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Bluthochdruck bei Katzen: Unterschätzte Gefahr

Katzen können ebenso Bluthochdruck bekommen wie Menschen. Die Symptome für den zu hohen Blutdruck, auch Hypertonie genannt, sind leider sehr unspezifisch. Wird das Krankheitsbild deswegen nicht erkannt, können schwere gesundheitliche Schäden die Folge sein.
Bluthochdruck bei Katzen muss der Tierarzt überprüfen, da die Symptome unauffällig sind – Shutterstock / Mr.Nikon
Bluthochdruck bei Katzen muss der Tierarzt überprüfen, da die Symptome unauffällig sind – Shutterstock / Mr.Nikon

Der Blutdruck bezeichnet die Kraft, die das Blut auf die Gefäßwände der Arterien, Venen und Kapillaren ausübt. Bei Bluthochdruck ist der Druck auf die Gefäßwände zu stark, sodass es schlimmstenfalls zu den unterschiedlichsten Organ- und Nervenschäden kommen kann. Auch Katzen können davon betroffen sein.

Wie wird Bluthochdruck bei Katzen gemessen?

Um den Blutdruck genau zu bestimmen und zu prüfen, ob er zu hoch ist, brauchen Sie ein spezielles Messgerät. Früher wurden sogenannte Quecksilbermanometer  zur Blutdruckmessung beim Menschen verwendet, daher ist auch heute noch die Maßeinheit Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) gebräuchlich – sowohl bei Menschen als auch bei Tieren.

Ein oberer Wert von 120 bis 140 mmHg gilt bei Katzen als normal, ab 150 ist der Blutdruck leicht und ab 160 mittelgradig erhöht. Ab einem oberen Wert von 180 ist das Risiko von Organschäden durch den Bluthochdruck stark erhöht.

Mögliche Symptome für Bluthochdruck

Die Symptome für Bluthochdruck sind sehr unauffällig beziehungsweise mehrdeutig. Mögliche Alarmzeichen sind zum Beispiel Blutungen im Auge und Netzhautablösungen, die dazu führen können, dass die Katze blind wird. Verhaltensauffälligkeiten wie übermäßiges Maunzen, Apathie oder Anfälle können ebenfalls bei Bluthochdruck auftreten. Leidet Ihre Katze an Diabetes, Übergewicht, Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) oder chronischer Niereninsuffizienz, sollten Sie den Blutdruck Ihrer Katze unbedingt regelmäßig überprüfen. Denn diese Krankheiten können Bluthochdruck auslösen. Diabetes, Nierenprobleme und die Schilddrüsenüberfunktion können durch zu hohen Blutdruck zudem verschlimmert werden, sodass ein Teufelskreis entsteht.

Gehen Sie deshalb am besten bereits beim leisen Verdacht, Ihre Katze könnte an Bluthochdruck leiden, zum Tierarzt. Wurde tatsächlich ein zu hoher Blutdruck festgestellt, lohnt es sich eventuell, selbst ein Messgerät anzuschaffen, sodass Sie den Gesundheitszustand Ihrer Miez regelmäßig zu Hause überprüfen können. Die Messgeräte sind mit einer Manschette ausgestattet, die Sie Ihrer Katze um den Schwanz oder die Vorderpfote legen. Keine Angst: Das tut Ihrer Fellnase nicht weh.

Warum ein zu hoher Blutdruck gefährlich ist

Ein zu hoher Blutdruck kann bei Katzen nicht nur zur Erblindung führen und bestehende Organ- und Stoffwechselprobleme verschlimmern. Bluthochdruck erhöht außerdem das Risiko für Herzprobleme oder einen Schlaganfall bei Katzen. Lassen Sie den Blutdruck also lieber einmal öfter messen als gar nicht, sodass Sie und Ihr Tierarzt rechtzeitig mit einer den blutdrucksenkenden Behandlung beginnen können.

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