gelernt haben und bereit für eine eigene liebevolle Menschenfamilie sind.

Werden sie zu früh getrennt oder wachsen in einer reizarmen Umgebung auf – sodass sie normale Alltagsgeräusche wie Küchenmaschinen, Straßenverkehr und Staubsauger nicht kennen – sind Katzenkinder unsicher und ängstlich, was die Erziehung erschwert. Scheuen Sie sich nicht, einen Katzenpsychologen in diesem Fall um Rat zu fragen.

Katzenkinder im neuen Zuhause erziehen: Vertrauen herstellen

Die meisten Menschen wollen Katzenbabys erziehen, sodass sie zutraulich werden, sich streicheln lassen und vielleicht sogar mit einem kuscheln. Sie können kleinen und großen Katzen auch Tricks beibringen, aber für die Grunderziehung einer Miez genügt es, wenn sie nicht aggressiv ist und das Mobiliar weitgehend unversehrt lässt.

Als Basis dafür sind Vertrauen und Sicherheit wichtig – Ihre Fellnase muss sich bei Ihnen rundum geborgen und wohlfühlen, dann sieht sie im Normalfall keinen Grund dafür, aggressiv zu werden.

Achten Sie darauf, dass die Grundbedürfnisse Ihrer jungen Katze gedeckt sind. Dafür braucht sie:

  • einen Kratzbaum, um ihre Krallen zu wetzen
  • geeignetes Kätzchenfutter
  • frisches Wasser
  • gemütliche Schlafplätze
  • Spielzeug
  • Klettermöglichkeiten
  • Verstecke

Vor allem in der Anfangszeit, aber auch später, ist es wichtig, dass Sie sich mit Ihrem neuen Haustier beschäftigen. Spielen Sie mit ihm oder erzählen Sie ihm etwas mit ruhiger, sanfter Stimme. Streicheln und loben Sie die kleine Katze, wenn sie zu Ihnen kommt. So fasst sie allmählich Vertrauen.

Wie erziehe ich ein Katzenbaby? Keine Strafen, aber Konsequenz

Um das gerade aufgebaute Vertrauen nicht wieder zu verlieren, empfiehlt es sich, auf Strafen zu verzichten. Katzenkinder müssen noch üben, wie man sich katzengleich bewegt, sie schaffen es womöglich nicht immer rechtzeitig aufs Katzenklo und hinterlassen ein Pfützchen auf dem Teppich anstatt schon stubenrein zu sein. Manche Regeln müssen sie auch erst lernen, etwa, dass ein Blumentopf keine Katzentoilette ist, dass das Sofa nicht zerkratzt werden darf, und dass es sich nicht gehört, auf den Esstisch zu springen.

Erwischen Sie Ihren kleinen Frechdachs in flagranti, sagen Sie klar und deutlich "Nein" und nehmen Sie ihn vom "Tatort" weg. Geht die Katze dann für ihr Geschäftchen auf die Katzentoilette, für ihr Nickerchen ins Katzenbett und fürs Krallenwetzen zum Kratzbaum, loben Sie sie. Auf diese Weise können Sie mit liebevoller Konsequenz Ihre Katzenbabys erziehen.

Junge Katzen erziehen: Nützliche Spielregeln

Neben liebevoller Konsequenz beim Abgewöhnen unerwünschten Verhaltens ist es außerdem wichtig, dass Katzenkinder sich nichts angewöhnen, was später problematisch werden könnte. Wenn Sie Katzenbabys erziehen, dürfen Sie sich nicht zu sehr von ihrer bezaubernden Niedlichkeit davon ablenken lassen, dass es sich nach wie vor um Raubtiere handelt. Was bei Kätzchen noch niedlich ist, kann bei erwachsenen Katzen später recht schmerzhaft ausgehen.

Spielen Sie ausgiebig mit Ihrem kleinen Haustier, aber lassen Sie es nicht in Ihre Hände oder Füße beißen. Als Spielzeuge für Katzenbabys sind Spielangeln ideal, da Ihre Gliedmaßen in ausreichendem Sicherheitsabstand zu den Krallen der kleinen Rabauken sind. Setzen Sie außerdem sofort Grenzen, wenn Ihre Minimiez mit Ihren Zehen und Füßen spielen will, sobald Sie im Bett liegen. Sie versteht sonst später nicht, dass sie das plötzlich nicht mehr darf, wenn ihre Krallen schärfer geworden sind und die Kratzer dadurch schmerzhafter werden.

Sagen Sie sofort "Nein" und setzen den kleinen Fußbeißer auf den Boden. Ignorieren Sie ihn und wenn er wieder lieb ist und schmusen möchte, loben Sie ihn und belohnen ihn mit Streicheleinheiten; oder spielen Sie eine Runde mit der Spielangel.

Katzenbabys erziehen: Fehler vermeiden

Neben den bereits erwähnten Strafen gibt es andere Fehler, die Sie bei der Katzenerziehung unbedingt vermeiden sollten, um das bereits gewonnene Vertrauen Ihrer kleinen Fellnase nicht wieder zu verlieren.

  • Schreien: Katzen haben ein viel sensibleres Gehör als Menschen und reagieren auf Geschrei verwirrt. Ein Lerneffekt hat menschliches Geschrei hingegen nicht, da Katzen es nicht mit ihrem Fehlverhalten in Verbindung bringen.
  • Am Nacken packen: Dieses Verhalten hat sich der Mensch aus der Natur abgeschaut. Aber wenn die Katzenmama ihr Kleines am Nacken packt, ist das natürlich. Wenn Sie das bei Ihrem Stubentiger tun, ist dieser irritiert und es besteht die Gefahr, dass Sie ihn verletzen.
  • Gewalt: Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass man Katzen und andere Lebewesen nicht mit Gewalt erzieht. So tun Sie Ihrer Katze nicht nur weh, sondern zerstören jegliches Vertrauen im Handumdrehen.

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