Katzenerziehung

Trainingstipps: Wenn die Katze nachts Ihren Schlaf stört

Es ist drei Uhr nachts, Sie haben gerade noch tief und fest geschlafen und da ist es wieder: das Katzenpfötchen im Gesicht. Es kann mehrere Gründe haben, warum Ihre Katze nachts nicht schläft. Welche diese sein können und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.
Nachts wird geschlafen: Einige Katzen müssen das noch lernen – Bild: Shutterstock / Oksana Kuzmina
Nachts wird geschlafen: Einige Katzen müssen das noch lernen – Bild: Shutterstock / Oksana Kuzmina

Es ist drei Uhr nachts, Sie haben gerade noch tief und fest geschlafen und da ist es wieder: das Katzenpfötchen im Gesicht. Es kann mehrere Gründe haben, warum Ihre Katze nachts nicht schläft. Welche diese sein können und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.

Katzen schlafen in der Regel 14 bis 15 Stunden pro Tag. Doch leider im gegengesetzten Rhythmus zu unserem. Denn die Vierbeiner sind nachtaktiv. Katzen schlafen meist dann, wenn Herrchen oder Frauchen bei der Arbeit sind, regungslos vor dem Fernseher sitzen oder sonst nichts Spannendes im Haushalt passiert.

Dementsprechend schlummern Katzen nachts nicht. Damit aber nicht genug: Oft sind sie unruhig und machen sie sich sogar durch Miauen und Jaulen bemerkbar. Der Grund: Die Tiere wollen Aufmerksamkeit, Fressen oder einfach nur schmusen. An der Tür kratzen oder der Frontalangriff mit Pfötchen ins Gesicht sind die beliebtesten Maschen der nächtlichen Ruhestörer.

Fragen Sie sich, warum Ihre Katze nachts keine Ruhe gibt

Doch kein Grund zur Sorge. Mit ein paar Tipps und Tricks können Sie etwas gegen die Ruhestörung Ihrer Samtpfote unternehmen. Um mit Ihrer Katzenerziehung allerdings Erfolg zu haben, sollten Sie zunächst überlegen, was hinter den nächtlichen Weckangriffen und dem Katzengeschrei stecken könnte. Mögliche Gründe können zum Beispiel folgende sein:

Katzen langweilen sich nachts
Wenn niemand sonst da ist, machen viele Katzen tagsüber ausgiebige Nickerchen. Möglicherweise hilft es, wenn Sie einer zweiten Katze ein Zuhause bieten, damit Ihre Samtpfote tagsüber einen Spielkameraden hat.

Stören wegen Hunger
Ein weiterer Grund für die nächtliche Ruhestörung ist Hunger. Acht Stunden ohne Futter sind für Katzen eine lange Zeit, da sie es in der Natur gewohnt sind, viele kleine Portionen über den gesamten Tag verteilt zu essen.

Außerdem kann es Gewohnheit sein: Füttern Sie Ihre Katze stets direkt nach dem Aufstehen, könnte sie daraus schließen, dass sie immer Futter bekommt, sobald Sie wach sind. Daher ist es für sie naheliegend, Sie zu wecken, wenn sie Futter möchte.
In diesem Fall kann es helfen, wenn Sie im Haus ein paar Leckerli verstecken oder ihr Intelligenzspielzeug mit Leckereien bereit legen. So ist Ihre Miez einerseits beschäftigt und andererseits kann sie ihren Hunger ein wenig stillen.

Katzen wollen kuscheln
Katzen sind im Winter besonders verschmust, weil sie bei den kalten Temperaturen Wärme und Geborgenheit suchen. Sollte Ihre Katze Sie nachts stören, kann es also auch daran liegen, dass sie mit Ihnen kuscheln oder sich unter der Bettdecke aufwärmen möchte.

Aufmerksamkeit - Sofort!
Manche Katzen haben gerne Publikum. Deshalb stören Fellnasen oft nicht nur nachts, sondern auch bei der Arbeit oder beim Essen. Worin die Aufmerksamkeit besteht, ist Nebensache, Hauptsache Sie nehmen Ihren Stubentieger zur Kenntnis - selbst wenn Sie mit ihm schimpfen. In diesem Fall hilft nur konsequentes Ignorieren, dann verliert Ihre Katze eines Tages die Lust an der nächtlichen Ruhestörung.

Gesundheitliche Gründe
Wenn Sie dieses Verhalten erst seit kurzem bei ihrer Katze beobachten, kann es sein, dass die Miez krank ist. Vor allem bei den älteren Katzen, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.

Es kann sein, dass Ihr Haustier unter Arthrose und Schmerzen leidet. Aber auch eine Schilddrüsenüberfunktion oder Bluthochdruck können dazu führen, dass Katzen nachts nicht zur Ruhe kommen. Insbesondere nachts, wenn es im Haus still und dunkel ist, bekommt sie Angst und ruft nach Ihnen.

Katzenerziehung: Falsches Verhalten nicht belohnen

Wenn nichts hilft und Ihr Liebling nachts doch mal wieder unruhig ist und den Wecker spielt, dann heißt das Zauberwort: Ignorieren. Jede Reaktion – und sei es auch "nur" ein Schimpfen oder die Verbannung der Katze aus dem Schlafzimmer – ist für das gelangweilte Tier eine Belohnung.

Sollte die nächtliche Ruhestörung nicht aufhören, lassen Sie die Katze nachts nicht ins Schlafzimmer und verwenden Sie Ohropax, damit Sie nicht vom Miauen oder Kratzen an der Tür geweckt werden. Beachten Sie jedoch auch, dass plötzliche Verhaltensänderungen Alarmsignale sein können. Hat Ihr Liebling Jahre lang durchgeschlafen und verhält sich nachts plötzlich unruhig, sollten Sie vorsichtshalber einen Tierarzt aufsuchen.

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