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Jack Russell Terrier: Gute Erziehung ist wichtig

Trotz seiner geringen Größe hat der Jack Russell Terrier es faustdick hinter den Ohren. Mit der richtigen Erziehung wird aus dem intelligenten Wirbelwind aber ein toller Begleiter, mit dem es garantiert nie langweilig wird. Worauf Sie beim Training mit dem britischen Vierbeiner achten sollten, lesen Sie hier.
Die Erziehung eines Jack Russell Terriers erfordert Geduld und Konsequenz – Bild: Shutterstock / dezi
Die Erziehung eines Jack Russell Terriers erfordert Geduld und Konsequenz – Bild: Shutterstock / dezi

Der muntere kleine Jack Russell Terrier – liebevoll auch "Jacky" genannt – ist zwar normalerweise mit einem sehr freundlichen Charakter ausgestattet, hat aber auch eine gehörige Portion Jagdtrieb, ein sehr großes Beschäftigungsbedürfnis und einen kleinen Dickkopf, der gern mal zum Vorschein kommt. Er ist daher für Anfänger nicht so gut geeignet, sondern bei Menschen mit Hundeerfahrung besser aufgehoben.

Jack Russell Terrier: Erziehung für Fortgeschrittene

Der Jack Russell Terrier ist ein Hund, der durchaus auch mal seine Grenzen austestet und seinem eigenen Willen folgt. Das liegt aber nicht daran, dass er Sie ärgern will, sondern daran, dass diese Hunderasse zu selbstständigem Arbeiten gezüchtet wurde. Die Terrier sind Jagdhunde, die mit ihrer kleinen Statur und ihren kurzen Beinen in den Bau von Wildtieren passen, diese dort aufspüren und herausscheuchen sollen. Jack Russell Terrier wurde zudem eine Eigenschaft angezüchtet, die sich in der Jägerfachsprache "Raubzeugschärfe" nennt. Damit ist eine grundsätzliche Bereitschaft gemeint, erjagtes Wild auch zu töten. Da die Jäger den Hunden nicht in den Bau folgen können, müssen die Terrier eigenständig entscheiden, ob sie das Wild aufscheuchen oder erlegen.

Auch, wenn heutige Jack Russell Terrier nicht mehr ausschließlich als Jagdhunde gehalten werden, wohnt Ihnen noch immer ein starker Jagdtrieb und ein ausgeprägter Eigensinn inne. Dazu kommt oft ein gewisser Beschützerinstinkt, der sich bei schlechter Erziehung verselbstständigen kann. Die Wachsamkeit des Hundes bedarf ebenfalls einer besonderen Beachtung, denn schließlich soll er nicht zum Kläffer werden. Für die Erziehung des Jack Russell Terriers gilt noch mehr als bei anderen Hunderassen: Seien Sie konsequent, klar und geduldig.

Mit harten Worten oder Gewalt kommen Sie beim Jacky nicht weit, er muss zu dem Schluss kommen, dass es sich für ihn mehr lohnt, auf Sie zu hören, als seinem eigenen Kopf zu folgen. Beginnen Sie mit der Erziehung daher bereits am ersten Tag nach Ankunft Ihres Welpen. Am Anfang empfehlen sich mehrere, wenige Minuten kurze Trainingseinheiten, um den Hund nicht zu überfordern. Arbeiten Sie mit Belohnungen, wenn er etwas richtig gemacht hat. Wenn er etwas falsch gemacht hat, unterbrechen Sie das Training und sagen "Nein" oder "Aus". Kombinieren Sie negative und positive Verstärkung, aber vermeiden Sie drastische Strafen und aversive Trainingsmethoden.

Tipps für die Arbeit mit dem jungen Jacky

Bei den Grundkommandos und der Sozialisierung ist wichtig, dass Sie von Anfang an konsequent vorgehen. Außerdem sollte die ganze Familie an einem Strang ziehen, wenn es darum geht, dem Hund beizubringen, was er darf und was nicht.

Von klein auf sollten Sie mit dem Hund daran arbeiten, dass die Befehle seiner Besitzer wichtiger sind, als seine Lust zu Jagen. Ansonsten könnten sich die Spaziergänge mit ihm später zu einer schwierigen Angelegenheit gestalten. Mehr Tipps zur Erziehung junger Hunde finden Sie in unserem Ratgeber "Fehler in der Welpenerziehung vermeiden: 6 No-Gos".

Haltung und Hundesport für den Jack Russell Terrier

Eine gute Erziehung sollte bei diesem Hund unbedingt Hand in Hand mit genügend Auslastung und optimalen Haltungsbedingungen gehen. Der Vierbeiner braucht viel Bewegung, muss durch Spiel und Training fürs Köpfchen beschäftigt werden und sollte darüber hinaus am besten beim Hundesport gefordert und gefördert werden. Ist der Jack Russell Terrier ausgeglichen, lernt er schneller, ist kooperativer und ruhiger im Haus.

Einfaches Stöckchen- oder Ballwerfen ist dem Jacky meist zu langweilig, außerdem hat er eine gewisse Neigung, bei solchen Spielen Suchtverhalten zu entwickeln. Besser sind Hundesportarten, die er gemeinsam mit seiner Bezugsperson betreiben kann, zum Beispiel:
Agility
Flyball
● Frisbee
Nasenarbeit und Suchspiele
● Trickdogging (dem Hund Tricks beibringen)
Dog Dancing

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