Tierarzt

Wann muss der Tierarzt die Katze unter Narkose setzen?

Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, einer Katze eine Narkose zu geben – zum Beispiel bei einer Operation oder einer Zahnbehandlung. So können der Samtpfote Schmerzen erspart werden. Denn der Tierarzt kann
Manchmal ist eine Narkose bei Katzen notwendig – Shutterstock / Photographee.eu
Manchmal ist eine Narkose bei Katzen notwendig – Shutterstock / Photographee.eu

nicht sicher arbeiten, wenn die Fellnase sich bewegt.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten für eine Narkose, je nachdem, wie der Gesundheitszustand der Katze ist und welcher Eingriff erfolgt. Ihr Tierarzt wird Sie in einem Vorgespräch über die verschiedenen Methoden aufklären, Ihnen Vor- und Nachteile nennen. Zögern Sie nicht zu fragen, falls Sie etwas nicht verstanden haben oder sich anderweitig Sorgen machen.

Wozu dient die Narkose bei der Katze?

Eine Narkose ist bei Ihrer Katze immer dann nötig, wenn sie für eine Behandlung ruhig liegen bleiben muss. Das ist bei Operationen der Fall, zum Beispiel bei der Kastration. Aber auch bei Zahnbehandlungen gegen Zahnstein oder im Falle von kaputten Zähnen lässt sich eine Narkose in der Regel nicht vermeiden. Manchmal kann es auch notwendig sein, die Katze kurzzeitig zu narkotisieren, damit sie sich bei einer Röntgen-Untersuchung nicht bewegt. Ansonsten würden die Aufnahmen verwackeln und damit unbrauchbar. Die Narkose hat außerdem den Vorteil, dass Ihre Katze während der Operation oder einer anderen Behandlung keine Schmerzen verspürt.

Verschiedene Narkose-Arten beim Tierarzt

Es werden üblicherweise vier Narkose-Arten unterschieden: die Injektionsnarkose, die Inhalationsnarkose, die TIVA (totalintravenöse Anästhesie) und die Kurznarkose, auch Sedierung genannt. Die Injektionsnarkose ist die klassische und zugleich die billigste Methode. Das Narkosemittel wird direkt in die Vene oder die Muskeln gespritzt und nach 5 bis 15 Minuten schläft Ihre Katze ein. Etwa 30 bis 60 Minuten hält die Narkose an, danach erwacht die Miez langsam wieder. Da das Narkosemittel jedoch erst von der Leber abgebaut und über die Nieren ausgeschieden werden muss, kann es noch mehrere Stunden dauern, bis die Fellnase wirklich wieder fit ist.

Die Inhalationsnarkose ist schonender, wird aber nicht von jedem Tierarzt angeboten. Die Katze wird kurz betäubt, woraufhin ein Gummischlauch in ihre Luftröhre eingeführt wird. Über eine Maske wird dem Tier Narkosegas verabreicht. Bei dieser Methode kann der Schlaf während der Narkose gesteuert werden, falls die Dosis sich als zu hoch oder zu niedrig herausstellt. Überdies kann die Narkose im Notfall abgebrochen werden. Die Katze wacht hinterher recht schnell wieder auf, da sie das Narkosemittel lediglich auszuatmen braucht.

Bei der TIVA wird über einen Venenkatheter ein sanftes Narkosemittel verabreicht. Auch diese Narkoseform lässt sich schnell abbrechen und ist schonender für die Miez als die Injektionsnarkose. Die Kurznarkose wirkt sehr schnell. Der Tierarzt kann ein Gegenmittel geben und sie so schnell beenden. Dies kann sinnvoll sein, wenn die Katze nur für ein paar Minuten für Röntgenaufnahmen oder zur Blutabnahme sediert werden muss.

Wichtige Vorsorge

Vor der Narkose sollte der Tierarzt Ihre Katze gründlich untersuchen. So kann er die richtige Methode auswählen, die Dosierung des Narkosemittels berechnen und auf eventuelle gesundheitliche Probleme Ihrer Katze Rücksicht nehmen. Für Katzen mit Nierenproblemen oder ältere Tiere kann eine Injektionsnarkose beispielsweise schwierig werden. Ihr Liebling sollte zudem am besten zwölf Stunden vor der Behandlung nichts mehr essen, damit er sich während der Narkose nicht erbricht. Darauf wird Sie Ihr Tierarzt aber vor der Behandlung hinweisen.

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