Krankheitssymptome

Warum zittert mein Hund? Ist er krank?

Wenn Ihr Hund zittert, muss er deshalb noch nicht krank sein. Zittern kann viele Ursachen haben und tritt bei einigen Rassen häufiger auf als bei anderen. Durch genaue Beobachtung können Sie erkennen, ob Ihr Liebling sich von allein wieder beruhigt oder ob Sie vielleicht doch zum Tierarzt müssen.
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Es ist nur verständlich, wenn Sie sich Sorgen machen, weil Ihr Hund manchmal plötzlich zittert. Hoffentlich ist er nicht krank? Doch nicht immer besteht Grund zur Sorge. Oft zittert ein Hund aus ganz anderen Gründen, wie etwa aus Anspannung. Durch genaues Hinschauen können Sie recht leicht erkennen, ob alles im grünen Bereich ist oder ob er doch krank ist und Schmerzen hat.

Alter und Gefühle: Harmlose Gründe fürs Zittern beim Hund

Die Gründe, warum ein Hund zittert, ähneln denen bei Menschen. Mit dem Alter zum Beispiel werden Zwei- und Vierbeiner gleichermaßen ein wenig "klapprig". Das ist aber in der Regel nicht schlimm, sondern gehört eben zum Seniorenleben dazu.

Auch starke emotionale Erregung versetzt den Körper in Bewegung. Angst kann ein Grund sein, doch Ihr Hund zittert mitunter auch vor Freude, weil er weiß, dass gleich etwas ganz Tolles passieren wird und er es vor Aufregung kaum erwarten kann.

Hund zittert nach Bewegung und im Schlaf

Auch nach einer intensiven Spieleinheit oder ausgiebigem Herumtollen ist oft ein Zittern zu beobachten, weil die Muskeln manchmal eine Weile brauchen, bis sie sich nach der Anstrengung wieder vollständig entspannen.

Selbst im Ruhezustand bewegt sich Ihr Hund noch unbewusst. Zusammen mit leicht zuckenden Füßen kann das Zittern beim Schlafen zum Beispiel ein Indiz dafür sein, dass der Vierbeiner gerade intensiv träumt.

Manche Hunderassen neigen zum Zittern

Schon allein die Rasse kann manchmal erklären, warum Ihr Hund häufiger zittert: Kleine Hunde frieren nicht nur leichter, sondern stehen oft auch unter größerer Anspannung, weil die Welt aufgrund ihrer Statur für sie bedrohlicher scheint.

Insbesondere Terrier, die ursprünglich für die Jagd gezüchtet wurden, stehen fast dauerhaft unter Strom. Zittern kann eine Form sein, die innere Anspannung zu bewältigen.

Hund zittert für Aufmerksamkeit

Ein Phänomen, das ebenfalls häufig bei kleinen Hunden zu beobachten ist: Zittern als erlerntes Verhalten. Wenn die kleine Fellnase sofort mit Aufmerksamkeit, Streicheleinheiten und vielleicht sogar Trostleckerlis überschüttet wird, sobald Herrchen bemerkt, dass sein Liebling plötzlich zittert, wird es nicht lange dauern, bis der Hund gelernt hat, dass Zittern belohnt wird.

Chronisch krank ist er deshalb noch lange nicht. Das heißt natürlich keineswegs, dass Sie es grundsätzlich nicht ernst nehmen sollten, wenn Ihr Vierbeiner zittert.

Zusammenfassung ungefährlicher Gründe, warum Ihr Hund zittert

● hohes Alter
● Aufregung
● Muskelzittern nach Anstrengung
● Träumen
Frieren
● Anspannung
● erlerntes Verhalten

Gefährliche Ursachen: Krankheiten und Co.

Wenngleich das Zittern nicht bedeuten muss, dass Ihr Liebling krank ist, gibt es dennoch auch gefährliche oder für Ihren Hund belastende Umstände, die dazu führen. Ganz oben auf der Liste steht Stress. Kurzzeitig ist das kein Problem. Bei langfristigem Stress müssen Sie allerdings handeln und die Stressursachen angehen, um die Gesundheit Ihres tierischen Gefährten zu schützen.

Wenn Ihr Hund dauerhafte Schmerzen hat, kann auch das dazu führen, dass er zittert. Außerdem bringt jede Art von Unwohlsein immer noch mehr Stress für das Tier.

Ist ein Hund in einen Unfall verwickelt, steht er danach unter Schock, was häufig mit starkem Zittern einhergeht – ganz wie bei Menschen. Mitunter ist es ein zu niedriger Blutzucker, der das Zittern hervorruft.

Bei außergewöhnlichen Belastungen kann das schon mal passieren, darf aber nicht zur Regel werden, da es schnell lebensgefährlich für den Vierbeiner wird. Außerdem gibt es einige Krankheiten, zu deren Symptomen Zittern zählt. Darunter etwa:

Staupe
● Shaker-Syndrom
● Nierenversagen
● Hirnerkrankungen
Epilepsie
Magendrehung
● Vergiftung

Worauf Sie achten sollten, wenn Ihr Hund zittert

Zunächst muss unterschieden werden zwischen Zittern und Krampfen. Selbst ein Hund, der sehr stark zittert, hat immer noch die volle Kontrolle über seinen Körper, kann Augenkontakt suchen und ist ansprechbar. Hat ein Hund einen Krampfanfall, verliert er die Kontrolle über seinen Körper, reagiert nicht auf Sie und zuckt meist deutlich sichtbar mit den Gliedmaßen.

Krampfanfälle sind niemals gesund und müssen tierärztlich abgeklärt werden. Um einschätzen zu können, ob das Zittern Ihres Kaltschnäuzers bedenklich ist, sollten Sie ihn genau beobachten. Achten Sie darauf, ob außer dem ungewöhnlichen Zittern noch weitere Symptome auftreten, wie etwa:

Durchfall
Erbrechen
● Humpeln
● Jaulen und Fiepsen
● Apathie

Zeigt Ihr Hund solche Anzeichen, sollten Sie möglichst schnell zum Tierarzt. Es geht Ihrem Liebling definitiv nicht gut und er ist vielleicht sogar lebensbedrohlich krank. Einige Erkrankungen, wie Vergiftungen oder Nierenversagen, müssen schnell behandelt werden, um nicht tödlich zu enden.

Zittert Ihr Tier regelmäßig und scheint sonst nicht körperlich krank zu sein, achten Sie ganz bewusst darauf, wann das Zittern auftritt. Mitunter sind zum Beispiel bestimmte Personen oder Situationen der Auslöser für unangenehmes Stresszittern. Sobald Sie das Problem erkannt haben, können Sie es auch lösen.

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