Hundeerziehung

Wolfsspitz: Erziehung und Training der Hunde

Der Wolfsspitz ist ein liebenswürdiger, anhänglicher und selbstbewusster Hund, der noch viele weitere positive Eigenschaften hat. Der Wolfsspitz-Erziehung sollten Sie besondere Aufmerksamkeit widmen, damit sich Ihr Fellbüschel zu einem glücklichen und ausgeglichenen Hund entwickelt.
Ein Wolfsspitz ist ein toller Hund, den Sie gut erziehen und sowohl körperlich als auch geistig fördern sollten – Shutterstock / David Pegzlz
Ein Wolfsspitz ist ein toller Hund, den Sie gut erziehen und sowohl körperlich als auch geistig fördern sollten – Shutterstock / David Pegzlz

Die Geschichte des Wolfsspitz' oder auch Keeshond reicht weit zurück. Bereits im Mittelalter wurde der wachsame und robuste Hund als Hof- und Wachhund gehalten. Heute ist er vor allem in Frankreich und Großbritannien sehr beliebt – doch auch in Deutschland erfreut die Hunderasse mit dem buschigen Fell viele Hundefreunde.

Wolfsspitz-Erziehung: Geduld und Respekt sind gefragt

Ein Wolfsspitz hat durchaus seinen eigenen Kopf und so brauchen Sie etwas Geduld mit ihm. Sie werden jedoch besondere Freude an der Wolfsspitz-Erziehung haben, da die Rasse intelligent und je nach Veranlagung auch lernfreudig ist. Nutzen Sie Motivation und Lob in der Hundeerziehung und versuchen Sie, über Spiel und Spaß zu erziehen.

Von gewaltsamen Unterordnungsübungen oder dergleichen sollten Sie auf jeden Fall absehen – der Wolfsspitz hält generell nicht viel von deutlicher Unterordnung. Fühlt sich ein Wolfsspitz bedrängt, setzt er mehr auf das Mittel Ignorieren, statt offene Machtkämpfe auszufechten – daher sind Geduld und Fingerspitzengefühl das A und O im Umgang mit dem tollen Fellknäuel. Begegnen Sie Ihrem Spitz, wie auch allen anderen Tieren, stets mit Respekt und setzen Sie am besten auf positive Verstärkung.

Training mit dem Wolfsspitz

Wie gesagt, Spitze haben in der Regel ihre eigenen Köpfe. Gleichzeitig machen ihnen Übungen und Trainingseinheiten sehr viel Spaß. Was einem Wolfsspitz gefällt, entscheidet jedoch er und nicht der Halter. Sie sollten Ihren Wolfsspitz auf jeden Fall sowohl körperlich als auch geistig fördern und fordern. Die Rasse mag Herausforderungen. Probieren Sie es zum Beispiel mit Such- und Schnüffelspielen. Auch Hundesport ist eine gern angenommene Beschäftigung. Tipp: Setzen Sie zur Abwechslung und Erweiterung des Trainings den Target Stick oder einen Clicker ein. Mehr Informationen finden Sie hierzu im Ratgeber: "Clickertraining mit Hund: Was ist das überhaupt?"

Am liebsten bewegen sich die Hunde in der freien Natur. Erkundungsspaziergänge in interessantem Gelände oder vielseitiges Training auf offener Flur sorgen bei den Fellnasen für gute Laune. Übrigens: Jagdspiele sind für den Spitz eher nicht geeignet, da der Hund keinen ausgeprägten Jagdinstinkt besitzt.

Wolfsspitz beschäftigen: Beispiele

Hier finden Sie ein paar Tipps, mit welchem Hundesport und welchem Training Sie Ihren Wolfsspitz wunderbar beschäftigen können:

  • Agility-Training: Agility ist eine prima Beschäftigung für den Wolfsspitz. Der actionreiche Hundesport ist körperlich und geistig fordernd und lastet Ihren Kaltschnäuzer prima aus. Informieren Sie sich über Agility-Kurse in Ihrer Nähe und meistern Sie mit Ihrem Spitz Stäbe, Tunnel, Reifen und Slaloms. Mehr zum Thema Agility finden Sie im Ratgeber: "Agility-Training für den Hund: Was ist das eigentlich?"
  • Tricks: Vielen ist der Spitz als Zirkushund ein Begriff. Kein Wunder, lernen die Hunde doch liebend gerne Tricks und stellen sich dabei mitunter extrem geschickt an. Probieren Sie es und fangen Sie klein an. Auf den Hinterbeinen laufen, durch Reifen springen und andere Kabinettstückchen werden in der Regel schnell erlernt. Seien Sie trotzdem immer geduldig, wenn Sie Ihrem Spitz Tricks beibringen. Unerfahrene Hobbytrainer finden Hilfe bei Kursen in der Hundeschule oder beim Hundetrainer.
  • Nasenarbeit: Nasenarbeit macht den meisten Vertretern der Hunderasse viel Spaß. Mehr zum Thema Nasenarbeit finden Sie im Ratgeber: "Nasenarbeit mit dem Hund: Was ist das?"
  • Mantrailing: Ein Wolfsspitz ist ein sehr menschenbezogener und anhänglicher Vertreter – ideale Voraussetzungen für Mantrailing beziehungsweise die Menschensuche. Die einfache Variante kann so aussehen, dass sich ein Familienmitglied irgendwo versteckt, der Spitz warten muss und dann auf die Suche geht. Vorsicht: Spielen Sie dieses Spiel nur in dem Maße, dass Ihr Hund durch die Trennung keinen Stress verspürt.
  • Schwimmen: Einige Spitze sind wahre Wasserratten – probieren Sie einmal aus, ob Ihr Vierbeiner dazu gehört und gehen Sie mit ihm schwimmen.
  • Apportieren: Klar, ein Spitz ist kein Retriever – ihnen mangelt es im Vergleich am Jagdtrieb; dennoch haben einige Exemplare Spaß am Apportieren. Probieren Sie es einfach mit einem Ball oder Frisbee.

Diese Themen zur Hundeerziehung könnten Sie auch interessieren:

7 No-Gos in der Hundeerziehung: Diese Patzer sind tabu

So setzen Sie Ihre Stimme in der Hundeerziehung ein

Rituale in der Hundeerziehung: Darum sind sie wichtig

  • Rassen
  • Rassen in diesem Artikel
Hat Ihnen der Artikel gefallen?
0
1
0 Kommentare

Weitere Artikel aus Erziehung