Hundehaltung

Dummytraining mit Hund: Was ist das eigentlich?

Das Prinzip von Dummytraining ist ganz einfach: Der Mensch wirft einen Gegenstand, den Dummy, und sein Hund muss ihn apportieren und zu ihm zurückbringen. Das Training wurde entwickelt, um Jagdhunde zum Apportieren von Wild auszubilden. 
Dummytraining ist ein beliebter Hundesport bei Retriever-Besitzern – Bild: Shutterstock / vgm
Dummytraining ist ein beliebter Hundesport bei Retriever-Besitzern – Bild: Shutterstock / vgm

Sinn und Zweck des Dummytrainings ist es, für die Ausbildung von Jagdhunden kein echtes Wild einsetzen zu müssen – mit einer Attrappe zu üben, ist einfach tierfreundlicher. Das Training ist auch für Halter von Jagdhunden geeignet, die ihre Vierbeiner als Familienhunde und nicht für die Jagd halten möchten: Dummytraining lastet die Hunde aus und sorgt dafür, dass sie ihren Jagdtrieb ausleben können – aber eben nicht in freier Wildbahn.

Wie funktioniert das Dummytraining?

Beim Dummytraining arbeiten Mensch und Hund im Team: Der Hundebesitzer wirft einen apportierbaren Gegenstand, den Dummy. Der Hund muss dessen Flugweg mit dem Blick verfolgen, auf Kommando loslaufen und den Gegenstand holen, um ihn seinem Herrchen zurückzubringen. So einfach das klingt, so unterschiedlich können die Trainingseinheiten gestaltet werden, damit es spannend bleibt. Das Training kann überall stattfinden: Im Garten, im Wald, am Wasser oder auf dem Feld – je mehr Abwechslung das Umfeld dem Hund bietet, umso interessanter ist es für ihn. Verschiedene Aufgabenstellungen – zum Beispiel das Apportieren aus dem Gebüsch oder aus dem Wasser – machen das Training zur Herausforderung und lasten auch Vierbeiner mit hohem Jagdtrieb optimal aus.

Für welche Hunde eignet sich der Sport?

Dummytraining macht den meisten Jagdhunden Spaß – egal, ob sie als Jagd- oder Familienhunde gehalten werden. Retriever sind zum Beispiel wie gemacht für das Apportierspiel, es ist ihr absolutes Spezialgebiet. Wenn sie als Familienhunde gehalten werden und ihren Jagdtrieb nicht ausleben können, bietet das Dummytraining ihnen eine schöne Möglichkeit, ihrer Leidenschaft nachzugehen und sie von anderen Versuchungen abzuhalten.

Apportieren geht meist mit einem hohen Tempo einher und ist allgemein mit viel Bewegung verbunden – das ist nicht für jeden Hund das Richtige. Nicht so gut eignet sich das Training deshalb für alte Hunde oder Vierbeiner mit Gelenkproblemen. Kleine, eher unsportliche Vierbeiner wie Möpse oder Französische Bulldoggen sind ebenfalls eher von ruhigeren, gemütlicheren Sportarten zu begeistern.

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