Fellpflege

Hund hat stumpfes Fell: Was tun?

Wenn Ihr Hund stumpfes Fell hat, sollten Sie den Ursachen dafür auf den Grund gehen. Oft steckt eine falsche Ernährung dahinter, doch manchmal ist es auch ein Anzeichen für Parasiten oder Krankheiten. Was Sie tun können, damit das Hundefell wieder glänzt und wann Sie zum Tierarzt müssen, erfahren Sie hier.
Glänzendes Fell wie bei diesem hübschen Labrador ist ein Zeichen für gute Gesundheit – Shutterstock / Kirk Geisler
Glänzendes Fell wie bei diesem hübschen Labrador ist ein Zeichen für gute Gesundheit – Shutterstock / Kirk Geisler

Ein rundum gesunder Hund hat für gewöhnlich ein schönes, glänzendes Fell – stumpfes Fell ist daher stets ein Grund, nach möglichen Gesundheitsproblemen oder Fehlern in der Hundeernährung zu suchen. Im Zweifel steht Ihnen der Tierarzt Ihres Vertrauens mit Rat und Tat zur Seite.

Stumpfes Fell infolge falscher Hundeernährung?

Gehen Sie am besten in Gedanken durch, wann und unter welchen Umständen Sie das stumpfe Fell bei Ihrem Vierbeiner zum ersten Mal bemerkt haben. In den meisten Fällen handelt es sich in erster Linie um einen Fehler in der Fütterung Ihres Hundes. Die Lösung: eine Ernährungsumstellung.

Fell durch die richtige Ernährung wieder Glanz verleihen

Liegt es an der Ernährung, dass Ihr Hund stumpfes Fell hat, sind ein paar Änderungen auf dem Speiseplan angesagt. Zunächst sollten Sie sich die Zutatenliste des gewohnten Hundefutters anschauen: Sind die Angaben genau und konkret? Ist der Fleischanteil hoch? Sind ausreichend hochwertige Fette enthalten?

Wenn nicht, sollten Sie auf hochwertiges Hundefutter wechseln oder Ihren Hund auf Barf umstellen. Gleiches gilt, wenn im Hundefutter zu viele überflüssige Inhaltsstoffe wie minderwertiges Getreide oder Zucker enthalten sind.

Zusätzlich kann etwas Öl im Futter das Fell Ihres Hundes zum Glänzen bringen; geeignet sind vor allem Fischöl – vom Lachs, Dorsch oder Kabeljau – Leinöl und Hanföl, die viele essenzielle Omega-3-Fettsäuren enthalten.

Hat der Tierarzt einen Nährstoffmangel festgestellt, können außerdem Nahrungsergänzungsmittel helfen, zum Beispiel mit Biotin, Vitamin B oder Bierhefe.

Stumpfes Fell beim Hund: Weitere mögliche Ursachen

Neben einer Fehlernährung kommen allerdings auch eine Reihe anderer Gründe für trockenes, stumpfes Fell infrage, das auch mit Symptomen wie Schuppen oder Juckreiz einhergehen kann. Ist Ihr Hund betroffen, können ebenso folgende Ursachen dahinterstecken:

  • Parasiten, zum Beispiel Milben oder Flöhe
  • Hormonstörungen, zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion
  • Allergien
  • Stress
  • Organerkrankungen, die verhindern, dass Ihr Hund alle Nährstoffe aus dem Futter richtig verwerten kann

Hund mit stumpfem Fell behandeln: Wann zum Tierarzt?

Bekommt Ihr Hund bereits hochwertiges Hundefutter oder wird gebarft, sollten Sie vorsichtshalber mit ihm zum Tierarzt gehen, um die genaue Ursache für das stumpfe Hundefell abzuklären.

Stellt sich heraus, dass Ihr Vierbeiner Milben, Flöhe, Würmer oder andere Parasiten hat, kann der Veterinär Ihnen geeignete Mittel verschreiben. Hormonstörungen wie das Cushing-Syndrom oder eine Schilddrüsenunterfunktion lassen sich meist mit Hormontabletten behandeln, wobei die Dosis exakt an den Bedarf Ihres Hundes angepasst werden muss.

Bei Allergien kann Ihr Tierarzt Ihren Vierbeiner auf eine spezielle Diät umstellen und so die Symptome lindern, damit Ihr Haustier weniger darunter leidet. Steckt eine chronische Organerkrankung, zum Beispiel eine EPI, hinter dem stumpfen Fell, muss diese lebenslang behandelt werden – mit der richtigen Therapie und Ihrer Unterstützung kann Ihr Vierbeiner damit dann aber noch viele Jahre gut leben.

Kann Ihr Tierarzt keine organische Ursache, Parasiten oder Allergien feststellen, ist wahrscheinlich Stress der Grund für die Fellprobleme. Schauen Sie, ob Sie etwas mehr Ruhe und Entspannung ins Hundeleben bringen können. Professionelle Hilfe, wenn Ihr Haustier sehr ängstlich oder nervös ist, bekommen Sie außerdem bei einem Tierpsychologen.

Weitere Tipps für ein glänzendes Fell beim Hund

Darüber hinaus sorgt auch die richtige Fellpflege von außen durch Bürsten und Kämmen für ein glänzendes Aussehen. Vor allem im Herbst und Frühjahr, wenn Ihr Haustier in den Fellwechsel kommt, braucht sein Pelz besondere Aufmerksamkeit. Welche Pflege die richtige ist, hängt auch von der Fellstruktur Ihres tierischen Freundes ab. In den folgenden Ratgebern finden Sie dazu weitere Tipps:

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