Vorsorge

So legen Sie Ihrem Hund einen Pfotenverband an

Ob nach einer Verletzung durch Scherben oder durch Streusalz – fast jeder Hundebesitzer kommt einmal in die Situation, einen Pfotenverband anlegen zu müssen. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihren Hund richtig verarzten.
Mit dem richtigen Equipment ist ein Pfotenverband schnell angelegt – Bild: Shutterstock / Robert Kneschke
Mit dem richtigen Equipment ist ein Pfotenverband schnell angelegt – Bild: Shutterstock / Robert Kneschke

Grundsätzlich gilt: Auch wenn Sie im Notfall natürlich selbst einen provisorischen Pfotenverband anlegen können, sollten Sie normalerweise immer erst Rücksprache mit Ihrem Tierarzt halten. Vielleicht zeigt er Ihnen in einem ruhigen Moment sogar, wie Sie Ihren Hund professionell verbinden.

Das nötige Equipment für den Pfotenverband

Das benötigen Sie für den Verband:

● sterile Wundauflage
● Watte
● Verbandsmaterial
● medizinisches Klebeband oder Heftpflaster
● eventuell Pfotenschuh, Socke oder Plastiktüte

Lassen Sie sich helfen

Bevor Sie mit dem Pfotenverband starten, holen Sie sich am besten tatkräftige Hilfe, die Ihren Hund beruhigt und vorsichtig festhält, während Sie seine Verletzung verarzten.

Sichern Sie sich und Ihren Helfer ab

Reagiert Ihr Hund grundsätzlich empfindlich, wenn Sie sich einer Verletzung an der Pfote oder sonstigen Körperteilen nähern, sollten Sie zunächst das Maul Ihres Vierbeiners sichern. Ob Maulschlinge, Tuch oder Sonstiges: Halten Sie nach einem geeigneten Utensil in Ihrer Nähe Ausschau.

Wichtig: Zehen polstern

Legen Sie die sterile Wundauflage auf die Wunde und polstern Sie dann den Zwischenraum zwischen allen Zehen mit Watte aus, auch die Daumenkralle. Dieser Schritt ist sehr wichtig, damit die Durchblutung der Zehen bei Ihrem Hund weiterhin gewährleistet ist und keine Druckstellen durch die benachbarten Zehen entstehen können.

Die Hundepfote richtig schützen

Anschließend umwickeln Sie die gesamte Pfote mit Watte, die allerdings auf keinen Fall mit der Wunde in Kontakt kommen darf. Achten Sie daher darauf, dass die Wundauflage gut sitzt und nicht verrutscht. Jetzt fixieren Sie die Watte mit dem eigentlichen Verband, der unbedingt über das Gelenk hinaus gehen sollte. Auf diese Weise hält er länger und schnürt keine Blutgefäße ab.

Den Pfotenverband sichern

Befestigen Sie den Pfotenverband mit Heftpflaster oder Klebeband und ziehen Sie am besten noch einen Pfotenschuh oder eine Socke darüber – alternativ kommt auch eine Plastiktüte in Frage, damit der Verband nicht nass wird.

Tipp: Wie Sie Pfotenverletzungen bei Ihrem Hund vorbeugen können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Diese Themen zur Hundegesundheit könnten Sie auch interessieren:

Entzündete Krallen: Welche Behandlung hilft Ihrem Hund?

Ballenverletzung beim Hund: So kann sie entstehen

Abgebrochene Kralle beim Hund: Das können Sie tun

Hat Ihnen der Artikel gefallen?
0
0
0 Kommentare

Weitere Artikel aus Gesundheit