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Bauchspeicheldrüsenentzündung bei Hunden: Behandlung

Wenn sie früh entdeckt wird, ist eine Bauchspeicheldrüsenentzündung bei Hunden oft gut zu behandeln. Sie müssen sich aber darauf gefasst machen, dass Sie die Ernährung Ihres Haustieres dauerhaft umstellen müssen.
Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung muss unbedingt vom Tierarzt behandelt werden – Bild: Shutterstock / Lindsay Helms
Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung muss unbedingt vom Tierarzt behandelt werden – Bild: Shutterstock / Lindsay Helms

Bei der Bauchspeicheldrüsenentzündung, auch Pankreatitis genannt, kommt es zu starken Verdauungs- und Stoffwechselstörungen. Das entzündete Organ hat Probleme damit, weiterhin genügend Enzyme abzusondern, die die Nahrung in ihre kleinsten Bestandteile spalten. Als Folge funktioniert die Verdauung nicht mehr richtig. Die Krankheit äußert sich bei Ihrem Hund zum Beispiel in Form von Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen und Appetitlosigkeit.

Behandlung mit Infusionen

Viele Patienten mit Bauchspeicheldrüsenentzündung sind ausgetrocknet und leiden aufgrund von Durchfall und Erbrechen unter Übersäuerung und Elektrolyt-Ungleichgewichten. Diese Probleme können lebensgefährlich werden und müssen meist mithilfe von Infusionen behandelt werden. Deshalb ist es in der Regel sinnvoll, Patienten mit akuter Bauchspeicheldrüsenenstzündung stationär aufzunehmen. Bei Tieren, die sich ständig übergeben, ist zusätzlich ein Mittel gegen Erbrechen sinnvoll.  In Extremfällen muss der Vierbeiner über eine Sonde ernährt werden.

Behandlung mit Schmerzmitteln

Eine Pankreatitis ist äußerst schmerzhaft, wie viele daran erkrankte Menschen berichten. Dasselbe gilt für die Vierbeiner, die in vielen Fällen deutliche Anzeichen großer Schmerzen zeigen. Doch selbst diejenigen Hunde, die unter einer Bauchspeicheldrüsenentzündung leiden und anscheinend nur geringe Schmerzen haben, profitieren in vielen Fällen von Schmerzmitteln. Bei ihnen stellt sich häufig eine deutliche Besserung des Allgemeinbefindens ein.

Grund genug, dass jeder Hund mit Pankreatitis eine Schmerztherapie erhalten sollte. Die Morphium-ähnliche Substanzen, auch als Opioide bezeichnet, werden entweder gespritzt oder per Pflaster über die Haut verabreicht. Alle anderen Medikamente werden so weitgehend wie möglich abgesetzt, um den Körper Ihres Vierbeiners nicht zusätzlich zu belasten. möglichst reinzuwaschen und nicht unnötig zu belasten.

Schonkost als Teil einer dauerhaften Behandlung

Bei der Behandlung einer Pankreatitis beim Hund spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Bei einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung erhält das Tier in den ersten Tagen oft nur Flüssignahrung, damit die Produktion von Verdauungsenzymen verringert und die Bauchspeicheldrüse geschont wird. Vor allem, wenn dauerhafte Schäden an der Bauchspeicheldrüse entstanden sind, ist in Zukunft Schonkost angesagt.

Sie sollte in kleinen Portionen über den Tag hinweg gefüttert werden und dabei leicht verdaulich und fettarm sein. Geeignet sind beispielsweise erhitztes Muskelfleisch und magere Milchprodukte. Oft müssen auch Vitamine und Folsäure zugesetzt werden. Stimmen Sie dies mit Ihrem Tierarzt ab. Er wird Ihnen auch sagen, ob Ihr Vierbeiner zusätzliche Präparate benötigt, die fehlende Verdauungsenzyme ersetzen, die unter Umständen die Bauchspeicheldrüse nicht mehr herstellen kann.

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