Tierkrankheiten

Aujeszkysche Krankheit bei Katzen: Was ist das?

Die Aujeszkysche Krankheit ist für Katzen lebensgefährlich, doch zum Glück ist sie in Deutschland sehr selten. Übertragen wird das Virus vor allem über rohes Schweinefleisch. Wie die Ansteckung mit der auch Pseudowut genannten Krankheit verläuft und wie Sie Ihre Katze davor schützen können, erfahren Sie hier.
Katzen können durch rohes Schweinefleisch die gefährliche Aujeszkysche Krankheit bekommen – Shutterstock / Master L
Katzen können durch rohes Schweinefleisch die gefährliche Aujeszkysche Krankheit bekommen – Shutterstock / Master L

Benannt wurde die Aujeszkysche Krankheit nach dem ungarischen Professor für Veterinärpathologie Aladár Aujeszky, der die für Katzen tödliche Infektion als Erster beschrieben hat. Das Aujeszky-Virus gehört zu den Herpesviren. Als Hauptwirte gelten Schweine und Ratten, doch das Virus kann auch Katzen, Hunde und andere Tiere befallen.

Wie entsteht die Aujeszkysche Krankheit bei Katzen?

Katzen können die Aujeszkysche Krankheit vor allem durch den Verzehr von rohem Schweinefleisch bekommen. Schweine sind gegen das Aujeszky-Virus besser gewappnet, sodass sie die Krankheit überleben können. Das Fleisch infizierter Tiere kann jedoch in den Handel kommen. Auch, wenn das Virus in Deutschland nicht mehr existieren soll, kann das Schweinefleisch aus dem Ausland die Aujeszkysche Krankheit verbreiten. Dies gilt allerdings nur, wenn es roh verzehrt wird, denn ab 60 Grad Celsius wird das Virus abgetötet. Frisst eine Katze rohes Schweinefleisch, kann nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden, dass sie sich mit dem Aujeszky-Virus ansteckt.

Seltener, aber ebenfalls möglich, ist eine Infektion durch den Biss kranker Tiere, zum Beispiel durch infizierte Ratten. Theoretisch ist auch eine Ansteckung über lebende Schweine denkbar, wenn Katzen beispielsweise mit erkrankten Tieren auf einem Bauernhof Kontakt haben. Des Weiteren ist eine indirekte Übertragung nicht auszuschließen, beispielsweise durch verunreinigte Transportfahrzeuge oder Geräte. Nach zwei bis sieben Tagen machen sich die Symptome der Krankheit bemerkbar, die denen der Tollwut ähneln und das zentrale Nervensystem betreffen. Daher wird die Aujeszkysche Krankheit auch als Pseudowut bezeichnet.

Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr in Deutschland?

Deutschland gilt offiziell als frei vom Aujeszky-Virus, und das schon seit 2003. Die Gefahr, an der Pseudowut zu erkranken, ist also in Deutschland recht gering. Allerdings macht das Virus an der Grenze nicht Halt und so kann die Aujeszkysche Krankheit über das Fleisch infizierter Tiere aus dem Ausland nach Deutschland gebracht werden. Leider kommt es vor, dass bei der Deklarierung von Fleisch mit unlauteren Methoden gearbeitet wird, sodass Verbraucher nie hundertprozentig sicher sein können, welches das wahre Ursprungsland ist.

Für Menschen stellt die Aujeszkysche Krankheit keine Gefahr dar, doch für Katzen und Hunde endet eine Ansteckung stets tödlich. Zur Sicherheit sollte Schweinefleisch an Haustiere daher immer nur durchgegart gefüttert werden. Sollten Sie Urlaub auf einem Bauernhof im Ausland machen oder in einer Gegend, in der mit Ratten gerechnet werden muss, sollten Sie Ihre Katze nicht nach draußen lassen. Sicher ist sicher.

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