Krankheitssymptome

Zerrung beim Hund: Symptome und Behandlung

Eine Zerrung beim Hund ist nicht ungewöhnlich – genau wie wir Menschen können sich auch die Vierbeiner ihre Muskeln überdehnen und sich dabei verletzen. Zum Beispiel, wenn sie mit Spielkameraden auf der Wiese toben. Insbesondere die Wildfänge unter den Fellnasen tun sich bei ihren Spielereien schon einmal weh. Hier erfahren Sie mehr über die Symptome einer Zerrung beim Hund sowie die Behandlungsmöglichkeiten.
Eine Zerrung beim Hund kann zum Beispiel bei wilden Spielereien zustande kommen – Shutterstock/alexei_tm
Eine Zerrung beim Hund kann zum Beispiel bei wilden Spielereien zustande kommen – Shutterstock/alexei_tm

Im Park hat Ihr Vierbeiner noch herumgetollt, als sei er im Hundeparadies, doch jetzt wirkt er etwas müde? Sicher ist er beim Ausflug ein wenig außer Atem gekommen. Wenn er allerdings humpelt oder eine Schonhaltung einnimmt, sind das Symptome, die auf eine Zerrung hindeuten.

Ursache einer Zerrung beim Hund

Bei einer Zerrung werden Sehnen verletzt, die mit Muskeln und Knochen verbunden sind. Ihr können verschiedene Ursachen zugrunde liegen:

● Spielereien. Eine falsche Bewegung beim Laufen oder Springen kann bereits eine Verletzung des Muskelgewebes verursachen.
● Falsches Dehnen. Wenn Ihr Hund seine Stretch-Bewegungen übertreibt oder sich zu oft dehnt, kann dies auch zu Zerrungen führen.
Übergewicht. Auch zu viele Kilos auf den Rippen sind ein möglicher Grund für die Verletzung.

Üblicherweise treten Zerrungen in den Hüften oder Oberschenkeln auf.

Symptome einer Zerrung beim Hund

Eine Zerrung beim Hund kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Folgende Symptome sind typisch für die Verletzung:

● Humpeln
● Schonung des betroffenen Beins
● Schwellungen an der verletzten Stelle
● Jaulen
● Appetitlosigkeit und andere Verhaltensauffälligkeiten

Diese Anzeichen können ebenso auf eine Verstauchung oder einen Muskelriss hindeuten. Um sicher zu gehen, was Ihrem Vierbeiner fehlt, ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam.

Die Schmerzen halten an? Gehen Sie zum Tierarzt!

Der Veterinär wird die Muskeln und Knochen Ihres Hundes abtasten. Unter Umständen sind weitere Untersuchungen wie Ultraschall oder eine Röntgenuntersuchung notwendig, um eine Diagnose zu stellen. Unterstützen Sie den Arzt dabei, indem Sie ihn genau über die Umstände der Verletzung informieren. Er wird wissen wollen, wann Sie das erste Mal eine Veränderung bemerkten. Beschreiben Sie dem Tierarzt, inwiefern sich das Verhalten Ihres Hundes verändert hat: Schläft er zum Beispiel mehr? Humpelt er? Will er nicht mehr Gassi gehen? Hat er keinen Appetit? Und erklären Sie zudem, wie es zur Verletzung kam.

Behandlung der Zerrung beim Hund

Die Therapie richtet sich nach der Art der Verletzung. In jedem Fall ist für Ihren Vierbeiner nun Ruhe wichtig, damit er sich erholt. Tollkühne Sprünge und Raufereien mit den Spielkameraden sollten für mindestens zwei Wochen komplett unterbunden werden. Eine falsche Bewegung reicht aus, um die Symptome von Neuem zu entfachen oder gar zu verschlimmern. Erst, wenn Ihr Hund für mehrere Tage keine Verhaltensauffälligkeiten mehr zeigt, normal läuft, können Sie ihn wieder sprichwörtlich von der Leine lassen.

Der Tierarzt wird dem Hund unter Umständen Medikamente gegen die Schmerzen verabreichen. Sie können Ihren Vierbeiner zusätzlich bei seiner Genesung unterstützen, indem Sie beispielsweise die betroffene Stelle massieren und seine Muskeln mithilfe von Unterwasserübungen entspannen.

Beugen Sie einer Zerrung beim Hund vor, indem Sie auf ein gesundes Gewicht achten. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist außerdem wichtig, um Ihre Fellnase vor vielen Krankheiten zu schützen. Auch mit regelmäßigen Übungen machen Sie die Muskeln Ihres Hundes fit und weniger anfällig für Verletzungen.

Diese Themen zur Hundegesundheit könnten Sie auch interessieren:

Gründe für starkes Speicheln beim Hund

Symptome einer Hüftdysplasie

Gelenkprobleme beim Hund: So beugen Sie vor

Hat Ihnen der Artikel gefallen?
1
1
0 Kommentare

Weitere Artikel aus Gesundheit