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Hundewelpen: Wie alt müssen Welpen bei der Abgabe sein?

Ein Hundewelpe soll bei euch einziehen? Dann wird der Hundezüchter eures Vertrauens euch sicher vorher mitteilen, wann bei ihm üblicherweise der Zeitpunkt für die Abgabe gekommen ist. Wichtig ist, dass die Kleinen auf keinen Fall zu früh von ihrer Mutter getrennt werden. Aber wie alt sollten Welpen bei der Abgabe tatsächlich sein?
Verantwortungsvolle Züchter geben ihre Welpen nicht zu früh ab – Bild: Shutterstock / holbox
Verantwortungsvolle Züchter geben ihre Welpen nicht zu früh ab – Bild: Shutterstock / holbox

Üblicherweise werden Hundewelpen in einem Alter zwischen acht und zwölf Wochen an ihre neuen Besitzer abgegeben. Während sich einige Hundehalter für ein Alter von acht Wochen aussprechen, halten andere eine spätere Abgabe für besser.

Abgabe nach acht Wochen: Jünger darf der Welpe beim Umzug nicht sein

Die deutsche Tierschutz-Hundeverordnung schreibt per Gesetz vor, dass ein Hund über acht Wochen alt sein muss, wenn er von seiner Mutter getrennt wird. Mit acht Wochen ist der kleine Hund gerade mitten in seiner Sozialisierungsphase. Er ist damit in einem Alter, in dem er schon von seiner Hundemutter und seinen Geschwistern weg kann, aber nicht muss.

Es kann allerdings passieren, dass Hundewelpen durch einen Unglücksfall oder eine andere Ausnahmesituation früher von ihrer Mutter getrennt werden. In diesem Fall müssen die Geschwister zusammenbleiben dürfen, bis sie acht Wochen alt sind. So schreibt es die Tierschutz-Hundeverordnung ebenfalls vor.

Vorteile einer späteren Abgabe von Hundewelpen

Viele Hundefreunde sind der Meinung, dass ein Alter von acht Wochen noch zu jung ist, um Welpen von ihrer Mutter zu trennen. Sie sprechen sich für eine etwas spätere Abgabe zwischen der neunten und der zwölften Lebenswoche aus. Der Grund: In diesem Alter sollten die kleinen Fellnasen zwar unbedingt schon Kontakt mit Menschen haben und viele positive Erfahrungen sammeln. Sie freuen sich aber auch, wenn sie wichtige Grundregeln für ihr Hundeleben noch zusammen mit den Geschwistern erlernen können. 

Züchter ermöglichen den neuen Hundebesitzern in der Regel, ihren Welpen bereits vor der Abgabe zu treffen. So kann der junge Hund seine zukünftigen Familienmitglieder kennenlernen, ohne schon von seinem Wurf getrennt werden zu müssen.

Was ebenfalls für eine spätere Abgabe spricht: Ein Junghund im Alter von acht Wochen hat gerade gelernt, Angst zu haben, sodass ein Umzug und die Trennung von seiner Familie für ihn schwierig zu verkraften sein könnte. Wenige Wochen später ist er schon selbstbewusster und stabiler: In der zwölften Woche ist seine Sozialisierung abgeschlossen und der Hundewelpe sollte körperlich und geistig bereit für ein neues Abenteuer sein – den Umzug in eine liebevolle neue Familie.

Wie alt sollten Welpen bei Abgabe sein? Ein Blick auf die Entwicklung hilft

Grundsätzlich gilt: Wenn es um die Abgabe von Welpen geht, hilft ein Blick auf die frühen Entwicklungsphasen von Hundebabys bei der Orientierung. Hier eine kleine Übersicht:

1. bis 2. Lebenswoche: Die neonatale Phase

Die Welpen sind blind und taub. Der Geruchssinn ist noch nicht voll ausgebildet. Die Hundebabys sind sehr hilflos und können sich kaum von der Stelle bewegen. Sie schlafen die meiste Zeit und suchen den körperlichen Kontakt zur Mutter und den Geschwistern.

3. Lebenswoche: Die Übergangsphase

Die Hundebabys nehmen ihre Umwelt stärker wahr. Ihre Augen öffnen und das Hörvermögen entwickelt sich. Außerdem reagiert das Hundebaby ab jetzt auf Geräusche und die ersten Milchzähne bilden sich. 

4. bis 7. Lebenswoche: Die Prägungsphase

Die Sinne des Welpen sind voll entwickelt. Er kann seine Mama und Geschwister erkennen und nimmt äußere Reize angstfrei wahr. Hier sollte es erste Sozialkontakte geben. Der junge Hund entwickelt nun außerdem seinen eigenen Charakter.

8. bis 12. Lebenswoche: Die Sozialisierungsphase

In dieser Phase sollten allmählich Regeln aufgestellt werden. Das Lernen erfolgt besonders spielerisch gut. Die Welpen werden etwas ängstlicher und vorsichtiger. Deshalb sollten sie nicht überfordert und behutsam an Dinge herangeführt werden. 

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