Krankheitssymptome

Scheinträchtigkeit bei der Hündin: Ein natürlicher Prozess

Die Scheinträchtigkeit bei Hündinnen ist keine Krankheit. Sie kann bei allen nicht kastrierten, weiblichen Hunden auftreten und geht zurück auf das Leben im Wolfsrudel. Vermeintlich trächtige Hündinnen konnten so bei der Versorgung der Welpen der Leithündin helfen.
Cocker Spaniel Hund liegt neben Blumen
Scheinträchtigkeit bei der Hündin: Ein natürlicher Prozess – Foto: Shutterstock / Liliya Kulianionak

Eine Scheinträchtigkeit bei Hündinnen erkennen

Die Symptome einer vermeintlichen Trächtigkeit bei weiblichen Hunden stellen sich meist ein bis drei Monate nach der Läufigkeit ein. Ihre Hündin wird sich in dieser Zeit sowohl körperlich, als auch im Verhalten verändern. Zunächst wird sie wahrscheinlich beginnen, Stofftiere, Spielsachen oder gar Pantoffeln zu horten. Dies sind ihre Ersatzwelpen, denen sie ein Nest bauen will und die sie verteidigen wird. Gerade deshalb neigen scheinträchtige Hündinnen oft zu Aggressivität und Unruhe. Einige verweigern in der Folge auch ihr Futter oder wirken niedergeschlagen.

Insbesondere zum Ende der scheinbaren Trächtigkeit stellen sich auch körperliche Symptome ein. Das Gesäuge kann anschwellen und verursacht eventuell Schmerzen. Die Milchdrüsen sondern eine wässrige Flüssigkeit ab und können sich entzünden. In einigen Fällen wird sogar der Bauch der Hündin dicker, als ob sie tatsächlich schwanger wäre.

Wie Sie Ihrem Liebling helfen können

Die Symptome einer Scheinträchtigkeit lassen sich zum Beispiel durch hormonfreie Präparate vom Tierarzt lindern. Diese hemmen die Produktion von Prolaktin, das für die körperlichen Veränderungen verantwortlich ist. Auch für den psychischen Stress gibt es Medikamente, bei denen Sie Ihr Tierarzt beraten kann. Weiterhin können Sie Ihren tierischen Begleiter auch mit langen Spaziergängen ablenken.

Hartnäckig halten sich die Gerüchte, dass das Kühlen oder Massieren des Gesäuges ebenfalls helfen kann. Lassen Sie davon ab, denn es stimuliert die Milchproduktion sogar zusätzlich. Vermeiden Sie es ebenfalls, Ihrer Hündin die "Ersatzwelpen" wegzunehmen – dies führt nur zu noch mehr Stress und Unruhe. Denken Sie stattdessen darüber nach, ob Sie Ihren besten Freund nicht vielleicht doch kastrieren lassen wollen.

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