Hundeerziehung

Vorbereitung zum Anti-Giftköder-Training mit dem Hund

Vergiftete Leckerlis sind beim Gassigehen stets eine große Gefahr für Ihren Hund. Ein Anti-Giftköder-Training ist deshalb eigentlich für jeden Hund Pflicht. Im Folgenden finden Sie drei Übungen, mit denen Sie auch junge Hunde bereits auf dieses spezielle Training vorbereiten können.
Damit Ihr Hund sicher durchs Gras schnüffeln kann, ist Anti-Giftköder-Training wichtig – anetapics/Shutterstock
Damit Ihr Hund sicher durchs Gras schnüffeln kann, ist Anti-Giftköder-Training wichtig – anetapics/Shutterstock

Überall lauern für Ihren Hund Gefahren. Vergiftete Leckerli sind besonders tückisch, immerhin ist Ihr Vierbeiner in der Regel darauf konditioniert, dass ein kleiner Snack etwas Positives ist. Umso wichtiger ist es, ihn mithilfe der folgenden drei Übungen vom Welpenalter an auf das Anti-Giftköder-Training vorzubereiten.

Unterstützung für das Anti-Giftköder-Training

Das tägliche Füttern ist eine der besten Gelegenheiten für Übungen zur Vorbereitung auf das spätere Training. Dabei können Sie Ihrem Vierbeiner bereits von Beginn an beibringen, dass er nur auf Ihr Kommando fressen darf. Damit verhindern Sie zunächst, dass Ihr Vierbeiner sich auf eigene Faust aus seinem Napf bedient. Wenn Sie diese Übung ausweiten und Ihrem Hund beibringen, dass er auch Leckerlis und Snacks – egal, wo er sie findet oder bekommt,– nur mit Ihrer Erlaubnis fressen darf, ist das die beste Vorbereitung auf ein späteres Anti-Giftköder-Training. Anderenfalls wird Ihr Hund keine Hemmungen haben, alles Essbare, das er beim Gassigehen findet, zu verputzen. Formulieren Sie deshalb von Anfang an klare Regeln: Gefressen wird nur auf Ihr Kommando!

Der Boden ist tabu!

Darüber hinaus sollten Sie Ihrem Hund beibringen, dass er nichts vom Boden zu fressen hat – egal, wie verlockend die Leckerlis für ihn auch sein mögen. Die Übungen dafür lassen sich ganz leicht in den Alltag integrieren – sowohl zu Hause als auch beim Hundespaziergang. Sollte Ihr treuer Begleiter Anstalten machen, etwas vom Boden aufzunehmen, gehen Sie sofort dazwischen. Geben Sie das Kommando "Pfui!" und stellen Sie zur Sicherheit einen Fuß auf das Objekt seiner Begierde. Lässt Ihr Hund daraufhin davon ab, belohnen Sie ihn mit etwas Köstlichem aus Ihrer Hand. Mit der Zeit wird er verstehen, dass Essen vom Boden tabu ist. Stammt es jedoch aus Ihrer Hand, ist es völlig okay.

Alles hört auf Ihr Kommando

Die letzte der drei Übungen als Vorbereitung auf das Anti-Giftköder-Training ist zugleich auch die schwierigste. Sie müssen Ihrem Hund beibringen, dass er auf Kommando etwas Essbares fallen lässt. Am besten funktioniert das mit einem größeren Knochen, den Ihr Vierbeiner nur zu gerne verputzen würde. Wenn er ihn dann tatsächlich ins Maul nimmt, geben Sie ihm das Kommando "Aus!" und nehmen ihm den Knochen weg. Wiederholen Sie dieses Prozedere immer wieder, bis Ihr Hund das Prinzip verstanden hat.

Mit drei Übungen zum Erfolg

Das langfristige Ziel dieser drei Übungen besteht darin, dass Ihre Fellnase kein Interesse an Giftködern oder anderen essbaren Dingen in der Natur zeigt. Im besten Fall hält er sich von Anfang an von den gefährlichen Leckerlis fern oder aber er wartet auf einen Befehl Ihrerseits. Sollte er doch einmal schneller sein und bereits etwas im Maul haben: Mit dem Befehl "Aus!" sollte er es anschließend umgehend fallen lassen. Hat Ihr Hund wirklich einmal einen Giftköder gefressen, bringen Sie ihn umgehend zu einem Tierarzt!

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