Hundeernährung

Hund frisst Gras: Wichtig für die Hundeernährung?

Ihr Hund frisst Gras und Sie fragen sich, ob das normal ist? In den meisten Fällen steckt weder eine Erkrankung noch ein unnatürliches Verhalten dahinter. Ob und wie das saftige Grün Auswirkungen auf die Hundeernährung und -gesundheit hat, lesen Sie hier.
Gelegentlicher Grasgenuss bei Hunden ist nicht besorgniserregend – Shutterstock / Aneta Jungerova
Gelegentlicher Grasgenuss bei Hunden ist nicht besorgniserregend – Shutterstock / Aneta Jungerova

Wenn die Wiesen grün erstrahlen, läuft einigen Vierbeinern das Wasser im Mund zusammen. Denn: So mancher Hund frisst Gras, weil es ihm gut schmeckt. Es ist saftig und aromatisch – und darüber hinaus sogar eine nährstoff- und rohfaserreiche Ergänzung der Hundeernährung. Nimmt der Kauspaß jedoch überhand, sollten sich Hundehalter an den Tierarzt wenden.

Hund frisst Gras: Verschiedene Erklärungen

Dass Hunde Gras fressen, liegt in ihren Genen. Denn: Auch ihr Vorfahr der Wolf nimmt die Halme zu sich. Welche Rolle dieses Verhalten auf die Hundeernährung hat, ist nicht eindeutig geklärt. Es gibt jedoch einige Erklärungsmuster. Eines besagt, dass Hunde mit dem Gras einen Vitamin- oder Nährstoffmangel ausgleichen wollen. Das Grün steckt voller Folsäure und liefert Ballaststoffe, die zu der zweiten Erklärung überleiten: Der Hund frisst Gras, um die Verdauung anzuregen. Durch die Ballaststoffe wird die Darmaktivität angekurbelt. Hat der Vierbeiner einen Fremdkörper verschluckt, zu viel Magensäure angesammelt oder Haare durch die Fellpflege im Verdauungstrakt angesammelt, hilft ihnen Gras, die Magenprobleme durch Erbrechen zu beseitigen.

Weitere Theorien besagen, dass das Kauen von Gras eine Stressbewältigung für den Hund darstellt. Stehen sie unter Spannung, sinkt ihr Blutzuckerspiegel. Die Aufnahme von Gras hebt ihn wieder an und hilft somit, die Situation entspannt zu bewältigen und die Konzentration zu steigern.

Wann sich Hundehalter Sorgen machen müssen

Bei gelegentlichem Verzehr von Gras brauchen Sie sich also keine Sorgen um Ihren Schützling zu machen – über 90 Prozent der Fellfreunde kauen hin und wieder an Halmen. Schlingt er hingegen ganze Bündel Gras herunter und wirkt dabei sehr hektisch und getrieben, sollten Sie mit Ihrem Tierarzt nach den Gründen für dieses außergewöhnliche Verhalten suchen. Vermuten Sie Stress dahinter, gönnen Sie Ihrem Vierbeiner etwas Ruhe und beobachten Sie, ob diese Maßnahme positive Änderungen bewirkt.

Fazit: Gras kauen ist in den meisten Fällen weder ungesund noch ungewöhnlich. Halten Sie den Hund also nicht ab, wenn er am Straßenrand für einen kleinen Snack eine Pause einlegt – es sei denn, Sie wissen vom Bauern, dass in der Region gerade Insektizid oder Herbizid eingesetzt wurde oder das Gras liegt neben einer viel befahrenen Straße. Die Agrarchemie und Abgasverschmutzungen können Ihrem Hund schaden, die Pflanzenschutzmittel sogar Vergiftungen hervorrufen.

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