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Katzen und Aberglaube: 4 Mythen aus der ganzen Welt

Seit die alten Ägypter Katzen als Götter verehrten, ranken sich um die Samtpfoten Aberglaube und Mythen. Mal heißt es, die Fellnasen seien Glücksbringer, dann wieder, sie seien für Pech verantwortlich. Ein paar dieser Annahmen haben wir für Sie aufgelistet.
Ob Aberglaube oder nicht: Bei dieser wütenden Katze sollte man auf Abstand gehen – Shutterstock / nico99
Ob Aberglaube oder nicht: Bei dieser wütenden Katze sollte man auf Abstand gehen – Shutterstock / nico99

So manch ein Aberglaube in Bezug auf unsere Hauskatzen hat seine Wurzeln tief in der Vergangenheit – wurden sie in der Antike in Ägypten noch als Götter betrachtet, glaubten die Menschen im Mittelalter, dass die Tiere böse und mit Hexen verbunden sind. Darüber hinaus gibt es jedoch auch harmlosere und amüsante Mythen rund um Katzen.

1. Katzen und das Wetter

Aberglaube der etwas skurrilen Art ist zum Beispiel die Annahme, Katzen könnten das Wetter vorhersagen oder beeinflussen. In Indonesien, Sumatra und auf Java ist es zum Beispiel ein alter Volksglaube, dass Samtpfoten für Regen sorgen, wenn man sie badet oder nass macht. Viel wahrscheinlicher ist es allerdings, dass die Katze auf den unfreiwilligen Kontakt mit Wasser ziemlich ungehalten reagiert. Unter anderem in Frankreich heißt es, dass es regnen wird, wenn die Stubentiger sich mit der Pfote hinter den Ohren putzen.

2. Aberglaube: Stubentiger bringen Pech

Vor allem, wenn eine schwarze Katze den Weg kreuzt, bedeutet das in Deutschland oder den USA Pech. In Irland ist es nur ein Problem, wenn die schwarze Katze Menschen bei Mondschein über den Weg läuft – dann sterben Betroffene während einer Epidemie. Englische Schüler hingegen müssen mit Ärger rechnen, wenn sie eine weiße Katze sehen. Es sei denn, sie spucken danach auf den Boden oder drehen sich um und bekreuzigen sich. Unter Seeleuten war früher der folgende Aberglaube verbreitet: Betritt eine schwarze Katze das Schiff und verschwindet gleich wieder, wird das Schiff auf seiner nächsten Fahrt sinken. In Italien bedeutet es, dass man eine Erkältung bekommt, wenn man eine Katze dreimal hintereinander niesen hört.

3. Glücksbringerkatzen für Zufriedenheit und Wohlstand

Niest die italienische Katze jedoch nur einmal, bringt das Glück, so der Aberglaube. In den USA ist der Mythos verbreitet, dass weiße Katzen Glück bringen, wenn man von ihnen träumt oder ihnen auf der Straße begegnet; es sei denn, es ist Nacht, dann bringen sie Unglück. Die Glaubensgemeinschaft der Amische meint, dass eine Katze, die es sich in einer leeren Wiege gemütlich gemacht hat, die baldige Geburt eines Babys ankündigt. Schwarze Samtpfoten können auch Glücksboten sein, in Japan zum Beispiel ist es ein Aberglaube, dass sie kranke Kinder heilen und vor dem Bösen schützen können. Überhaupt sind die Japaner Katzen wohlgesonnen – die winkende Katzenfigur "Maneki Neko" bringt Glück und Wohlstand. Im Buddhismus meint man, dass eine helle Katze dem Besitzer Silber beschert und eine dunkle Katze Gold. Abergläubische Russen lassen ihre Fellnase zuerst ein neues Haus betreten, weil das Glück bringen soll. Einem chinesischen Sprichwort nach bekommt jemand, der keine Katzen mag, keine schöne Frau. Franzosen munkeln, dass eine junge Frau, die sich gut um die Fellnasen kümmert, eine glückliche Ehe führen wird.

4. Götter, Hexen und Dämonen

In der nordischen Mythologie war Freya die Göttin der Liebe und der Ehe, sie bewegte sich in einem Wagen fort, der von zwei Waldkatzen gezogen wurde. Im Mittelalter war man dagegen davon überzeugt, dass Hauskatzen das Böse symbolisierten. Eine mögliche Erklärung für diesen Aberglauben ist die Nachtaktivität der Samtpfoten sowie ihre im Dunkeln leuchtenden Augen. Sie standen im Verdacht, Hexen zu dienen oder selbst Hexen in Tiergestalt zu sein. In malaysischen Volkssagen gibt es den vampirähnlichen Dämon Bajang. Er entsteht aus totgeborenen Kindern und tritt in Katzengestalt auf, wenn er von Zauberern heraufbeschworen wird. Bajang saugt die Feinde des Zauberers daraufhin aus und infiziert sie mit tödlichen Krankheiten. Das indische Hexenwesen Chordeva erscheint in Gestalt einer schwarzen Katze und saugt geschwächten Menschen das Leben aus, wenn es ihnen über die Lippen leckt.

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