Parasiten

Räude beim Hund: Symptome und Behandlung

Kahle Stellen im Fell und Schuppen sind nur zwei Symptome, die auf Räude beim Hund hinweisen. Es handelt sich dabei um eine Hautkrankheit, die Hunde nicht nur entstellt, sondern auch leidvoll plagt. Erfahrt hier mehr über die Symptome der Krankheit und ihre Behandlung.
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An Räude erkrankte Hunde kratzen sich häufig intensiv – Bild: Shutterstock/Easy Morning

Für Räude beim Hund können verschiedene Parasiten verantwortlich sein. Häufig handelt es sich um sogenannte Grab- oder Krätzemilben mit dem Namen Sarcoptes scabiei var. Diese mikroskopisch kleinen Milben kriechen zu Tausenden auf und unter der Tierhaut und können nicht nur das Hunde-, sondern auch das Katzenleben schwer machen. 

Canis ist eine Milbenunterart, die vor allem Hunde befällt. Gelegentlich nistet sie sich auch bei Katzen und Füchsen ein. Während die männlichen Milben auf der Hautoberfläche bleiben, graben die weiblichen Spinnentiere Tunnel in die Hautoberfläche und legen dort ihre Eier ab. 

Vorsicht: Viele Räudearten sind hochansteckend. Die schmerzhafte Krankheit ist nicht nur auf Tiere, sondern auch auf Menschen übertragbar. Deshalb solltet ihr einen großen Bogen um auffällige Vierbeiner machen.

Räude beim Hund erkennen: Symptome und Verlauf

Die Milben arbeiten sich durch die Hautschichten und sondern dabei ein Sekret ab, dass das Kratzbedürfnis des Hundes zur Folge hat. Räude beim Hund kann sich durch die folgenden Symptome bemerkbar machen:

Durch das heftige Kratzen werden nicht selten zusätzlich weitere Entzündungen der Haut verursacht. 

Behandlung der Räude beim Hund

Sobald euer Vierbeiner Symptome von Räude zeigt, ist es unerlässlich den Tierarzt aufzusuchen. Umso mehr, da Räude auch für Menschen hochgradig ansteckend ist. Der Veterinär bestimmt mittels einer mikroskopischen Untersuchung die genaue Art des Befalls. Darauf aufbauend verschreibt er ein geeignetes Milbenmittel gegen Räude bei Hunden. Zudem liegt häufig bereits eine bakterielle Infektion der Haut vor, die eine Behandlung mit einem Antibiotikum notwendig macht.

Die Spezialshampoo-Kur wird euer Hund mehrere Wochen über sich ergehen lassen müssen – in der ersten Woche täglich, danach etwa alle vier bis fünf Tage. Nur so werden die Milben und die aus den Eiern schlüpfenden Larven und Nymphen wirksam bekämpft. Zusätzlich verschreibt der Arzt in der Regel ein Mittel, das den Juckreiz lindert. 

Hausmittel gegen Räude beim Hund

Zudem sind einige Hausmittel bekannt, die gegen Räude helfen sollen. Ihr solltet hier jedoch Vorsicht walten lassen. Besprecht vorab unbedingt mit eurem Tierarzt, ob Methoden wie diese Sinn machen:

  • Waschen des Felles mit stark verdünntem Apfelessig
  • Behandlung von entzündeten Stellen mit Aloe Vera
  • Einreiben mit Kokosöl, es soll den Panzer der Schädlinge angreifen

In dieser leidvollen Zeit ist es wichtig, dass ihr euren Vierbeiner isoliert, damit die Erreger nicht auf weitere Tiere oder auf euch selbst übergehen. Das fällt schwer, aber nur so könnt ihr die Milben endgültig loswerden. Fasst euren Hund möglichst nur mit Handschuhen an. Ein weiterer wichtiger Teil der Behandlung ist Hygiene: Wascht alle Textilien, mit denen euer Hund in Kontakt gekommen ist, allem voran seine Decke.

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