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Blähungen beim Hund lindern: Diese Hausmittel können helfen

Wenn Sie Blähungen beim Hund lindern möchten, können Sie auf bestimmte Hausmittel zurückgreifen. Dabei gilt: Probieren Sie verschiedene Mittel aus. Die eine Maßnahme hilft womöglich mehr, die andere weniger. Hier finden Sie hilfreiche Tipps.
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Wichtig: Blähungen beim Hund können ein Hinweis auf eine ernste Erkrankung sein. In diesem Fall reicht die Linderung der Symptome mit Hausmitteln nicht aus – sie können einen Tierarztbesuch nicht ersetzen. Suchen Sie deshalb im Zweifel immer den Spezialisten auf. Wenn Ihr Hund jedoch nur mit gelegentlich auftretenden Blähungen zu kämpfen hat, können die folgenden Hausmittel helfen.

Kümmel: Hausmittel gegen Blähungen beim Hund

Der Einsatz bestimmter Gewürze und Kräuter kann sich – wie beim Menschen auch – auf Blähungen beim Hund positiv auswirken. Kümmel könnte zum Beispiel das Mittel Ihrer Wahl sein. Mischen Sie einfach ein paar Kümmelkörner ins Hundefutter. Kümmeltee ist ebenfalls eine mögliche Variante – die Kümmelkörner werden hierfür etwa zehn Minuten lang gekocht und anschließend abgesiebt. Den abgekühlten Kümmeltee können Sie Ihrem Hund zum Beispiel mit einer Spritze (ohne Kanüle!) zwischen Zähne und Lefzen spritzen, wenn er den Tee nicht aus dem Napf trinkt. Neben reinem Kümmeltee hat sich auch Fenchel-Anis-Kümmel-Tee als Wasserersatz bewährt. Diesen erhalten Sie auch fertig in Teebeuteln. Fenchel und Anis haben ebenfalls beruhigende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt.

Weitere Maßnahmen gegen Hundeblähungen

Neben dem Einsatz von magenfreundlichen Gewürzen und Kräutern können Sie auch einen Teelöffel Orangensaft zum Futter geben. Der Saft hilft gegen Übersäuerung, regt die Verdauung an und wirkt so gleichzeitig leicht abführend. Ein weiteres Hausmittel gegen Blähungen beim Hund ist Heilerde aus der Apotheke, die dazu beitragen kann, die Magen-Darm-Tätigkeit zu normalisieren. Diese können Sie dem Hundefutter untermischen. Alternativ oder ergänzend könnte auch Bewegung helfen. Die körperliche Aktivität regt den Darm an und kann Blähungen im wahrsten Sinne des Wortes in Luft auflösen.

In vielen Fällen hilft eine Ernährungsumstellung bei Blähungen

Zwar kein wirkliches Hausmittel, aber in vielen Fällen wirksam: eine Ernährungsumstellung. Blähungen sind oft die Konsequenz einer falschen Hundeernährung. Minderwertiges Futter oder Unverträglichkeiten können die Ursache sein, sodass eine Futterumstellung der richtige Weg sein kann. Sprechen Sie diese am besten mit dem Tierarzt ab, der Ihnen Tipps zu den rassetypischen Ansprüchen an die Hundeernährung geben kann.

Sollte der Magen-Darm-Trakt Ihres Hundes überlastet sein, kann es helfen, wenn Sie Ihren Hund vorübergehend mit Schonkost füttern. Bei Schonkost handelt es sich vorwiegend um leicht verdauliche Lebensmittel wie etwa ungesalzener Reis, gekochtes Hühnchen oder gekochte Möhren. Mehr zu den möglichen Ursachen von Blähungen finden Sie im Ratgeber: "Hund hat Blähungen: Woran kann es liegen?".

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