Krankheitssymptome

Laryngitis: Symptome und Ursachen einer Kehlkopfentzündung beim Hund

Unter Laryngitis versteht man eine Kehlkopfentzündung beim Hund. Die Erkrankung zeichnet sich durch relativ eindeutige Symptome aus. Bei welchen Anzeichen ihr sofort mit eurem Vierbeiner den Gang zum Tierarzt antreten solltet, lest ihr hier.
Der Tierarzt tastet vorsichtig den Kehlkopf des Hundes ab.
Der Tierarzt tastet vorsichtig den Kehlkopf des Hundes ab. ©Shutterstock / Vladislav Maximov

Eine Laryngitis beim Hund kann akut auftreten oder der Fellnase in chronischer Form – also wiederkehrend – zu schaffen machen. Beide Formen bringen gleichermaßen Beschwerden mit sich. Meistens lässt sich eine Kehlkopfentzündung beim Hund aber gut durch den Tierarzt behandeln. Dieser verschreibt seinem Patienten in der Regel ein Mittel, das den Hustenreiz unterdrückt, sodass die Entzündung abklingen kann. Die Herausforderung besteht deshalb eher darin, die Anzeichen für eine Laryngitis frühzeitig zu erkennen.

Kehlkopfentzündung beim Hund: Typische Symptome

Ein Hund mit Kehlkopfentzündung weist eindeutige Symptome auf:

  • Allgemeines Unwohlsein
  • Verweigerung von Futter
  • Schlapper und lustloser Gesamteindruck
  • Lauter, meist produktiver Husten
  • Ausgewachsene Hustenanfälle
  • Hustenschübe, die sich bis hin zum Würgen und Erbrechen steigern, gegebenenfalls mit Auswurf von auffälligem weißen Schleim
  • Heiseres oder gänzlich ausbleibendes Bellen des Hundes
  • Fieber
  • Atemnot

Verweigert euer Hund sein Futter, deutet das auf eventuelle Beschwerden beim Schlucken hin. Das mangelnde Futter sorgt wiederum zusammen mit dem akuten Infekt dafür, dass euer Vierbeiner zunehmend schlapper wird. In diesem Fall solltet ihr nicht zögern und mit ihm zum Tierarzt gehen.

Die Hustenanfälle, die mit einer Kehlkopfentzündung beim Hund einhergehen, können vor allem im Winter besonders heftig auftreten, denn: Die kalte Luft begünstigt den Husten, da sie die Atemwege noch zusätzlich reizt. Tritt als weiteres Symptom Fieber mit auf, deutet das auf Bakterien oder Viren als Auslöser für die Kehlkopfentzündung bei eurem Hund hin.

Auch wenn die Hustenanfälle eures Hundes euch sehr schlimm erscheinen mögen und sich in Einzelfällen bis zum Erbrechen steigern: Echte Atemnot tritt bei einer Laryngitis beim Hund zum Glück eher selten auf. Nur in besonders schweren Fällen, meist aber bei der chronischen Laryngitis, kann es vorkommen, dass euer vierbeiniger Freund wirklich keine Luft bekommt. Trotzdem ist es wichtig, dass ihr mit eurem Vierbeiner frühzeitig zum Tierarzt geht.

Noch ein Tipp zur Diagnose von Laryngitis

Tastet, wenn ihr unsicher seid, den Kehlkopf des Hundes ab. Ist dieser entzündet, reagiert er darauf empfindlich und es kommt schon bei der kleinsten Berührung zu Würgen oder gar Erbrechen. Manche Hunde neigen bei der Erkrankung auch zu übermäßigem Grasfressen. Beobachtet euren Schützling auf vier Pfoten also aufmerksam.

Ursachen für die Kehlkopfentzündung beim Hund

Häufige Ursache einer Laryngitis beim Hund ist die vorherige Reizung des Kehlkopfes. Dies kann auf unterschiedliche Einflüsse zurückzuführen sein. Unter anderem können folgende Dinge eine Reizung verursachen:

  • Überreizung der Stimmbänder durch übermäßiges Bellen eures Hundes
  • Ziehen an der Leine oder ein zu enges Halsband, das permanent den Kehlkopf abdrückt
  • Kalte Luft im Winter, die der Hund einatmet
  • Über einen längeren Zeitraum eingeatmete Staubpartikel sowie Rauch und Gase
  • Zwingerhustenoder Allergien als mögliche Vorboten einer Laryngitis
  • Erkrankungen oder Reizungen der Speiseröhre

Meist nutzen dann bakterielle oder virale Erreger die Gelegenheit, sich im gereizten Kehlkopf auszubreiten. Diese gelangen bei der Nahrungsaufnahme oder durch Einatmen dorthin und lösen eine Entzündung aus.

Um eine Kehlkopfentzündung bei eurem Hund möglichst zu vermeiden, solltet ihr auf ein gut sitzendes Halsband achten. Darüber hinaus gilt es, euer Vierbeiner möglichst keiner Rauch- oder Staubwolke auszusetzen und sein Immunsystem mit hochwertigem, nährstoffhaltigem Futter und gegebenenfalls Ergänzungsfutter stark zu halten.

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