Wussten sie schon

Wie ergeht es Vögeln bei Sturm, Gewitter und Regen?

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, was Vögel bei Sturm und Gewitter machen? Während eines Unwetters sieht man selten Flattermänner am Himmel oder Wasservögel im Wasser. Doch wo genau sind die Tiere, wenn der Himmel sich gehen lässt? Hier finden Sie ein paar Beispiele aus dem Vogelreich.
"Oha! Da zieht Gewitter auf, ich muss mir Schutz suchen", denkt sich dieser Graureiher und startet – Shutterstock / Pavel Mikoska
"Oha! Da zieht Gewitter auf, ich muss mir Schutz suchen", denkt sich dieser Graureiher und startet – Shutterstock / Pavel Mikoska

Vögel weilen schon unglaublich lange auf Erden, sie haben das Eiszeitalter überlebt und Millionen Jahre der Klimaveränderungen mitgemacht. Genug Zeit also, um sich Strategien zu überlegen, nicht von Wind und Starkregen in die Knie gezwungen zu werden. Und tatsächlich: Die Tiere wissen sich zu schützen. Interessant ist, dass sich die Varianten, miese Witterung zu überstehen, von Art zu Art unterscheiden.

Die Ausharrer: Gemeinsam sind wir stoisch

Einige Vögel, darunter Möwen, Gänse, Watvögel oder auch Pinguine machen es auf die einfache Tour: Sie harren einfach aus und warten, bis das Wetter besser wird. Dabei rücken die Vögel, wenn möglich, dicht aneinander und begeben sich in eine Position, die möglichst wenig Angriffsfläche bietet. Den Rest erledigt dann das praktische Federkleid der Tiere, welches über erstklassige thermische Eigenschaften verfügt.

Große Greifvögel wie Seeadler, Milane oder Bussarde hocken während Sturm und miesem Wetter einfach seelenruhig auf ihren Sitzwarten, getreu dem Motto: "Da muss ich jetzt durch, es wird schon wieder besser werden".

Die Schutzsuchenden: Wasservögel verstecken sich

Enten, Graugänse und Schwäne, sprich: Wasservögel, gehen die Sache ähnlich, aber doch ein wenig anders an. Sie harren auch aus, suchen sich aber speziell für die Schlechtwetterzeit Verstecke. So schlüpfen Wasservögel zwischen Uferpflanzen oder verstecken sich in windgeschützten Buchten oder Höhlen im Uferbereich. Regen macht dem Gefieder dank einem speziellen Fettsekret, das die Tiere mit Hilfe ihrer sogenannten Bürzeldrüse generieren, nichts aus und so können sie in ihrer Deckung warten, bis sich der Himmel wieder lichtet.

Kleine Vögel flüchten ebenfalls in Verstecke. So fliegen unsere Gartenvögel wie Spatzen und Amseln beispielsweise in Bäume, Nistkästen und Gebäude oder suchen Schutz in dichten Hecken und notfalls im Gestrüpp. Selten wird auch die Krautschicht am Boden als Deckung verwendet. Es gibt übrigens auch Vögel wie den Mauersegler, die Schlechtwetterfronten grundsätzlich weitläufig ausweichen – dies ist nicht immer einwandfrei machbar, funktioniert aber in den meisten Fällen ganz gut.

Die Beschützer: Kinder, bleibt trocken!

Die meisten Vogeleltern opfern sich regelrecht für ihren Nachwuchs auf und verharren im Nest, damit die Kleinen nicht nass werden. So bleiben insbesondere brütende Vögel so lange es nur irgendwie geht auf dem Nest sitzen und wärmen die Eier. Bodenbrüter drücken sich dabei so dicht wie möglich auf das Nest, um der Witterung die geringste Angriffsfläche zu bieten. Vögel wie etwa der Fischadler oder der Storch, die exponiert brüten, harren einfach aus und beweisen während der Brut oder Aufzucht erstaunliche Resistenz gegenüber Sturm, Regen und Co.

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