Katzenerziehung

Katzen von Küchenzeile fernhalten: 5 Tipps

Jeder, der eine Samtpfote zu Hause hat, wird es kennen: Die Katze springt auf die Küchenzeile. Das Fernhalten ist nicht immer leicht, da die Stubentiger bekanntlich ihren eigenen Kopf haben und die Arbeitsfläche in der Küche doch ziemlich interessant ist. Leider ist es nicht immer hygienisch, wenn Katzenhaare dort herumfliegen, wo das Essen zubereitet wird.
Einige Katzen stellen freche Dinge in der Küche an – Shutterstock / Africa Studio
Einige Katzen stellen freche Dinge in der Küche an – Shutterstock / Africa Studio

Wenn Sie Ihre Katze von der Küchenzeile fernhalten möchten, hilft es, zu verstehen, warum sie überhaupt darauf springt. In den meisten Fällen ist es pure Neugier – Katzen wollen alles in ihrem Revier mitkriegen und sehen. Wenn Katzenhalter "da oben" Gemüse schnippeln oder Fleisch zubereiten, weckt dies das Interesse der Miez. Auch der Wasserhahn beziehungsweise das Geräusch von fließendem Wasser kann spannend sein. In einigen Fällen ist es auch einfach die gute Aussicht von oben, die für den Sprung auf die Arbeitsfläche verantwortlich ist.

1. Mit Geduld und Konsequenz

Dieser Tipp kann funktionieren, muss aber nicht. Es hängt von der Persönlichkeit Ihrer Katze ab, ob Sie sie mit Beharrlichkeit von der Küchenzeile fernhalten können oder nicht. Und so geht's: Springt Ihr Sofalöwe auf die Arbeitsfläche oder Spüle, nehmen Sie ihn immer wieder konsequent herunter und setzen ihn freundlich, aber bestimmt, auf den Boden. Gleichzeitig geben Sie ein klares und deutliches "Nein" zum Besten. Wenn Sie Glück haben, verinnerlicht Ihre Katze dies und überlegt sich zweimal, ob sie zum Sprung ansetzt oder nicht. Wichtig: Auf keinen Fall sollten Sie schreien, wild schimpfen oder aggressives Verhalten an den Tag legen – dies sorgt nur dafür, dass Ihre Katze Angst vor Ihnen bekommt.

2. Konditionierung mit Geräuschen

Das Katzengehör ist sehr empfindlich, weswegen Sie Ihr Haustier grundsätzlich nicht anschreien sollten. Unangenehme Geräusche können allerdings, wenn es nicht zu laut zugeht, zur Konditionierung eingesetzt werden. Rascheln Sie zum Beispiel mit einer Blechdose, in der Sie zuvor ein paar Münzen untergebracht haben, sobald Ihre Katze auf die Küchenzeile springt – sie mag das Geräusch garantiert nicht. Nach und nach wird Ihre Samtpfote den Zusammenhang zwischen der Küchenzeile und dem nervigen Blechkrach verstehen und ihre Pfoten auf dem Boden lassen. Mehr Infos zum Thema finden Sie im Ratgeber: "Katze mit harmlosen Hausmitteln verscheuchen".

3. Konditionierung mit Wasser

Ein kleiner Spritzer Wasser aus der Spritzflasche kann den gleichen Effekt haben wie der Blechdosen-Trick. Das Prinzip ist ähnlich: Immer, wenn Ihre Katze auf die Küchenzeile springt, geben Sie Ihr einen kleinen Spritzer, damit sie heruntergeht und weiß: "Da oben werde ich nass, also bleibe ich besser fern." Diese Methode ist allerdings nicht frei von Kritik. Informieren Sie sich im Ratgeber: "Nützen Wasserpistole und Sprühflasche bei frechen Katzen?".

4. Doppelseitiges Klebeband

Der natürliche Feind von Katzenpfoten ist doppelseitiges Klebeband mit nur leichter Klebekraft. Wenn Sie Ihre Küchenzeile mit diesem ausstatten – etwa in Form von einzelnen Klebeband-Punkten – wird Ihre Miez das Terrain wahrscheinlich meiden, da es für sie unangenehm ist, ihre Pfoten auf das Klebezeug zu packen. Überlegen Sie sich eine gute Methode, um das Klebeband schnellstmöglich beiseite zu schieben, wenn Sie auf der Arbeitsplatte arbeiten möchten. Vielleicht können Sie die Klebepunkte einfach an die Wand heften, solange Sie beschäftigt sind.

5. Wasserbrunnen als Alternative

Dieser Trick hilft nur dann, wenn Sie beobachtet haben, dass Ihre Katze auf die Küchenzeile springt, weil sie den Wasserhahn und das fließende Wasser interessant findet. Als Alternative können Sie Ihr einfach einen Trinkbrunnen anbieten – an diesem kann sie auch direkt trinken, sodass Sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

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