Auch die Rasse spielt eine zentrale Rolle. Neben verschiedenen Krankheitsbildern, die auftauchen können, sind nicht selten genetische Veranlagungen für die Hundegesundheit verantwortlich. Dabei können spezielle Vorsorgemaßnahmen helfen, den Tieralltag so angenehm wie möglich zu gestalten
Risiken bei reinrassigen Hunden
Es gibt Hunderassen, die häufiger an Krankheiten leiden als andere. Dazu gehören beispielsweise sehr große Rassen wie Deutsche Doggen oder Berner Sennenhunde, die vermehrt an Gelenkproblemen oder Magendrehungen erkranken. Ähnlich sieht es auch bei sehr kleinen Rassen wie Yorkshire Terriern oder Chihuahua aus. Diese Tiere sind anfälliger für Patellaluxationen oder Zahnprobleme. Darüber hinaus können Hunde mit kurzer Schnauze, wie es beim Mops oder der Französischen Bulldogge der Fall ist, mit Atemwegsproblemen zu kämpfen haben. Es ist deshalb lohnenswert, bei rassetypischen Besonderheiten im Vorfeld wichtige Entscheidungen und auch Vorsorgemaßnahmen zu treffen.
Mit der Auswahl einer Hundekrankenversicherung erhalten Hundebesitzer ein gewisses Maß an finanzieller Sicherheit. Das ist besonders im Hinblick auf die medizinische Versorgung von großem Interesse. Tierarztkosten, Diagnostiken, die nicht selten ein Röntgenbild oder MRT erfordern, sowie Operationen nebst stationären Behandlungen können mehrere Tausend Euro kosten. Um neben der seelischen Belastung keine Sorgen über hohe Rechnungen hinnehmen zu müssen, ist eine Hundekrankenversicherung für jeden Tierbesitzer sinnvoll.
Die Genetik bei Hunden
Die Genetik wird bei allen Lebewesen bereits mit der Zeugung festgelegt. Das ist auch bei Hunden der Fall. Seriöse Züchter minimieren bereits im Vorfeld bekannte Erbkrankheiten beim Zusammenstellen von Rüde und Hündin. Allerdings lassen sich selbst mit besten Vorkehrungen nicht immer Prädispositionen vermeiden oder ausschließen. Leider gehören bei reinrassigen Hunden vermehrt
- Hüft- sowie Ellbogendysplasien
- Herzerkrankungen
- Augenkrankheiten
- Haut- und Allergieprobleme
- Diabetes
und weitere Krankheitsbilder dazu. Allerdings kann je nach Hunderasse das Risiko, an diesen oder ähnlichen Erkrankungen zu erkranken, unterschiedlich hoch sein. Es ist deshalb ratsam, sich vor dem Kauf eines Tieres über die üblichen Krankheitsbilder zu informieren und präventive Maßnahmen zu ergreifen. Das ist mitunter durch spezielle Hundenahrung, angepasstes Bewegungsangebot und die Einhaltung regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen möglich.
Doch nicht nur die Genetik ist Auslöser für Tierkrankheiten. Auch Größe, Gewicht und Lebensstil beeinflussen die Tiergesundheit. Besonders große oder schwere Hunde leiden häufig unter Gelenkbeschwerden. Das ist meistens erst im Alter erkennbar, wenn Tierärzte eine Arthrose diagnostizieren. Tierhalter, die Fürsorge tragen, lassen deshalb bereits Risiken im Welpenalter kontrollieren und wählen gelenkschonenden Sport für ihren Hund.
Bei kleinen Rassen sind andere Faktoren zu beherzigen. Diese Hunde erreichen oft ein hohes Alter, benötigen aber während dieser Zeit viel Pflege und Zuwendung. Eine geeignete Zahnpflege und regelmäßige Besuche beim Tierarzt sind hilfreich, um die Gesundheit abzuklären. Auch die Ernährung und der Stoffwechsel sind regelmäßig zu überprüfen.
Der Lebensstil des Tieres ist stets zu berücksichtigen. Ein sportlicher Hund hat andere Bedürfnisse als ein ruhiger, gemütlicher Zeitgenosse. Deshalb ist neben der Rasse auch der Charakter ausschlaggebend für etwaige Erkrankungen. Diese Maßgabe ist bei der Vorsorge zu berücksichtigen und mit dem Tierarzt klar zu kommunizieren, um entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können.
