Tierkrankheiten

Knochenbrüche bei Katzen: Symptome und Behandlung

Durch Stürze oder Unfälle können sich Katzen Knochenbrüche zuziehen. An welchen Symptomen Sie erkennen, ob sich Ihr Tier möglicherweise etwas gebrochen hat und wie die Behandlung aussieht, erfahren Sie hier.
Knochenbrüche bei Katzen sind immer ein Fall für den Tierarzt – Bild: Shutterstock / Kachalkina Veronika
Knochenbrüche bei Katzen sind immer ein Fall für den Tierarzt – Bild: Shutterstock / Kachalkina Veronika

Wie bei Menschen kann es auch bei einer Katze zum Knochenbruch kommen, wenn der Knochen über seine natürliche Biegsamkeit hinaus belastet wird. In der Regel passiert das bei Unfällen oder Stürzen aus größeren Höhen. Ob sich Ihre Katze etwas gebrochen hat, bemerken Sie meist recht schnell. Denn: Die Symptome sind auffällig.

So erkennen Sie Knochenbrüche bei Katzen

Knochenbrüche bei Katzen sind recht unterschiedlicher Natur und können an verschiedenen Gliedmaßen auftreten. Die Symptome sind sich dennoch sehr ähnlich: Jede Fraktur ist in der Regel mit starken Schmerzen für Ihren Vierbeiner verbunden.

Grundsätzlich wird zwischen einer offenen und einer geschlossenen Fraktur unterschieden. Die offene Fraktur lässt sich auf den ersten Blick erkennen. Denn neben dem Knochen selbst ist auch das umgebende Gewebe verletzt.

Anders sieht es hingegen bei der geschlossenen Fraktur aus. Bei einem solchen Knochenbruch bleibt die umliegende Haut intakt. Es gilt auf andere Symptome zu achten – und die betreffen vor allem Bewegung und Körperhaltung der Katze.

Bewegungen und Körperhaltung geben Aufschluss

Normalerweise bewegen sich Katzen sehr geschmeidig. Nicht jedoch bei Schmerzen infolge eines Knochenbruchs. Um das verletzte Körperteil zu entlasten, weichen Körperhaltung und Bewegung des Tieres deutlich vom Normalzustand ab.

Ein Knochenbruch führt bei einer Katze dazu, dass sich ihre Eleganz ins Gegenteil verkehrt: Sie lahmt und zieht eines der Beine hinterher. Ist wie beim Kippfenstersyndrom die Hüfte gebrochen, kommt es sogar vor, dass Katzen beide Hinterläufe nachziehen.

Auch im Ruhezustand können Sie Knochenbrüche bei Katzen erkennen. Die Körperhaltung ist nicht so entspannt wie sonst. Ein gebrochenes Bein wird entweder unnatürlich nah an den Körper angezogen oder auffällig entlastet, etwa in der aufrechten Sitzposition. Achten Sie auch darauf, ob die betroffene Körperpartie anschwillt.

Knochenbrüche bei Katzen: Schnell zum Tierarzt

Erkennen Sie diese Symptome, ist eine Behandlung des Knochenbruchs durch einen Tierarzt unbedingt notwendig. Bedenken Sie, dass Knochenbrüche bei Katzen nur in seltenen Fällen von alleine und ohne bleibende Schäden verheilen.

Bewahren Sie zunächst Ruhe und bereiten Sie alles für einen Besuch beim Veterinär vor. Greifen Sie nicht hektisch nach dem verletzten Haustier, Sie könnten ihm größere Schmerzen zufügen als es ohnehin schon erleiden muss.

Bereiten Sie alles vor und betten Sie Ihren verletzten Liebling erst kurz vor Abfahrt so bequem wie möglich in der Transportbox. Darin sollte genügend Platz sein, um die gebrochenen Gliedmaßen entlasten zu können.

Um zu verhindern, dass sich Ihre Katze bewegt und weiter verletzt, können Sie sie vorsichtig bis zum Hals in eine Decke einwickeln. Diese spendet gleichzeitig Wärme und Geborgenheit. Bei blutenden Wunden muss die Decke unbedingt sauber sein, um Infektionen zu vermeiden. Besser noch: Sie legen ein steriles Tuch über die Wunde.

Anschließend sollte es umgehend zum Tiermediziner gehen. Achten Sie darauf, dass Sie Ihren Liebling dabei möglichst ohne Erschütterungen transportieren.

Knochenbrüche behandeln: Was macht der Tierarzt?

In der Praxis kann der Tiermediziner auf Röntgenbildern feststellen, wo die Fraktur sitzt und welcher Art diese ist. Hiervon abhängig kann er Knochenbrüche richtig behandeln. In einigen Fällen genügt eine Stabilisierung etwa durch einen geschienten Verband oder Kunststoffgips.

Damit die Knochen wieder so zusammenwachsen, dass Ihre Katze anschließend schmerzfrei herumtoben kann, ist oftmals aber auch eine Operation notwendig.

Operation bei Katzen wie beim Menschen

Macht ein Knochenbruch eine Operation bei der Katze unumgänglich, unterscheidet sich diese nicht allzu sehr von der eines Menschen. Abhängig von der Schwere und Art der Fraktur werden die Knochen mit Nägeln, Schrauben, Drähten oder Metallplatten stabilisiert. Schmerzmittel sorgen dafür, dass die Katze während der Zeit der Heilung nicht stärker unter den Schmerzen leidet als nötig.

Auf Halter und Samtpfote kommt dann eine anstrengende Zeit zu, die viel Disziplin und Leidensfähigkeit abverlangt: Die Katze sollte sich nämlich möglichst nicht bewegen, damit die Knochenbrüche verheilen können. Unter Umständen müssen Sie Ihren Vierbeiner zu seinem eigenen Schutz vorübergehend sogar in einen Käfig sperren.

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