Katzenhaltung

Katzen und ihr Schlafverhalten

Katzen schlafen viel und gern – durchschnittlich um die 16 Stunden und mehr ruhen sich die Fellnasen täglich aus. Aber warum haben sie ein so großes Schlummerbedürfnis? Das und mehr zum Schlafverhalten von Katzen erfahren Sie hier.
Träumen, kuscheln, schlafen: Katzen lieben es gemütlich – Bild: Shutterstock / MaxyM
Träumen, kuscheln, schlafen: Katzen lieben es gemütlich – Bild: Shutterstock / MaxyM

Katzen gelten als nachtaktiv, tatsächlich sind sie aber dämmerungsaktiv. Morgens und abends sind die Stubentiger besonders munter, tagsüber und nachts schlafen oder dösen sie die meiste Zeit. Da sie so eng mit uns Menschen zusammenleben, passen Katzen sich jedoch oft unserem Rhythmus an: Nachts wird geschlafen, morgens kurz zum Futtern und Spielen aufgestanden und dann geht's wieder ab ins Katzenkörbchen.

Wenn Frauchen und Herrchen dann abends von der Arbeit nach Hause kommen, sind die Stubentiger munter und freuen sich auf ihr Abendbrot, die Spielzeit und ganz viele Kuscheleinheiten.

Wie lange schlafen Katzen am liebsten?

Einige Samtpfoten schlafen mehr als andere. Wie groß ihr Bedürfnis nach Ruhe ist, hängt unter anderem von Charakter, Temperament, Alter, Haltungsbedingungen, Wetter und Jahreszeit ab. Manchen Rassen, etwa der Siamkatze, wird nachgesagt, dass sie mit weniger Schlaf auskommt. Die Britisch Kurzhaar (BKH) hingegen liebt es gemütlich und schläft gern etwas länger.

Und was genau heißt das konkret? Wie viele Stunden schlafen Katzen denn nun am Tag? Die Vierbeiner verbringen etwa zwei Drittel des Tages mit Schlaf, also zwischen 16 und 18 Stunden. Katzenbabys und Senioren haben ein erhöhtes Schlafbedürfnis und bei den meisten Stubentigern kommt natürlich noch viel Zeit zum Dösen und Entspannen dazu.

Warum schlafen Katzen so viel?

Der Grund, aus dem Katzen so viel schlafen, ist, dass sie in ihren kurzen Wachphasen sehr viel Energie verbrauchen. Für die Jagd müssen sie hellwach und hochkonzentriert sein, außerdem schnell, agil und geschickt. Darüber hinaus befinden sie sich fast ständig in Habachtstellung, was ebenfalls sehr anstrengend ist.

Um mit ihren Kräften optimal zu haushalten, ruhen sie sich also immer aus, wenn sich die Gelegenheit bietet, und sparen sich ihre Energie für die Nahrungsbeschaffung und Flucht vor Angreifern auf. Wenn Katzen nicht gerade schlafen oder jagen, putzen sie sich ausgiebig. Auch das Spielen zwischendurch darf natürlich nicht zu kurz kommen.

Behalten Sie das Schlafverhalten Ihrer Katze im Auge. Scheint sie sich länger und häufiger als sonst auszuruhen, gehen Sie mit ihr lieber zum Tierarzt. Kranke Katzen sind körperlich geschwächt und brauchen daher noch mehr Schlaf. Ein vermehrtes Schlafbedürfnis kann zwar auch harmlose Ursachen haben – die kurzen Tage im Winter, Regenwetter oder das Alter – aber gehen Sie lieber auf Nummer sicher, wenn Ihnen etwas ungewöhnlich erscheint.

Schlafverhalten von Katzen: Verschiedene Phasen und Träume

Katzen befinden sich beim Schlafen nicht die gesamte Zeit über im Tiefschlaf. Zum größten Teil bleiben die Samtpfoten während ihrer Ruhephasen im Leichtschlaf – und trotz entspannt wirkender Haltung aufmerksam. Das liegt daran, dass sie in der freien Natur sowohl Raub- als auch Beutetiere sind, und entsprechend jederzeit auf potenzielle Gefahren oder Jagdgelegenheiten gefasst sein müssen.

Ein leises Rascheln genügt dann bereits, damit sie wieder hellwach und konzentriert sind, um einer Maus hinterherzujagen, oder vor einem Angreifer auf den nächsten Baum zu flüchten. Bleiben sie während der Leichtschlafphasen ungestört, dösen sie bis zu 30 Minuten am Stück vor sich hin.

Der tatsächliche Tiefschlaf, auch paradoxale Phase genannt, dauert in der Regel nur bis zu sechs Minuten. Dabei sind Katzen vollkommen entspannt, zucken im Schlaf vielleicht gedankenverloren mit den Pfötchen, den Ohren oder der Schwanzspitze, und reagieren überhaupt nicht auf Außengeräusche.

Die gelegentlichen, unwillkürlichen Bewegungen wie ein Zucken oder Zittern deuten darauf hin, dass Ihre Katze träumt. In die Tiefschlafphase wagen sich Katzen aber nur, wenn sie sich absolut sicher fühlen. Schläft Ihre Miez neben Ihnen tief und fest, zeigt dabei sogar ihren Bauch als verwundbarste Stelle, hegt sie Ihnen gegenüber großes Vertrauen.

Katze und ihr Schlafplatz: Welche Orte bevorzugen sie?

Samtpfoten sind äußerst kreativ, wenn es darum geht, den optimalen Schlafplatz auszusuchen. Schließlich muss er einer Reihe katzentypischer Anforderungen entsprechen. An erster Stelle stehen die Temperaturregulierung sowie das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Je nach Katzenpersönlichkeit kommen auch ausgeprägte Neugier und der Spaß am Beobachten dazu, das Bedürfnis, sich zu verstecken oder Aufmerksamkeit zu erregen.

So finden sich die Fellnasen im Winter auf Warmwasserrohren, nah bei der Heizung, auf einem laufenden Laptop oder im Wäschekorb, wo sie sich auf der frisch gewaschenen und getrockneten Wäsche einkuscheln. Im Sommer hingegen sind Badewanne, Waschbecken und ein Fußbodenbelag aus kühlen Fliesen beliebte Schlafplätze.

Manchmal ist es gar nicht so einfach, Katzen wiederzufinden, wenn sie ganz hoch oben im Bücherregal auf ihrem Beobachtungsposten thronen. Andere Miezis lieben es, sich in winzige Kartons oder Schüsseln zu quetschen, weil es dort so schön warm ist.

Wärme ist auch der Grund, warum die Samtpfoten es sich mit Vorliebe direkt neben ihrem Lieblingsmenschen bequem machen, wenn dieser selbst versucht zu schlafen. Nach Aufmerksamkeit suchende Stubentiger machen sich gern auf Computertastaturen, Zeitungen oder Büchern breit, die Frauchen oder Herrchen zu lesen versucht.

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