Wann Vorsorge bei Hunden beginnt
Bereits mit dem Kauf eines Welpen ist es empfehlenswert, mit einer guten Gesundheitsvorsorge zu beginnen. Durch den Einsatz von Impfungen, Entwurmungen und jährlichen Checks beim Tierarzt lassen sich erste Beschwerden oder Krankheiten erkennen und effektiv behandeln. Dementsprechend muss das Tier nicht unnötig leiden, sondern kann Erleichterung erfahren, bevor die Beschwerden groß und unangenehm werden.
Gerade bei Hunderassen mit bekannten Erbkrankheiten wie Herzfehlern, Bandscheibenerkrankungen oder Dysplasien ist eine frühzeitige Diagnostik hilfreich. Folglich lassen sich mögliche Probleme zeitnah erkennen und der Lebensstil anpassen. Eine gute und umfassende Beratung beim Veterinär ist in diesem Fall unerlässlich. Ebenso wie entsprechende Vorkehrungen, um schwerwiegende Erkrankungen zu reduzieren.
Ernährung ist ein grundlegender Gesundheitsfaktor
Die Ernährung ist für Hunde ein wichtiger Indikator für die Gesundheit. In diesem Rahmen sind vor allem Rasse, Alter und natürlich auch die Aktivität des Hundes ausschlaggebend. Tiere, die zu Übergewicht, einer empfindlichen Verdauung oder Lebensmittelallergien neigen, erhalten spezielles, artgerechtes Futter. Es ist essentiell, dass die individuellen Bedürfnisse abgeklärt und die Mahlzeiten darauf abgestimmt werden. Das leistet einen eminenten Beitrag für die Gesundheit und die Lebensqualität des Tieres.
Sind bei der Hunderasse eine Nierenanfälligkeit, Hauterkrankungen oder Gelenkbeschwerden bekannt, kann eine angepasste Ernährung dafür sorgen, dass die Beschwerden minimiert werden. In diesem Zusammenhang gilt es, sich nicht an gängige Empfehlungen zu halten, sondern den Hund als Individuum zu betrachten. Gespräche mit Tierärzten und eine Futterberatung im kompetenten Handel helfen, die passende Nahrung zu finden.
Tipp: Regelmäßige Kontrollen bei Ärzten sind ratsam, da sich viele Hundekrankheiten schleichend entwickeln und lange Zeit unbemerkt bleiben. Tierhalter, die die Vorsorgeuntersuchungen einhalten und ihr Tier beobachten, können direkt helfende Maßnahmen ergreifen.
Es ist also von großer Bedeutung, das Blut sowie die Zähne regelmäßig kontrollieren zu lassen und bei Bedarf bildgebende Verfahren mit einzubeziehen. Somit lässt sich eine potentielle Krankheit gezielt erkennen und behandeln. Das ist nicht nur für Hunde mit erhöhtem Risiko interessant, sondern für alle Tiere sinnvoll.
Wissen ist Macht: für Mensch und Hund
Wer sich mit den rassetypischen Krankheiten und Besonderheiten bei Hunden kennt, kann Entscheidungen treffen und weitere Informationen einholen. Das kann sowohl die Haltung als auch die Ernährung oder medizinische Behandlungen betreffen. Wichtig ist, dass sich Hundehalter das nötige Wissen aneignen und nicht erst bei gesundheitlichen Problemen tätig werden. Eine gezielte Vorbereitung hilft demnach, Krankheiten im Vorfeld zu erkennen. Das stärkt nicht nur das Wohlbefinden des Tieres, sondern hilft auch, das Tieralter zu optimieren. Wissen ist somit hilfreich, damit Mensch und Tier gleichermaßen aneinander Freude haben.
Hundeglück ist keine Selbstverständlichkeit. Vielmehr gilt es als Hundehalter, die Herausforderungen zu kennen und aktiv zu werden. Wer sämtliche Aspekte berücksichtigt und sich intensiv mit seinem Tier auseinandersetzt, stellt die Weichen für ein langes, aktives und beschwerdefreies Hundeleben. Damit das gelingt, ist eine rassenorientierte Vorsorge und eine gute Hundekrankenversicherungen empfehlenswert. Während die Vorsorge den Hund vor Krankheiten bewahrt, schützt die Versicherung den Halter vor unerwarteten Kosten. Dementsprechend kann aus Verantwortung echte Fürsorge wachsen, von dem Mensch und Tier profitieren.
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