Tierkrankheiten

Warum hat eine Katze Depressionen? Ursachen

Wenn Ihre Katze sich plötzlich zurückzieht, kaum noch frisst oder spielt, kann es sein, dass sie an Depressionen leidet. Kann der Tierarzt körperliche Ursachen für die Verhaltensstörungen ausschließen, müssen Sie sich zusammen mit ihm auf die Suche nach dem Auslöser der Depression machen – nur dann können Sie Ihrer angeschlagenen Samtpfote helfen.
Depressionen bei Katzen können verschiedene Ursachen haben – Bild: Shutterstock / NY IMAGES
Depressionen bei Katzen können verschiedene Ursachen haben – Bild: Shutterstock / NY IMAGES

Die Ursachen von Depressionen können bei Katzen genauso vielfältig sein wie beim Menschen. In vielen Fällen haben die Auslöser aber etwas mit drastischen Veränderungen im Leben der Miez zu tun. Wenn Sie Ihren Stubentiger gut kennen, sollte es Ihnen nicht allzu schwer fallen, den Grund für das depressive Verhalten zu identifizieren.

Mögliche Ursachen: Veränderungen im Umfeld der Katze

Drastische Veränderungen sind bei Katzen überhaupt nicht beliebt. Sie legen viel Wert auf Routine und alltägliche Rituale. Ganz besonders wird der routinierte Alltag einer Samtpfote gestört, wenn Sie mit der Katze umziehen. Für einige Katzen ist der Wechsel des Wohnorts so schlimm, dass Sie in Depressionen verfallen. Dasselbe kann passieren, wenn Frauchen oder Herrchen ihrem sonst so geliebten Haustier die üblichen Schmuse- und Streicheleinheiten plötzlich verweigern. Haben Sie vielleicht einen neuen Job angefangen und sind jetzt viel länger von zu Hause weg als früher? Auch das kann Ihrem Stubentiger aufs Gemüt schlagen, wenn er nicht ans Alleinsein gewöhnt ist.

Depressionen nach traumatischen Erfahrungen

Ähnlich wie beim Menschen können Depressionen bei Katzen auch nach einschneidenden, traumatischen Erlebnissen auftreten. Egal, ob eine Katze versehentlich für längere Zeit eingesperrt war (etwa in einem Keller), sie eine Zeit in einer Tierpension oder gar einem Tierheim verbringen musste, oder ob sie misshandelt wurde – viele Samtpfoten reagieren auf solche externen Einflüsse extrem sensibel, möglicherweise sogar mit depressivem Verhalten. Auch der Verlust einer Bezugsperson oder eines langjährigen Artgenossen kann bei Katzen zu Depressionen führen.

Oft hat eine Depression bei Katzen aber auch körperliche Ursachen, etwa eine schwerwiegende Erkrankung oder Verletzung. Wenn zum Beispiel die Schmerzen nach einem Unfall oder einer Operation für die Samtpfote kaum zu ertragen sind, kann es passieren, dass sie depressiv wird. In der Genesungszeit nach komplizierten operativen Eingriffen ist die Katze hierfür meist besonders anfällig.

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