Krankheitssymptome

Angststörung bei Katzen erkennen: Mögliche Symptome

Wenn Katzen sehr scheu oder extrem aggressiv sind, denken die wenigsten Halter an eine Angststörung. Bestimmte charakterliche Eigenarten von wirklichem Angstverhalten zu unterscheiden, ist nicht immer einfach. Achten Sie bei Ihrer Katze daher auf die folgenden Symptome und suchen Sie im Zweifel Rat bei einem Katzenpsychologen.
Nicht jede schüchterne Katze hat eine Angststörung – Shutterstock / Julie Vader
Nicht jede schüchterne Katze hat eine Angststörung – Shutterstock / Julie Vader

Ist es bereits eine Angststörung, wenn Katzen sich bei Besuch in der hintersten Ecke verstecken oder jeden Fremden anfauchen, der sich ihnen nähert? Nicht unbedingt, denn aus Furcht vor einem konkreten Reiz wird erst eine Störung, wenn die Angst das ganze Verhalten der Katze bestimmt.

Körpersprache ängstlicher Katzen

Katzen, die sich fürchten oder Angst haben, verhalten sich immer gleich: Je nach Katzenpersönlichkeit reagieren sie mit Flucht beziehungsweise Rückzug oder mit Aggression. Das aggressive Verhalten ist dann kein Zeichen für eine "zickige" oder "charakterstarke" Katze, sondern eine Form von Verteidigung durch Angriff. Ängstliche oder sich fürchtende Katzen legen meist ihre Ohren flach am Kopf an, machen einen Buckel, sträuben das Fell, fauchen, knurren oder schreien. Manche Fellnasen machen sich ganz klein, ducken sich und winkeln die Beine an. Auch Zittern, Maulatmung oder Lippenlecken sind möglich. Sie können Furcht oder Angst allerdings auch daran erkennen, dass die Katze plötzlich davonläuft und sich versteckt.

Furcht oder Angststörung? Unterschied erkennen

Wenn Ihre Katze normalerweise ausgeglichen ist, aber beispielsweise durch ein weinendes Kind oder einen Silvester-Knaller einen Schreck bekommt, ist das ganz normal – sie fürchtet sich in diesem Fall nur. Nach einer Weile ist der Schreck überwunden und die Miez beruhigt sich wieder. Eine Angststörung hingegen erkennen Sie daran, dass die Katze sich nicht wieder beruhigt, sondern dass ihr unsicheres Verhalten immer schlimmer wird und auch ohne sichtbaren Grund auftritt. Die Bedrohung, die die Katze empfindet, ist unbestimmt, es gibt scheinbar keinen konkreten Grund für ihr Verhalten.

Bei einer Angststörung ist die Katze wie überwältigt von der vermeintlichen Bedrohung, die Angst bestimmt ihr Leben und ihre Wahrnehmung. Manche Katzen mit Angststörung entwickeln Verhaltensprobleme wie Unsauberkeit, weil sie nicht mehr wissen, wohin mit sich. Einige ziehen sich zurück, leiden unter Appetitlosigkeit oder wagen sich überhaupt nicht mehr aus ihrem Versteck hervor. Spätestens dann sollten Sie sich überlegen, ob ein Katzenpsychologe Ihnen helfen kann.

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