Krankheitssymptome

Ursachen einer Angststörung bei Katzen

Wenn sich die Miez kaum noch hinter dem Sofa hervortraut, ist guter Rat teuer. Schließlich kann eine Angststörung bei Katzen verschiedene Ursachen haben. Oft braucht es viel Einfühlungsvermögen, um die Gründe für die Angst der Katze herauszufinden.
Die Ursachen für eine Angststörung bei Katzen sind vielfältig – Bild: Pashin Georgiy / Shutterstock
Die Ursachen für eine Angststörung bei Katzen sind vielfältig – Bild: Pashin Georgiy / Shutterstock

Die Ursachen einer Angststörung bei Katzen können oft tief sitzen. Wenn Ihr Stubentiger deutliche Angstsymptome zeigt, die über normale Furcht hinausgehen, ist es vielleicht an der Zeit, die Ursachen für dieses Verhalten zu erforschen. In vielen Fällen hilft es, die Hintergründe der Störung zu kennen, um dann mit viel Geduld und Sensibilität daran zu arbeiten, der Katze ihre Angst zu nehmen. Hierbei kann Ihnen eventuell auch ein Katzenpsychologe zur Seite stehen.

Angststörung bei Katzen oft in Kindheit begründet

Das Fundament für eine Angststörung wurde möglicherweise bereits früh im Leben der Katze gelegt. So entwickelt sich ängstliches Verhalten zum Beispiel auch, wenn die Katze als junges Tier nur wenigen Außenreizen ausgesetzt war oder nicht genug menschliche Zuwendung erfahren hat. Die erwachsene Katze fühlt sich in so einem Fall schnell überfordert, weil sie nie gelernt hat, mit den entsprechenden Situationen umzugehen.

Auch das Gegenteil kann der Fall sein: Erfährt ein Katzenbaby in den ersten Wochen seiner Entwicklung zu viele äußere Reize, kann dies eine Angststörung im Erwachsenenalter nach sich ziehen. Auch eine zu frühe Trennung von der Mutter oder sehr häufige Veränderungen im Umfeld der Katze können sich durch große Ängstlichkeit äußern. Manchmal verbirgt sich der Grund für diese Symptome aber auch in einer hormonellen Störung oder einer körperlichen Erkrankung der Katze.

Ursachen für Angst: Negative Erfahrungen mit Menschen

Wenn eine Katze schlechte Erfahrungen mit einer Bezugsperson macht, kann sich daraus eine Angststörung entwickeln. Manche Katzen fürchten sich auch vor bestimmten Personengruppen, zum Beispiel vor Fremden allgemein oder vor dem Briefträger und anderen Uniformierten. Hier liegt die Vermutung nahe, dass sich ein entsprechendes Trauma in der Vergangenheit der Samtpfote verbirgt. Bestraft ein bestimmtes Familienmitglied die Katze regelmäßig, etwa wenn die Miez die Tapete zerkratzt oder sich neben das Katzenklo erleichtert, kann das dazu führen, dass die Katze sich vor diesem Menschen besonders fürchtet.

Angstauslöser im täglichen Umgang

Die Ursachen für eine Angststörung liegen aber nicht immer in der Vergangenheit. Manchmal führen auch versehentliche Umgangsfehler mit der Katze dazu, dass das Haustier Angst vor seinem Besitzer bekommt – auch wenn dieser es eigentlich gut meint. Wird die Katze ständig an ihrem Ruheplatz gestört, zum Beispiel von spielenden Kindern, gegen ihren Willen auf den Arm genommen, festgehalten oder herumgetragen, kann das bei einem sensiblen Tier auf Dauer zu einer Angststörung führen.

Diese Themen zur Katzengesundheit könnten Sie auch interessieren:

Depressionen bei Katzen erfolgreich behandeln

Scheue Katze: Erziehungstipps gegen die Angst

Katze unter Narkose: Ablauf und Risiken

 

Hat Ihnen der Artikel gefallen?
0
0
0 Kommentare

Weitere Artikel aus Gesundheit