Tierkrankheiten

Grüner Star bei Katzen: Ursachen und Therapie

Grüner Star, der auch als Glaukom bezeichnet wird, ist eine sehr schmerzhafte Augenerkrankung. Nicht selten können Katzen dadurch ihr Augenlicht verlieren. Doch welche Ursachen stecken hinter dem Glaukom und wie lässt es sich behandeln? Antworten finden Sie hier.
Nicht jede Katze hat so gesunde Augen, manche leiden an Grünem Star – Shutterstock / Hedzun Vasyl
Nicht jede Katze hat so gesunde Augen, manche leiden an Grünem Star – Shutterstock / Hedzun Vasyl

Grüner Star kann sehr spontan auftreten oder sich langsam entwickeln. Da die damit verbundene Erhöhung des Augeninnendrucks mit großen Schmerzen für die Fellpfote verbunden ist, sollten Sie schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen – denn ein Glaukom ist ein Notfall. Trübt sich das Auge und wird die Katze apathisch, heißt es also: ab in die Praxis.

Grüner Star bei Katzen: Ursachen

Grundsätzlich werden zwei Arten von Grünem Star unterschieden: das Primär- und das Sekundärglaukom. Bei Letzterem sind die Ursachen meist vorangegangene Ersterkrankungen am Auge – wie etwa eine Verschiebung der Linse oder eine Infektion im Innenauge. Diese kann parallel verlaufen oder aber auch Jahre zurückliegen und dennoch die Erhöhung des Augeninnendrucks verursachen.

Bei einem Primärglaukom kann hingegen keine solche Krankheitsgeschichte aufgezeigt werden. Betroffene Katzen haben oftmals angeborene Fehlbildungen im Auge, die den steigenden Druck im Auge erklären. Eine der möglichen Ursachen ist beispielsweise, dass der Abfluss- oder Kammerwinkel des Auges fehlerhaft ausgebildet oder verengt ist. Dadurch kann die Augenflüssigkeit nicht mehr natürlich zirkulieren – und der Augeninnendruck steigt kontinuierlich.

Behandlung des Glaukoms

Grüner Star sollte schnellstmöglich behandelt werden, wenn das Augenlicht der Katze gerettet und erhalten werden soll. Wird die Erkrankung früh diagnostiziert, setzt der Tierarzt im Regelfall Augentropfen ein, die die Pupille verengen und so das Abfließen der Kammerflüssigkeit erleichtern. Dazu kommen Medikamente, die die Schmerzen lindern. Beides muss jedoch ein Leben lang verabreicht werden, damit das Glaukom nicht voranschreitet.

Da diese Medikation von manchen Katzen, bei denen Grüner Star diagnostiziert wurde, nicht gut vertragen wird, setzen Tierärzte sie oftmals nur zur Vorbereitung für eine Operation ein. Mit Lasertechnik oder durch Vereisung wird der sogenannte Ziliarkörper zerstört und damit die Produktion von Kammerwasser gehemmt, die zu einer Erhöhung des Drucks im Katzenauge führt. Diese OP verspricht bei Hunden in der Regel allerdings mehr Erfolg als bei Katzen. Ist die Katze bereits erblindet, hilft auch eine Operation nicht, das Augenlicht wiederherzustellen. Hier muss, der Katze zuliebe, das Auge entfernt und zugenäht werden. Was fürchterlich klingt, ist für die Katze eine Erlösung – denn so muss sie die schweren Schmerzen, die Grüner Star verursacht, nicht mehr ertragen.

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