Hundehaltung

Großstadthund halten: 6 Tipps für den Alltag in der Stadt

Wenn Sie einen Großstadthund halten, wissen Sie, dass der Alltag zwischen Autos, Fußgängern, Radfahrern und Co. nicht immer einfach ist. Das sichere Überqueren von Straßen sowie zahlreiche Reize, die in der Stadt auf Ihren Hund einwirken, stellen eine große Herausforderung für Vierbeiner und Zweibeiner dar. Hier finden Sie sechs Tipps für Hundehalter in der Stadt.
Stadt und Hund – nicht immer einfach, aber mit ein bisschen Übung gut machbar – Shutterstock / OlgaOvcharenko
Stadt und Hund – nicht immer einfach, aber mit ein bisschen Übung gut machbar – Shutterstock / OlgaOvcharenko

Ampeln, laute Geräusche, viele Füße und dann auch noch fremde Hunde – die Zahl von Vierbeinern in deutschen Städten nimmt zu. Grünflächen und Parks sind vielerorts quasi überlaufen von Hunden. Was Sie als Hundehalter tun können, um Ihren Großstadthund das urbane Leben angenehmer zu gestalten, lesen Sie im Folgenden.

1. Regeln und Verordnungen kennen

Die Voraussetzung dafür, dass Sie einen Großstadthund sicher halten können, ist das Wissen über die Regeln und Verordnungen, die für Ihren Wohnort gelten. In Deutschland stellen freie Städte, Kommunen und Gemeinden eigene Regeln zum Halten von Hunden auf, die Sie unbedingt kennen sollten, um Bußgelder zu vermeiden. So herrscht beispielsweise in der einen Stadt Leinenpflicht und in der anderen nicht. Im Zweifel informieren Sie sich bei den Ordnungsämtern über die städtischen Gesetze.

2. Straßenregeln konsequent durchziehen

Wenn Sie möchten, dass Ihr Großstadthund sich brav an die Regeln zum Überqueren einer Straße hält, müssen Sie ihm Konsequenz vorleben. So sollten Sie zum Beispiel auch dann, wenn kein Auto zu sehen ist, am Gehsteig stehen bleiben, rechts und links schauen und dann das Go-Zeichen geben, wie Sie es in der Hundeschule oder vom Hundetrainer gelernt haben. Das Stehenbleiben, bis Ihr Signal zum Gehen kommt, muss ein lebenswichtiges Ritual für Ihren Hund sein – unabhängig vom Straßenverkehr.

3. Überfüllte Wege meiden

Natürlich lässt sich Fußgängerverkehr in einer Stadt nicht immer vermeiden. Ihr Hund freut sich jedoch über jede Parallelstraße, die nicht so stark begangen und befahren ist, wie die Hauptfußgängerzone. Jogger, Skater, spielende Kinder und eilende Shopper können für einen Kaltschnäuzer großen Stress bedeuten – wenn Sie es vermeiden können, vermeiden sie den Slalom durch die Beine Fremder.

4. Muss der Hund wirklich mit?

Jeder Hund braucht artgerechten, ausreichenden Auslauf – so auch Großstadthunde. Allerdings sollten Sie die Art des Spaziergangs in der Stadt gut wählen. Hunde dürfen in viele Gebäude wie etwa Supermärkte nicht hinein und müssen dann draußen warten. Zwar können Sie Ihren Hund vor dem Geschäft anleinen, doch ist dies für die meisten Hunde purer Stress. Daher sollte ein Großstadthund von klein auf lernen, auch einmal alleine zuhause bleiben zu können, wenn Sie einkaufen oder zum Frisör müssen. Mehr zum Thema Anleinen während des Einkaufens finden Sie im Ratgeber: "Hund vor dem Supermarkt anleinen? Besser nicht."

5. Großstadthunde brauchen ein Stück Natur

Mindestens einmal täglich sollte Ihr Hund die Vorzüge der Natur genießen können, toben, spielen und natürliche Gerüche erschnuppern. Informieren Sie sich über Parks, Wälder, Freilaufflächen und Co. in Ihrer Nähe – Ihr Hund braucht den Ausgleich von den Straßen der Stadt. Womöglich gibt es auch eine schöne Hundewiese, die Sie mit Ihrem Sofawolf besuchen können. Fragen Sie im Zweifel andere Hundehalter nach guten Naturspielplätzen.

6. Begegnungstraining mit dem Hund

In der Großstadt kann es oft passieren, dass Sie anderen Hunden auf engen Straßen begegnen. Um Gebell und Hundestreit zu vermeiden, sollte Ihr Hund im Umgang mit anderen Hunden geschult sein. Begegnungstraining etwa ist eine sinnvolle Art, Ihren Hund auf fremde Artgenossen vorzubereiten.

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