Katzenhaltung

Paarungsverhalten: So unterscheiden sich Katze und Kater

Das Paarungsverhalten von Katzen folgt seinen eigenen Spielregeln. Die weibliche Katze wird rollig und sucht sich dann unter den geschlechtsreifen, unkastrierten Katern ihren Wunschkandidaten aus.
Rollige Katzen wälzen sich auf dem Boden und locken Kater mit Pheromonen – Shutterstock / Xseon
Rollige Katzen wälzen sich auf dem Boden und locken Kater mit Pheromonen – Shutterstock / Xseon

Allerdings ist eine weibliche Katze bei ihrem Paarungsverhalten in der Regel nicht streng monogam. Sie kann sich während der Rolligkeit mit mehreren Katern paaren. Bei ihren wild lebenden Verwandten und den wilden Vorfahren ist dies von Vorteil, da so eine genetische Vielfalt erhalten bleibt und die Nachkommen bessere Überlebenschancen haben. Außerdem sind Kater gegenüber dem Nachwuchs einer Kätzin weitaus weniger aggressiv, wenn sie damit rechnen müssen, dass es ihre eigenen Kitten sein könnten.

Paarungsverhalten: Katzen sind rollig

Wenn Katzen und Kater in die Pubertät kommen, werden sie geschlechtsreif. Je nach Katzenrasse ist es bei weiblichen Tieren mit vier bis neun Monaten soweit und bei männlichen Tieren mit neun bis zwölf Monaten. Siamkatzen sind beispielsweise sehr frühreif und Maine-Coon-Katzen eher Spätzünder. Geschlechtsreife Katzendamen werden üblicherweise zwei- bis dreimal pro Jahr rollig, wobei diese paarungsbereite Phase etwa drei bis sechs Tage dauern kann.

Allerdings gilt das nur für den Fall, dass es zur Deckung kommt, ansonsten dauert die Rolligkeit länger und wiederholt sich häufiger. Eine rollige Katze erkennen Sie daran, dass sie verstärkt Köpfchen gibt, sich auf dem Boden wälzt und schreit. Sie ist dann generell sehr unruhig.

Kater gehen auf Brautschau

Während Katzen nur während der Rolligkeit paarungsbereit sind, können geschlechtsreife Kater sich jederzeit fortpflanzen. Das Paarungsverhalten von Katern ist daher für den Halter nicht ganz so auffällig wie das von Katzendamen. Schwierig kann es jedoch werden, wenn liebestolle Kater anfangen, überall Markierungen mit Urin zu setzen und mit ihren Artgenossen um die Gunst paarungsbereiter Katzendamen zu kämpfen. Dabei kann es ebenso wie bei Revierkämpfen im Eifer des Gefechts zu Verletzungen kommen.

Zum Paarungsverhalten unkastrierter Kater gehört es außerdem, dass sie lange Streifzüge durch die Nachbarschaft machen, um eine rollige Katze zu finden – Kater auf Brautschau sind daher oft mehrere Tage lang nicht zu Hause. Haben sie die begehrten Pheromone erschnuppert, die paarungsbereite Katzen ausströmen, kennen sie kein Halten mehr und werden unvorsichtig. Dabei kann es schlimmstenfalls zu Straßenunfällen kommen.

Können Katzen und Kater sich eigentlich verlieben? Diese und andere Fragen zum Paarungsverhalten der Fellnasen werden im Video "Love" von Simon's Cat Logic vom Zeichner Simon Tofield und einer Katzenverhaltensexpertin geklärt:

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