Tierkrankheiten

Magendrehung beim Hund: Ein gefährlicher Notfall

Die Magendrehung gehört zu den häufigsten Notfällen beim Hund. Überwiegend tritt sie bei großen Rassen auf. Wird die gefährliche Drehung des Magens nicht schnell genug behandelt, kann sie sogar tödlich enden.
Eine Magendrehung beim Hund ist ein absoluter Notfall und erfodert sofortige medizinische Hilfe – Bild: Shutterstock / Khakimullin Aleksandr
Eine Magendrehung beim Hund ist ein absoluter Notfall und erfodert sofortige medizinische Hilfe – Bild: Shutterstock / Khakimullin Aleksandr

Vor allem große Hunderassen wie die Deutsche Dogge oder der Deutsche Schäferhundsind besonders gefährdet, eine Magendrehung zu erleiden. Denn der breite Brustkorb dieser Rassen sorgt dafür, dass der Magen viel Bewegungsfreiheit hat und erhöht so das Risiko einer Drehung des Verdauungsorgans.

Was passiert bei einer Magendrehung?

Üblicherweise ist der Magen als Verdauungsorgan ein "Durchgangsort". Er hat einen Mageneingang, der an die Speiseröhre anschließt und einen Magenausgang, der in den Dünndarm mündet. Dreht sich der Magen beim Hund, werden sowohl der Mageneingang als auch der Magenausgang abgeklemmt, sodass der natürliche Verdauungsprozess nicht mehr stattfinden kann. Infolgedessen wird der Inhalt des Magens weder wie üblich in den Darm transportiert, noch kann er in die andere Richtung in Form von Erbrechen wieder ausgeschieden werden. Schon durch kleinste Futtermengen entstehen Gase, die aufgrund der blockierten Transportwege nicht aus dem Magen austreten können und ihn deshalb schnell aufblähen.

Dies hat zur Folge, dass die Blutgefäße in diesem Bereich abgedrückt werden und die Durchblutung dadurch gestört wird. Auch die Nerven können dabei abgeklemmt werden. Außerdem kann der stark vergrößerte Magen auf andere Organe drücken und ihre Funktion stark beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall führt dies zum Tod.

Wie kann es zur Drehung des Magens kommen?

Bei einer Magendrehung dreht sich der Magen des Hundes um die eigene Achse. Dies kann geschehen, wenn der Magen viel Spielraum im Bauch hat. Denn das Verdauungsorgan hat keinen ganz starren Platz in der Bauchhöhle, sondern wird neben den Verbindungen zur Speiseröhre und dem Dünndarm durch flexible Bänder gehalten. Diese lassen dem Magen einen gewissen Bewegungsspielraum – und machen deshalb auch eine Magendrehung möglich.

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