Katzenhaltung

Katzenvater: Verhalten des Katers zu seinen Katzenbabys

Katzenmütter kümmern sich liebevoll um ihre Jungen – aber wie sieht das Verhalten bei einem Katzenvater aus? Hier erfahren Sie, wie Kater zu ihrem Nachwuchs stehen, und was das für die Haltung von Hauskatzen bedeutet.
So liebevoll wie diese Katze geht ein Katzenvater in der Regel nicht mit seinem Nachwuchs um – Shutterstock/ Irina Kozorog
So liebevoll wie diese Katze geht ein Katzenvater in der Regel nicht mit seinem Nachwuchs um – Shutterstock/ Irina Kozorog

Wer sieht, wie eine Katzenmutter ihre Kitten säugt und putzt, mag sich wundern, wie der Katzenvater zu seinen Jungen steht. Eine Vater-Mutter-Kind-Familienstruktur, wie wir sie aus der Menschenwelt kennen, gibt es im Leben unserer pelzigen Haustiere nämlich nicht. In der Regel ist ein Kater sogar ein ziemlicher Rabenvater, der seinen Babys nicht viel Interesse entgegenbringt oder ihnen gegenüber sogar aggressiv wird.

Kater wollen ihre Gene verbreiten

Bei Wildkatzen hat für den Katzenvater vor allem eines Priorität: Die eigenen Gene möglichst weit zu verbreiten. Das bedeutet, dass er so viele Würfe wie möglich zeugen muss. Da eine Katzenweibchen von mehreren Katern geschwängert werden kann, passiert es in der freien Natur, dass ein Wildkatzenvater die Katzenbabys, die er nicht selbst gezeugt hat, kurzerhand tötet. So geht er sicher, dass nur seine eigenen und nicht die Gene rivalisierender Kater weiterverbreitet werden.

Katzenvater bleibt auch im Haus auf Distanz

Ein derartig brutales Verhalten kommt bei unseren Hauskatzen eher selten vor, ist jedoch nicht ausgeschlossen. Auch Hauskater zeigen eher selten liebevolle Vaterinstinkte. Jedoch gibt es auch Ausnahmen von der Regel. Manche Katzenväter spielen mit ihren Jungen und bilden zusammen mit der Katzenmutter regelrechte Familienverbände. Diese Zuneigung hat jedoch eher selten mit Familiengefühlen zu tun, sondern ergibt sich dadurch, dass die Katzen durch die gemeinsame Haltung sozialisiert und aufeinander geprägt werden.

Was Sie bei Ihrer Hauskatze beachten sollten

Wenn Sie einen Kater und eine Katze mit Jungen besitzen, sollten Sie lieber auf Nummer sicher gehen. Sobald die Katze geworfen hat, sollten Sie dem Vater keinen Zugang zu den Katzenbabys gewähren. Am besten hält sich der Katzenvater gar nicht erst im gleichen Raum wie die neugeborenen Kitten auf. Auf keinen Fall sollten Kater und Katzenbabys ohne Beaufsichtigung gemeinsam Zeit verbringen.

Sind die Kitten etwas älter, etwa sechs bis acht Wochen, und hat der Kater einen sehr sanftmütigen und liebevollen Charakter, können Sie langsam beginnen, ihn an den Nachwuchs heranzuführen und schauen, ob er die Kitten akzeptiert. Dabei sollten Sie die Katzenfamilie jedoch konstant überwachen und den Kater sofort wieder von Katzenmutter und Babys trennen, wenn er auch nur das kleinste Zeichen von Aggression an den Tag legt.

Diese Themen zur Katzenhaltung könnten Sie auch interessieren:

Snackball als Katzenspielzeug: Fitness und Vergnügen

Katzenbabys: Das richtige Alter für die Abgabe

Entwicklung eines Katzenbabys: Die ersten vier Wochen

Hat Ihnen der Artikel gefallen?
2
0
0 Kommentare

Weitere Artikel aus Pflege und Haltung