Tierkrankheiten

Aujeszkysche Krankheit bei Katzen: Ursachen und Symptome

Die Aujeszkysche Krankheit bei Katzen ist auch unter dem Namen Pseudowut bekannt. Es handelt sich um eine Virusinfektion, die durch einen Erreger übertragen wird, der zu den Herpesviren zählt. Auslöser für die seltene Krankheit ist in der Regel, wenn eine Katze rohes oder nicht ausreichend erhitztes Schweinefleisch frisst.
Zum Glück ist das Schweinefleisch beim Kochschinken durchgegart, sonst bestünde die Gefahr der Aujeszkyschen Krankheit – Shutterstock / Irina Kozorog
Zum Glück ist das Schweinefleisch beim Kochschinken durchgegart, sonst bestünde die Gefahr der Aujeszkyschen Krankheit – Shutterstock / Irina Kozorog

Die sogenannte Aujeszkysche Krankheit zählt zu den Katzenkrankheiten, die so gut wie immer tödlich verlaufen. In der Regel stirbt eine Katze, die sich die Viruserkrankung zuzieht, 12 bis 48 Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome. Glücklicherweise ist die tödliche Infektion jedoch relativ selten. Sie können Ihre Katze davor schützen, indem Sie dafür sorgen, dass Ihr Stubentiger kein rohes Schweinefleisch zu fressen bekommt oder frei auf einem Bauernhof umherläuft.

Aujeszkysche Krankheit: Ursachen

Zum ersten Mal wurde die Virusinfektion 1902 von dem ungarischen Veterinärpathologen Professor Aladár Aujeszky beschrieben – nach ihm wurde die Aujeszkysche Krankheit auch benannt. Die Krankheit wurde zuerst bei Schweinen und Wildschweinen festgestellt, die wie Ratten als Hauptüberträger des Virus gelten. Ratten übertragen das Virus vor allem durch Bisswunden. Neben Katzen sind auch Hunde, Ziegen und Rinder anfällig für die Aujeszkysche Krankheit.

Die Viren werden zwischen Schweinen durch Tröpfcheninfektion übertragen, auf Ratten oder Katzen springt das Virus entweder durch Bissverletzungen über oder durch den Verzehr von Schweinefleisch. Die Viren gelangen über die Nahrung erst in den Magen-Darm-Trakt der Katze und wandern von dort ins Gehirn. Hier verursachen sie Entzündungen, die nach und nach das Nervengewebe zerstören und schließlich zum Tod der Katze führen.

Symptome der "Pseudowut"

Da die Aujeszkysche Krankheit das Gehirn befällt, äußert sie sich vor allem durch neurologische Symptome. Die Katze wirkt anfangs unruhig und rastlos, miaut viel, macht auffällige Schluckbewegungen und verliert viel Speichel. Oft tritt auch starker Juckreiz im Kopfbereich auf, der dazu führen kann, dass die Katze sich selbst verletzt und krampfartige Symptome aufweist – hiervon leitet sich die Bezeichnung "Pseudowut" für die Aujeszkysche Krankheit ab, da die Anzeichen denen der Tollwut ähneln.

In der Spätphase der Krankheit kommt es zu Bewegungsstörungen, Lähmungen und Koordinationsverlust, die Katze kippt beim Laufen immer wieder zur Seite um. Etwa 12 bis 48 Stunden nachdem sie die ersten Symptome gezeigt hat, stirbt die betroffene Katze. Obwohl die Aujeszkysche Krankheit nicht heilbar ist, sollten Sie eine erkrankte Katze sofort zum Tierarzt bringen, da die Infektion meldepflichtig ist.

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