Katzenhaltung

Erinnerung von Katzen: Wie gut ist das Katzengedächtnis?

Katzen sind schlaue Tiere, das steht für die Freunde der Samtpfoten außer Frage. Doch wie ist es um das Katzengedächtnis bestellt? Speichern die Miezis beispielsweise in ihrer Erinnerung, welche Menschen sie besonders gern haben und welche nicht?
Erinnert sich die kleine Katze später an die schützenden Hände ihres Menschen? – Shutterstock / Vinogradov Illya
Erinnert sich die kleine Katze später an die schützenden Hände ihres Menschen? – Shutterstock / Vinogradov Illya

Funktioniert das Katzengedächtnis ähnlich wie die Erinnerung von Menschen? Können Katzen ebenso Bilder und Episoden aus ihrer Vergangenheit abspeichern, die wieder wachgerufen werden können? Leider ist es nicht möglich, die Gedanken der geheimnisvollen Schmusetiger zu lesen. Doch ein paar Hinweise auf die Funktion des Katzengedächtnisses gibt es, um dem Mysterium auf die Spur zu kommen.

Katzengedächtnis speichert Nützliches

Katzen sind in erster Linie sehr pragmatisch, das heißt, sie merken sich vor allem Dinge, die für sie von Nutzen sind. So speichert Ihre Katze zum Beispiel in ihrer Erinnerung, wo ihr Fressnapf und ihre Toilette stehen, wann Herrchen oder Frauchen ihren Napf normalerweise mit Futter füllt und wo die Katzenklappe ist. Außerdem ist das motorische Katzengedächtnis sehr gut. Ihre Miez weiß genau: Wenn sie ihre Vorderpfoten über ein Hindernis hebt, muss sie dies auch mit ihren Hinterpfoten tun.

Darüber hinaus legt Ihre Fellnase im Katzengedächtnis wichtige Informationen über ihr Revier und ihr Zuhause ab. So behält sie zum Beispiel in Erinnerung, welche Hunde in der Nachbarschaft ihr gefährlich werden können oder welchen Artgenossen sie besser aus dem Weg gehen sollte.

Erinnerung von Katzen an Menschen?

Manchmal scheint es so, als würden Katzen Menschen wiedererkennen, die sie länger nicht mehr gesehen haben. Wenn zum Beispiel die erwachsene Tochter auf Familienbesuch vorbeischaut, die die Miez von Kätzchenpfötchen an kennt und die früher viel mit ihr gespielt oder sie oft gefüttert hat, dauert es meist nicht lange, bevor der Stubentiger ihr um die Beine streicht.

Umgekehrt kann die Erinnerung von Katzen offenbar auch abspeichern, wenn bestimmte Menschen sie schlecht behandelt haben. Sobald eine solche Person der Miez erneut über den Weg läuft, verkriecht sich die Samtpfote. Schlimmstenfalls kann daraus sogar eine Angststörung entstehen. Die Frage ist nun, ob Ihre Katze bestimmte Gerüche, Geräusche, Stimmen und optische Merkmale bewusst oder unbewusst in ihrem Katzengedächtnis speichert. Reagiert die Miez spontan, wenn sie bekannte Düfte, Laute oder Merkmale wahrnimmt oder weiß sie, dass sie sich an etwas erinnert? Die Antwort hierauf wird wohl ein Rätsel bleiben.

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