Katzenhaltung

Katzen und ihre wilden fünf Minuten: Was steckt dahinter?

Ist Ihre Katze auch verrückt? Oder zumindest einmal am Tag? Die sogenannten wilden fünf Minuten einer Katze lassen die Annahme zu, dass irgendetwas nicht stimmt. Doch das Gegenteil ist der Fall. Hier erfahren Sie, was es mit den wilden fünf Minuten auf sich hat, die viele Katzen regelmäßig in wie von der Tarantel gestochene Plüschraketen verwandeln.
Wenn es mal wieder verrückt hergeht, müssen Sie sich keine Sorgen machen – Shutterstock / Andrey Tairov
Wenn es mal wieder verrückt hergeht, müssen Sie sich keine Sorgen machen – Shutterstock / Andrey Tairov

Es geschieht meist aus dem Nichts und endet so plötzlich, wie es begonnen hat: Die wilden fünf Minuten bei Katzen können den Halter oder die Halterin regelrecht erschrecken. Die gute Nachricht: es ist normal und Ihre Katze ist mit ziemlicher Sicherheit nicht verrückt.

So können die wilden fünf Minuten bei einer Katze aussehen

Ihre Katze liegt friedlich auf dem Kratzbaum und schaut sie freundlich an. Eine Sekunde später rast Ihnen ein wilder Fellball durch die Beine, fliegt mit angelegten Ohren über das Sofa, schaut Sie von der Fensterbank mit wirrem Gesicht an und maunzt leidenschaftlich. Schon geht es weiter, mit gesträubtem Fell zischt Ihre Katze quer durch den Raum, der Schwanz ist wie eine Flaschenbürste gerade nach oben gerichtet.

Und dann ist es wieder vorbei. So, oder so ähnlich beobachten viele Katzenhalter auf der ganzen Welt täglich die wilden fünf Minuten ihrer Miez. Oftmals startet das Verhalten übrigens nach dem Besuch auf dem Katzenklo.

"Verrücktes" Verhalten ist nicht besorgniserregend

Natürlich ist die Frage legitim, ob die wilden fünf Minuten einer Katze normal sind. Die Antwort lautet: Ja. Es ist in den Augen vieler Experten sogar ein Zeichen dafür, dass es Ihrer Fellnase gut geht und sie sich bei Ihnen wohlfühlt. Die "irre Zeit" dient dazu, angestaute Energien abzubauen, Adrenalin freizusetzen und so wieder ausgeglichener zu werden. Sie können ihr dabei helfen, indem Sie Ihre Katze mit abwechslungsreichen Spielen, einem schönen Kratzbaum und gelegentlichen Streicheleinheiten vor Langeweile bewahren und sie genug auslasten.

Eine Katze, die sich schlecht fühlt, zeigt jedoch in der Regel keine verrückten fünf Minuten, sondern wirkt eher ungewöhnlich zurückhaltend und lustlos. Nur dann, wenn sich eine Samtpfote in den eigenen vier Wänden auskennt und geborgen fühlt, wagt sie den Wahnsinn. Also machen Sie sich keine Sorgen, wenn es mal wieder für ein paar Minuten hektisch wird, sondern freuen Sie sich darüber, dass Ihre Miez sich Ihnen so ausgelassen zeigt. Und außerdem ist das tobende Treiben mitunter sehr witzig anzuschauen.

Im folgenden Video können Sie sich ansehen, wie die wilden fünf Minuten von Simon's Cat aussehen. Simon Tofield, der Erfinder der berühmten YouTube-Cartoon-Katze, erklärt mit der Unterstützung einer Katzenverhaltensexpertin, was es mit den "verrückten" Miezen auf sich hat.

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2 Kommentare
  • person

    21-01-2016 17:01:56

    anitachristmann: jaaaa, mein Kater hat auch diese verückten 5 Minuten, und ich liebe es wenn er durch die Wohnung flitzt und danach ganz gemütlich angeschlichen kommt, so als ob nichts war :)
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  • person

    21-01-2016 10:01:11

    SimoneitChr: Meine macht das auch..Lustig geschrieben..Sind mir gleich die Salzstangen vor Lachen aus dem.....
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