Bevor Sie zum Tierarzt gehen und ihm berichten, dass Ihr Hund an Depressionen leidet, sollten Sie sichergehen, dass es sich überhaupt um eine echte Depression und nicht nur um depressives Verhalten handelt. Jeder Hund ist einmal traurig oder enttäuscht wegen einer bestimmten Situation, was nicht sofort bedeutet, dass er Depressionen hat.
Depression beim Hund: Medikamentöse Behandlung
Liegt wirklich eine Depression bei Ihrem Vierbeiner vor, lässt sich diese auf verschiedene Arten behandeln. Oft wird im ersten Schritt – dann, wenn Ihr Vierbeiner akut depressiv ist – mit einer medikamentösen Behandlung begonnen, die möglicherweise auch in weiteren Therapiephasen fortgeführt wird. Ziel ist die Linderung der Symptome.
Eine Depression wird in der Regel durch einen gestörten Gehirnstoffwechsel ausgelöst. Das bedeutet, dass der Körper des Hundes bestimmte Botenstoffe nicht mehr in ausreichender Menge bildet, was zur Folge haben kann, dass Ihr Vierbeiner einfach nicht mehr fröhlich sein kann. Diesen Mangel behandeln Tierärzte oft mithilfe von Antidepressiva – positive Gefühle können dann wieder entstehen. Die vom Arzt verschriebenen Medikamente erleichtern oft die darauffolgende Therapie.
Dauerhafte Genesung durch Therapie
Neben der medikamentösen Therapie ist oft auch eine Verhaltenstherapie vonseiten eines Tierpsychologen ratsam. Nur mithilfe einer solchen Therapie kann sich Ihr Vierbeiner wieder vollkommen erholen. Während der Behandlung, die in der Regel im gewohnten Umfeld des tierischen Patienten stattfindet, stellt sich der Tierpsychologe speziell auf Ihren Hund ein. Wichtige Eckpfeiler nahezu jeder Therapie sind Zuwendung und Familienrückhalt. Außerdem müssen Sie depressive Hunde beschäftigen und dafür sorgen, dass sie sich viel bewegen und toben. Weiterhin muss das Selbstwertgefühl des Hundes gestärkt werden – das funktioniert am besten mit viel Lob.
Darüber hinaus ist es wichtig, dass Ihr Hund von vielen positiven Eindrücken umgeben ist, Freude, Liebe und Anregung erfährt. Dabei sollten Sie darauf achten, dass der Patient weder überfordert noch verhätschelt wird. Während der Therapie wird außerdem die Ursachenforschung nie aus den Augen gelassen – denn nur, wenn der Auslöser der Depressionen gefunden und möglichst eliminiert wird, kann man sie erfolgreich behandeln.
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