Hundeerziehung

Leonberger: Hundesport und Training für sanfte Riesen

Der Leonberger ist eine sehr große Hunderasse, die in der Regel als sanftmütig, souverän und selbstsicher, zuweilen auch als ein bisschen eigensinnig gilt. Beim Training und Hundesport der liebenswerten Riesen sollten Sie darauf achten, dass ihre Gelenke nicht allzu stark beansprucht werden – ansonsten freuen sich die klugen Hunde jedoch über jede Art von Beschäftigung, die sie sowohl körperlich als auch geistig fordern und fördern.
Dieser Leonberger hat großen Spaß beim Laufen – Shutterstock / Jarry
Dieser Leonberger hat großen Spaß beim Laufen – Shutterstock / Jarry

Damit das Training und der Hundesport Ihrem Leonberger und Ihnen gleichermaßen Spaß macht, sollten Sie eine stabile, auf Vertrauen basierende Mensch-Hund-Freundschaft aufbauen. Wenn Ihr Hund Ihnen vertraut und sich sicher bei Ihnen fühlt, hört er besser auf Sie und lernt schneller. Doch welche Hundesportarten und Trainingsmethoden sind für Leonberger besonders gut geeignet?

Leonberger lieben Hundesport im Wasser

Zu den Vorfahren der Leonberger gehören Neufundländer, die ursprünglich kanadischen Fischern auf der Insel Neufundland als Arbeitstiere dienten. Die Liebe zum Wasser ist Neufundländern und verwandten Hunderassen auch heute noch weitestgehend geblieben, daher ist Wasserarbeit für Leonberger ein nahezu idealer Hundesport. Ihre Kraft und Kondition wird beim Schwimmen trainiert, ohne dass ihre Gelenke zu sehr beansprucht werden. Zudem müssen die klugen Tiere bei der Wasserarbeit auch Köpfchen beweisen, was ihnen für gewöhnlich große Freude bereitet.

Bestandteile der Wasserarbeitsübungen und -prüfungen sind zum Beispiel Dummytraining, Bodenarbeit und das Apportieren von Surfbrettern und anderen Objekten. Im professionellen Wassersport lassen sich Leonberger überdies zu Rettungshunden ausbilden. Sie lernen dann, zunächst Puppen zu bergen und leere Boote zu holen, später auch lebende Menschen zu retten. Sollten Sie Ihren Leonberger jedoch im Wesentlichen als Familienhund halten, genügen ihm die Dummy- und Apportierübungen und das Schwimmtraining als artgerechte Beschäftigung.

Leonberger als Zughunde

Seine naturgegebene Kraft und Ausdauer sorgen dafür, dass der Leonberger auch als Zughund oder Lastenziehhund geeignet ist. Dabei ist der Hund über ein Geschirr mit einem Wagen oder Schlitten verbunden und zieht diesen, ähnlich wie ein Pferd eine Kutsche. Erkundigen Sie sich am besten bei den Hundeschulen und Hundetrainern in Ihrer Nähe, ob sie Zughundesport anbieten – dort lernen Sie und Ihr Vierbeiner unter professioneller Anleitung alles, was ein Lastenziehhund und sein Herzensmensch wissen müssen.

Intelligenz des Leonbergers fördern: Begleithundeprüfung und Co.

Damit Ihr Leonberger nicht anfängt, sich zu langweilen, sollten Sie ihn auch geistig und sinnlich beschäftigen. Im Training zur Begleithundeprüfung lernt Ihr Hund wichtige Regeln des Grundgehorsams sowie Selbstsicherheit und Vertrauen zu seinem Lieblingsmenschen. Diese Art von Training ist für alle Hunderassen geeignet und zu empfehlen. Vorm Begleithundetraining können Sie mit Ihrem Welpen bereits in die Welpenschule und zu Welpenspielgruppen gehen, damit er dort mit Artgenossen zusammen ist und seine sozialen Bedürfnisse und Fähigkeiten ausleben und üben kann.

Nachdem Ihr Leonberger die Begleithundeprüfung erfolgreich bestanden hat, können Sie noch anderen Hundesport mit ihm ausprobieren. Bei der Nasenarbeit und Fährtenarbeit kann er beispielsweise seinen ohnehin feinen Geruchssinn schulen. Wer die Fährtensuche gern professioneller betreiben möchte, kann seinen klugen Riesen des Weiteren zum Rettungshund im Mantrailing ausbilden lassen. Doch auch andere Bereiche des Rettungshundesports sind für den Leonberger geeignet. Die Beziehung zu Ihrem Vierbeiner können Sie zusätzlich beim Obedience Training weiter vertiefen.

Vorsicht beim Agility Training mit großen Hunden

Beim Agility-Training kommt es vor allem auf Schnelligkeit, Wendigkeit und Sprungkraft an. Das kann ein Leonberger zwar auch lernen, aber Sie müssen dabei auf seine Gelenke Rücksicht nehmen. Diese sind bei großen Hunderassen in der Regel etwas empfindlich. Vermeiden Sie am besten große Sprünge und fangen Sie mit Agility erst an, wenn Ihr Hund ausgewachsen ist – beim Leonberger kann das schon zwei Jahre dauern. Solange sich die Knochen und Gelenke noch im Wachstum befinden, sind sie besonders anfällig für Verletzungen. Fragen Sie einfach bei der Hundeschule Ihres Vertrauens nach, ob sie Agility Kurse für große Hunde anbieten und worauf Sie dabei sonst noch achten müssen. Dann steht dem Hundesport im Prinzip nichts mehr entgegen.

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