Krankheitssymptome

Coronavirus bei Katzen: Symptome und Übertragung

Das Coronavirus bei Katzen kann die sogenannte Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) auslösen. Eine Infektion kann sich aber auch nur durch vorübergehenden Durchfall äußern oder gar keine Symptome zeigen. Mehr zum Felinen Coronavirus und seiner Übertragung erfahren Sie hier.
Der Coronavirus bei Katzen löst oft nur milde Symptome aus und führt nur selten zu FIP – Shutterstock / JJ_SNIPER
Der Coronavirus bei Katzen löst oft nur milde Symptome aus und führt nur selten zu FIP – Shutterstock / JJ_SNIPER

Betrachtet man das Coronavirus unter einem Mikroskop, sieht es so aus, als würde es eine Krone tragen. Auf Lateinisch heißt Krone "Corona" – so kam das Virus zu seinem Namen. Formen des Krankheitserregers können auch andere Tiere wie Hunde oder Schweine befallen. Das Feline Coronavirus (FCoV) infiziert in der Regel nur Katzen. Manchmal verläuft eine Infektion ohne Symptome, aber betroffene Tiere scheiden dennoch den Erreger aus und können andere anstecken.

FECV und FIP: Krankheiten des Coronavirus bei Katzen

Kommt es zum Ausbruch der Krankheit, gibt es eine milde und eine schwere Form. Die milde Form nennt sich "Feliner enteraler Coronavirus" (FECV), die schwere Form "Feline Infektiöse Peritonitis" (FIP), zu Deutsch "ansteckende Bauchfellentzündung". Es handelt sich dabei um dieselben Coronaviren, aber im Fall von FIP mutieren die Erreger zu einer aggressiven Form, die leider für gewöhnlich tödlich endet. Zum Glück passiert das aber nicht so oft: Nur zehn Prozent der Katzen, die sich mit dem Coronavirus anstecken, bekommen FIP. Das heißt, bei 90 Prozent der infizierten Tiere kommt es entweder zu keinerlei oder vorübergehenden, milden Beschwerden.

Coronavirus bei Katzen: Symptome einer Infektion

FECV äußert sich durch Symptome wie Durchfall, Fieber, Appetitlosigkeit und Schnupfen. Die Anzeichen einer Infektion mit dem Coronavirus fallen umso stärker aus, je schwächer das Immunsystem der betroffenen Katze ist. Auch, wenn diese Form vergleichsweise harmlos ist, kann sie für Katzen mit geschwächten Abwehrkräften gefährlich werden – passen Sie also gut auf junge Kätzchen, Senioren, trächtige Tiere und chronisch kranke Katzen auf.

Bei FIP fallen die genannten Symptome noch heftiger aus, außerdem wirken betroffene Katzen apathisch, verlieren an Gewicht und ihre Schleimhäute wirken gelblich oder blass. Das Bauchfell entzündet sich und der Bauchraum füllt sich mit Flüssigkeit, sodass er aufgebläht wirkt.

Wie können sich Katzen mit dem Felinen Coronavirus anstecken?

Katzen, die das Feline Coronavirus in sich tragen, scheiden den Erreger mit dem Kot aus – auch wenn sie keine Symptome einer Erkrankung zeigen. Über Nase und Mund können sich andere Katzen dann anstecken, zum Beispiel, wenn die Tiere an infiziertem Kot schnuppern oder durch ein gemeinsam genutztes Katzenklo damit in Kontakt kommen. Kätzchen können sich außerdem durch den engen Kontakt bei ihrer Mutter anstecken, wenn diese das Virus in sich trägt. Die Gefahr einer Übertragung steigt, wenn viele Katzen auf engem Raum miteinander leben und die hygienischen Bedingungen schlecht sind.

Ansteckung mit dem Coronavirus vorbeugen: So schützen Sie Ihre Katze

Das Risiko einer Ansteckung lässt sich senken, wenn Sie in einem Mehrkatzenhaushalt ausreichend Katzenklos für die Tiere aufstellen. Die Katzentoiletten sollten Sie zudem immer rasch von Kot befreien und regelmäßig gründlich reinigen. Außerdem können Sie die Gefahr eindämmen, dass es nach einer Infektion zum Ausbruch von FECV oder FIP kommt, indem Sie mit gesunder Ernährung, artgerechter Haltung und Pflege für ein starkes Immunsystem bei Ihrer Katze sorgen. Es kann leider trotzdem passieren, dass Ihr Haustier eine chronische Krankheit bekommt oder dass es trotz allem zum Ausbruch kommt, aber die Wahrscheinlichkeit ist geringer. Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie in unserem Ratgeber "Impfung und Vorbeugung der Katze gegen FIP".

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