Hundegesundheit

Hund sabbert: 7 Gründe für starkes Speicheln

Klar, fast jeder Hund sabbert hin und wieder. Je nach Rasse, kann das ständige Speicheln sogar völlig normal sein. Sollte der Speichelfluss des Vierbeiners allerdings plötzlich stark zunehmen, kann dies ein erstes Anzeichen für gesundheitliche Probleme oder Schmerzen sein.
Übermäßiges Speicheln kann bei Ihrem Hund diverse Gründe haben – Shutterstock / eurobanks
Übermäßiges Speicheln kann bei Ihrem Hund diverse Gründe haben – Shutterstock / eurobanks

Zahlreiche Auslöser können dafür sorgen, dass der Hund sabbert. Zum einen spielt die Rasse eine Rolle. Bei Hunden wie Mastiffs, Bernhardinern, Neufundländern oder Boxern ist starkes Speicheln nichts Ungewöhnliches. Wenn Ihr Vierbeiner allerdings nicht dazu gehört und nichtsdestotrotz plötzlich stark speichelt, gilt es die genaue Ursache dafür zu erforschen.

Hund speichelt viel: Auf der Suche nach der Ursache

Um zu klären, welcher Grund hinter plötzlich extremem Sabbern steckt, sollten Sie Ihren Vierbeiner deshalb zunächst genau beobachten: Zeigt er weitere Symptome, die auf eine Erkrankung schließen lassen? Ist er zum Beispiel müde oder lustlos? Schüttelt er ständig den Kopf? Verweigert er das Futter?

Anschließend können Sie das Maul des Hundes auf sichtbare Veränderungen kontrollieren. Sollten Sie die Ursache für das extreme Speicheln nicht selbst feststellen und beheben können, ist der Gang zum Tierarzt in jedem Fall sinnvoll.

Zur ersten Orientierung finden Sie hier allerdings die häufigsten Ursachen für einen enormen Speichelfluss beim Hund im Überblick.

1. Fremdkörper im Maul

Häufig ist der Grund für das übermäßige Speicheln ein Fremdkörper, der sich zwischen den Zähnen oder im Zahnfleisch des Hundes festgesetzt hat. Bei einem Blick ins Maul Ihres pelzigen Partners könnten Sie beispielsweise ein Stück Knochen, Holz oder eine Fischgräte entdecken.

Sollten Sie nicht in der Lage sein, diese zu entfernen, ohne dem Hund Schmerzen zuzufügen, lässt sich der Tierarztbesuch nicht vermeiden.

2. Zahnfleischentzündungen und Zahnerkrankungen

Ist das Zahnfleisch gerötet oder angeschwollen oder entdecken Sie einen abgebrochenen oder lockeren Zahn, kann auch dies die Ursache dafür sein, dass Ihr Hund sabbert.

Zahnfleischentzündungen durch Bakterien äußern sich zudem meist durch Mundgeruch. Typisch bei Zahnschmerzen ist zudem die Verweigerung des Futters. Neigt Ihre Fellnase zu Erkrankungen wie Gingivitis, sollten Sie täglich sein Gebiss mit einer Hundezahnbürste reinigen.

3. Zu extreme Hitze

Viele Hunde sind wärmeanfällig. Besonders Hunde mit einer kurzen Schnauze wie der Mops, der Boston Terrier oder die Bulldogge beginnen deshalb bei großer Hitze schnell stark zu speicheln.

Hier gilt es, immer Wasser für die Vierbeiner parat zu haben und sie nicht zu lange der prallen Sonne auszusetzen, denn im schlimmsten Fall kann das Sabbern nur ein erstes Warnsignal für eine Dehydrierung sowie im Folgenden für einen Hitzschlag sein.

4. Angst und Stress

Ängstliche Hunde neigen ebenfalls zum Speicheln. So sabbern zahlreiche Hunde beim Autofahren. Dies wird meist durch Nervosität oder Reiseübelkeit verursacht.

Aus diesem Grund ist es ratsam, den Hund langsam an das Fahren im Auto zu gewöhnen. Setzen Sie ihn zum Beispiel die ersten Male lediglich in den Wagen, ohne loszufahren. Dies wird seine Aufregung lindern.

Auch das Aufeinandertreffen mit anderen Artgenossen beispielsweise beim Gassi gehen kann Stress und damit ein übermäßiges Speicheln bei Ihrer Fellnase verursachen.

5. Schmerzen

Wenn ein Hund sabbert und gleichzeitig winselt oder sich nicht bewegen möchte, ist dies häufig sein Weg Ihnen mitzuteilen, dass er Schmerzen hat. Diese können vielfältige Gründe haben, die ein Tierarzt in der Regel am schnellsten ermitteln kann.

6. Vergiftung

Dass ein Hund plötzlich stark sabbert, kann auch auf eine Vergiftung hinweisen. Hat der Vierbeiner nämlich giftige Pflanzen oder andere giftige Substanzen zu sich genommen oder ist er ein Opfer von einem Giftköder geworden, kann übermäßiges Speicheln als Symptom auftreten. Meist tritt eine Vergiftung dann mit weiteren Begleiterscheinungen wie Erbrechen, Zittern, Krämpfen und Bewusstlosigkeit einher.

Wenn Ihr Hund extrem sabbert und Sie dahinter eine Vergiftung vermuten, ist schnelles Handeln gefragt. Es gilt: Ab zum Tierarzt!

7. Weitere mögliche Ursachen

Konnten Sie die vorigen Gründe allesamt ausschließen, kann das Speicheln auch tiefer gehende Ursachen haben. Lebererkrankungen und Magenprobleme sowie ein Abszess oder Tumor können nicht ausgeschlossen werden. Sollte der starke Speichelfluss trotz Ihrer Bemühungen über einen längeren Zeitraum anhalten, sind umfassende Untersuchungen beim Tierarzt notwendig.

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