Krankheitssymptome

Rolling Skin Syndrom bei Katzen: Symptome

Oft hört man vom Rolling Skin Syndrom bei Katzen, aber was ist das eigentlich und was für Symptome begleiten die Krankheit? In diesem Ratgeber möchten wir es Ihnen erklären.
Das Rolling Skin Syndrom tritt häufig bei Siamkatzen und anderen sensiblen Rassen auf — Bild: Shutterstock / Brenda Carson
Das Rolling Skin Syndrom tritt häufig bei Siamkatzen und anderen sensiblen Rassen auf — Bild: Shutterstock / Brenda Carson

Das Rolling Skin Syndrom gehört zu den mysteriösesten Katzenkrankheiten der Welt. Betroffene Katzen wirken oft von einer Sekunde zur anderen wie ausgewechselt und zeigen verschiedenste Verhaltensveränderungen.

Symptome des Rolling Skin Syndroms

Zuckendes Fell, rollende Haut und wildes durch die Wohnung rasen sind nur einige Merkmale, die mit dem Rolling Skin Syndrom einhergehen können. Erkrankte Katzen wirken plötzlich abwesend, putzen und kratzen sich wie verrückt, vor allem am Rücken, versuchen, sich in den Schwanz zu beißen und miauen laut und kreischend. Manchmal wirken sie so, als hätten sie Halluzinationen und jagen Beute, die nicht da ist. Die Pupillen sind dabei meist geweitet.

Das Rolling Skin Syndrom ist keine harmlose Erkrankung, da das Kratzen, Beißen und exzessive Putzen zu Wunden, kahlen Stellen im Fell und Entzündungen führen kann. Zudem stehen die Tiere unter starkem Stress.

Aber Vorsicht: Nicht immer deutet ein solcher Anfall auf die seltene Krankheit hin. Flöhe, eine Futterallergie oder manchmal auch einfach nur Übermut können ähnliche Symptome hervorrufen. Beobachten Sie Ihre Katze genau. Kommen diese "Anfälle" häufiger vor und Sie sind beunruhigt, suchen Sie mit ihr einen Tierarzt auf und lassen Sie sie gründlich durchchecken. Das ist auch dann sinnvoll, wenn kein Rolling Skin Syndrom dahinter steckt – das ungewöhnliche Verhalten könnte auch auf andere ernste Erkrankungen hindeuten: Schilddrüsenüberfunktion, Schmerzen, Verletzungen, Vergiftungen, neurologische Krankheiten, Tumore oder Mangelerscheinungen.

Die Katzenkrankheit tritt vor Allem bei jungen Tieren auf

Das Rolling Skin Syndrom ist eine Nervenkrankheit, die dafür sorgt, dass jede Berührung für Ihre Katze vorübergehend schmerzhaft wird. In der Fachsprache wird es auch "Felines Hyperästhesie-Syndrom" (FHS) genannt – das bedeutet in etwa: Extreme Berührungsempfindlichkeit und Sensibilität der Haut. Verschiedene Faktoren helfen Ihnen dabei, einzuordnen, ob Ihre Katze tatsächlich von der Krankheit betroffen sein könnte. Tiere, die einen Anfall haben, wirken teilnahmslos und sind kaum ansprechbar. Das ist bei einem Parasitenbefall oder Ähnlichem normalerweise nicht zu beobachten.

Wissenschaftler vermuten, dass die Krankheit durch Stress verursacht wird. Sie tritt vor allen Dingen bei empfindsamen Katzenrassen auf, zum Beispiel bei der Siamkatze. Kranke Katzen sind normalerweise außerdem noch recht jung, wenn der erste Anfall auftritt, also zwischen ein und vier Jahre alt. Eine weitere Theorie ist, dass kleine Verletzungen in der Wirbelsäulenmuskulatur ein Rolling Skin Syndrom begünstigen. Möglich ist darüber hinaus, dass FHS eine spezielle Form von Epilepsie ist. Es kann sein, dass bei dem Krampfleiden die Aktivität in den Bereichen des Katzengehirns gestört ist, die normalerweise die Emotionen, das Jagd- und das Putzverhalten der Tiere regulieren. Denkbar ist zudem, dass das Rolling Skin Syndrom mit Zwangsstörungen zusammenhängt.

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