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Schmerzmittel für Katzen: Schmerzen behandeln, aber wie?

Katzen sind Meister darin, sich Schmerzen nicht anmerken zu lassen. Oft müssen Haustierbesitzer sehr genau beobachten, um überhaupt festzustellen, dass ihrer Samtpfote etwas fehlt. Dabei ist es für den richtigen Einsatz von Schmerzmitteln für Katzen besonders wichtig, zu wissen, wo sie Schmerzen haben, wodurch sie verursacht werden und wie stark sie sind.
Die Tierärztin hilft dem unter Schmerzen leidenden Kätzchen
Die Tierärztin hilft dem unter Schmerzen leidenden Kätzchen – Foto: Shutterstock/Denys Kurbatov

Um ein passendes Schmerzmittel für Katzen auswählen zu können, muss zunächst geklärt werden, wie intensiv die Schmerzen ausfallen und ob diese akut oder chronisch sind. Deshalb sollte zunächst die Schmerzursache von einem Tierarzt ermittelt werden. Wichtig: Katzen dürfen keinesfalls Medikamente aus der Humanmedizin verabreicht werden. Ist eure Katze übergewichtig und leidet deshalb an Muskel- oder Gelenkschmerzen, gilt es zunächst, langsam die überflüssigen Kilos loszuwerden.

Eignen sich Hausmittel für Katzen als Schmerzmittelersatz?

Hausmittel kommen leider nur sehr eingeschränkt als natürliches Schmerzmittel für Katzen infrage. Der Grund: Sie wirken in der Regel nicht wirklich schmerzlindernd. Die gute Nachricht: Hausmittel können durchaus als unterstützende Behandlung angewandt werden.

Leidet eine Katze zum Beispiel an Verstopfung und damit einhergehenden Schmerzen, kann ein wenig Kürbispüree im Futter helfen. Salbeitee mit Trinkwasser verdünnt kann eure Katze bei einer Erkältung unterstützen. Sind hartnäckige oder starke Schmerzen im Spiel oder seid ihr unsicher, empfiehlt sich der Gang zum Tierarzt und dann gegebenenfalls zur Apotheke.

Schmerzmittel für Katzen aus der Apotheke

In der Apotheke gibt es verschiedene Schmerzmittel für Katzen rezeptfrei zu kaufen. Allerdings sind diese dann eher schwach und helfen bei starken Schmerzen womöglich nicht aus. Es gibt unterschiedliche Darreichungsformen für Katzen wie Tabletten, Tropfen, Säfte, Ampullen und Ergänzungsfuttermittel als Pulver.

Ebenfalls in der Apotheke zu bekommen sind homöopathische Schmerzmittel für Katzen in Form von Tropfen oder Globuli. Diese können direkt in die Schnute der Samtpfote gegeben oder unter das Trinkwasser oder Futter gemischt werden. Erkundigt euch jedoch zuvor beim Tierarzt oder beim Tierheilpraktiker nach der richtigen Dosis und geeigneten Mitteln für eure Katze. Vorsicht vor allem, was in der Apotheke für Menschen frei verkäuflich ist, denn es eignet sich nicht für die Behandlung von Haustieren. Achtung! Besonders Aspirin, Paracetamol und Co. sind für Katzen giftig.

Vom Tierarzt verschriebene Schmerzmittel

Etwas stärker sind verschreibungspflichtige Mittel vom Tierarzt. Sie werden häufig bei Schmerzen im Bewegungsapparat eingesetzt und wirken ausgesprochen gut. Fragt euren Tierarzt nach sogenannten "mittelstarken Schmerzmitteln". Diese Schmerzmittel könnt ihr eurer Katze zu Hause selber geben. Wie das am besten geht, seht ihr im Video:

Neben den Präparaten, die der Tierarzt für zu Hause verschreiben kann, gibt es beim Veterinär noch stärkere Schmerzmittel. Diese dürfen aber zur Sicherheit nur ambulant verabreicht werden und erfordern dementsprechend einen Tierarztbesuch. So kann dieser überwachen, ob die Katze das Mittel verträgt und es im Notfall rechtzeitig absetzen. Eine häusliche Verabreichung durch die Katzenhalter ist nur unter besonderen Umständen, nach Rücksprache und bei allergrößter Vorsicht möglich.

Stationär verabreichte Schmerzmittel

Leidet eure Samtpfote unter extrem starken Schmerzen, ist gegebenenfalls ein Aufenthalt in einer Tierklinik nötig. Auch in der Tiermedizin gibt es Schmerzmittel, die so stark sind, dass sie unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Diese dürfen den tierischen Patienten nur stationär von medizinischem Fachpersonal verabreicht werden. Die Tierärzte in der Klinik eures Vertrauens werden euch ausführlich über Verabreichungsformen und Risiken aufklären.

Alternative Therapieformen zur schonenden Schmerzlinderung bei Katzen

Bei andauernden Beschwerden kommen langfristig auch alternative Therapieformen infrage. Tolle Erfolge können beispielsweise mit Schmerzpflastern, Akupunktur, Akupressur oder Massagen erzielt werden. Auch Stützverbände, Schienen oder Kühl- bzw. Wärmeumschläge können helfen. Es gibt Tierphysiotherapeuten und auch physiotherapeutische Übungen, die ihr nach Anleitung selbst mit eurer Katze machen können. Physikalische Therapien – wie Laser-, Strahlen-, Stoßwellen- oder Magnetfeldtherapien – kommen ebenfalls oft ergänzend zum Einsatz. Auch hierzu berät euch der Tierarzt.

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