Krankheitssymptome

Hat Ihre Katze Schmerzen? 8 Anzeichen, an denen Sie es erkennen

Wenn Ihre Katze Schmerzen hat, versucht sie zunächst alles, um sich das nicht anmerken zu lassen. In der Wildnis würde es Katzen zum Verhängnis werden, wenn sie Schwäche zeigen, da Raubtiere dann leichtes Spiel hätten. Dieser Instinkt erschwert es auch bei Hauskatzen, zu erkennen, wenn ihnen etwas wehtut.
Katzen lassen sich ihre Schmerzen ungern anmerken – Shutterstock / Renata Apanaviciene
Katzen lassen sich ihre Schmerzen ungern anmerken – Shutterstock / Renata Apanaviciene

Die Ursachen für Schmerzen bei Katzen sind vielfältig: Ihre Samtpfote könnte sich verletzt haben, unter Verstopfung oder einem Darmverschluss leiden. Ältere Tiere bekommen gelegentlich Arthrose, die schmerzhafte Gelenkprobleme auslöst. An folgenden Anzeichen können Sie erkennen, dass Ihre Katze Schmerzen hat:

1. Untypisches Verhalten als Warnzeichen

Eine Katze, die Schmerzen hat, verhält sich oft merkwürdig. Ist Ihre Fellnase normalerweise lieb und schmusig, wird sie womöglich aggressiv.

Eine sonst zutrauliche Mieze kann unter Schmerzen ängstlich und zurückhaltend werden. Sie versteckt sich möglicherweise permanent. Eine sonst aktive Samtpfote kann Ihren Spieltrieb verlieren und plötzlich ruhig sowie schläfrig werden.

Eventuell verrät Ihre kranke oder verletzte Katze sich durch ausgiebiges Putzen oder Knabbern an einer schmerzenden Stelle.

2. Fehlender Appetit als Symptom

Lässt der Appetit Ihres Haustiers nach oder frisst es gar nichts mehr, ist das in jedem Fall ein Alarmsignal. Vermutlich hat Ihre Katze Schmerzen beim Fressen. Vielleicht hat Ihr Tier Zahnschmerzen oder eine Zahn-OP, die noch nicht allzu lange zurückliegt, hat ihm sehr zugesetzt?

3. Schmerzen bei Bewegungen?

An subtilen Anzeichen können Sie außerdem beobachten, ob Ihre Katze Schmerzen bei Bewegungen hat. Möglicherweise lahmt sie mit einer Pfote, bewegt sich langsamer oder springt nicht mehr mit gewohnter Leichtigkeit aufs Sofa oder ihren Kratzbaum. Auch ein Humpeln sowie eine vernachlässigte Fellpflege können darauf hinweisen, dass Ihr Tier Schmerzen hat, wenn es sich bewegt.

4. Katze zeigt ungewöhnliche Körperhaltung

Hinzu kommt meist eine seltsame Körperhaltung. Ihre Katze hält den Kopf und den Hals merkwürdig gesenkt oder kauert sich in eine Ecke, wenn ihr etwas wehtut. Auch ziehen Katzen bei Schmerzen den Bauch und krümmen ihren Rücken.

Darüber hinaus haben Katzen unter Schmerzen häufig einen abwesenden Gesichtsausdruck, als blickten sie mit ihren Augen ins Leere. Beobachten Sie überdies, ob Ihr Haustier in einer untypischen Position liegt, wenn es schläft oder döst. Katzen liegen häufig auf der Körperseite, die ihnen Schmerzen bereitet.

5. Katzen mit Schmerzen oft berührungsempfindlich

Ob Hinterteil, Schwanzansatz, Rücken, Pfote oder Hüfte, gelangen Sie beim Streicheln Ihrer Fellnase versehentlich an die schmerzende Stelle, kann sie ihre Schmerzen meist nicht verbergen. Sie reagiert vielleicht aggressiv, faucht oder knurrt Sie an, kratzt oder weicht erschrocken zurück. Möglicherweise beißt Ihre Katze Sie auch.

6. Das Erscheinungsbild verändert sich

Nach einer Weile verändert sich auch das Erscheinungsbild unter Schmerzen. Da die Fellpflege schwerfällt, wirkt Ihre Katze nach und nach struppig und das Fell wird stumpf. Ihr mangelnder Appetit kann dazu führen, dass sie abmagert. Lassen Sie es am besten nicht soweit kommen und gehen Sie im Zweifel lieber einmal zu viel zum Tierarzt.

7. Unkontrollierter Kot- und Harnabsatz

Hat Ihre Katze Schmerzen, kann es sein, dass sie ihre Geschäfte nicht nur in der Toilette verrichtet. Ein ungewöhnliches Verhalten beim Koten oder Urinieren deutet also darauf hin, dass Ihr Stubentiger leidet.

8. Lecken an Naht und Verband

Verfügt Ihre Katze über eine verbundene Stelle, können Reaktionen wie Schütteln oder Lecken nicht nur Hinweise darauf sein, dass Naht oder Verband stören, sondern auch Anzeichen von Entzündungsschmerzen.

Anzeichen auf Schmerzen? Ab zum Tierarzt!

Ob ein ungewöhnliches Verhalten oder eine ungewöhnliche Körpersprache, sollten Sie einige der folgenden Anzeichen bemerken oder fällt Ihnen an Ihrer Katze auch nur eine leichte Veränderung auf, gehen Sie mit ihr vorsichtshalber zum Tierarzt.

Ignorieren Sie niemals die Warnzeichen, denn sie können Symptome schwerer Erkrankungen sein. Der Veterinär kann schauen, was mit Ihrer Katze nicht stimmt. Er kann zum Beispiel mit einer Ultraschall- oder Röntgen-Untersuchung prüfen, ob sie an einem Darmverschluss leidet oder sich etwas gebrochen hat.

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