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Was verkürzt die Lebenserwartung von Hunden?

Die Lebenserwartung von Hunden liegt durchschnittlich bei zehn bis 16 Jahren und hängt unter anderem auch von ihren Besitzern ab. Einige harmlose und noch so gut gemeinte Entscheidungen können die Lebensdauer eines Hundes nämlich verkürzen. Welche Faktoren das sind, wird hier verraten.
Was beeinflusst die Lebenserwartung von Hunden? – Bild: Shutterstock / Monika Chodak
Was beeinflusst die Lebenserwartung von Hunden? – Bild: Shutterstock / Monika Chodak

Hunde sind wertvolle Familienmitglieder, gute Freunde und tierische Seelenverwandte. Umso wichtiger ist es, dass die Vierbeiner ein langes und gesundes Leben vor sich haben. Und auch wenn man vor so manchem Schicksalsschlag nicht gefeit ist, haben die Besitzer die besten Bedingungen für eine hohe Lebenserwartung von Hunden in der Hand. Wenn Ihnen Ihr Partner auf vier Pfoten lieb ist, sollten Sie folgende lebensverkürzende Faktoren daher meiden:

1. Den jährlichen Check-up schwänzen

Selbst wenn der Hund fit wirkt, sollten auch gesunde Vierbeiner einmal jährlich vom Tierarzt untersucht werden. Schließlich können Hunde sich nicht mitteilen und viele Krankheitsanzeichen sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen.

Meist wird der Check-up mit der jährlichen Impfung durchgeführt. Dann untersucht der Tierarzt Zähne, Augen, Fell und Haut des Haustieres einmal genauer. Bei einem möglichen Verdacht können dann weitere Untersuchungen folgen.

Bei älteren Tieren lohnt sich im Übrigen auch eine Blutuntersuchung. Dann sieht der Tierarzt, wie es um die einzelnen Organe des Hundes bestellt ist. Bei Krankheiten kann er somit schnell reagieren, was nicht der Fall ist, wenn Besitzer den jährlichen Check-up meiden, weil sie denken, dass es Zeit- oder Geldverschwendung sei.

2. Schlechte oder fehlende Sozialisierung des Hundes

Hunde brauchen Freunde: Genau wie Menschen sind auch sie soziale Wesen. Interaktionen mit anderen Menschen sowie mit anderen Artgenossen stärken die sozialen Kompetenzen des Tieres und sind daher unabdingbar.

Eine ausbleibende oder aber nur schlechte Sozialisierung kann hingegen Auswirkungen auf die Lebenserwartung von Hunden haben. Weil sie den Kontakt zu anderen nicht gewöhnt sind, bedeuten Spaziergänge oder Besuche für sie Stress pur. Dieser kann sich unter anderem in Form von aggressivem Verhalten, Selbstverletzungen oder dermatologischen Problemen ausdrücken.

3. Zu viele Kilos schaden dem Hund

Fakt ist: Übergewicht verkürzt die Lebenserwartungen von Hunden. Zum einen schadet Adipositas dem Bewegungsapparat der Tiere. Bänder, Sehnen und Gelenke werden stark beansprucht, was Krankheiten wie Arthrose verursachen kann. Darüber hinaus besteht bei übergewichtigen Vierbeinern ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Organerkrankungen, Stoffwechselstörungen und Diabetes.

Neben der verkürzten Lebenserwartung wird zudem auch die Lebensqualität des Tieres gemindert. Ein fettleibiger Hund ist, was Beweglichkeit und Kondition betrifft, extrem eingeschränkt. Lediglich eine Gewichtsreduktion über eine Ernährungsumstellung kann da helfen.

4. Kein oder nur wenig Auslauf

Von Natur aus haben Hunden einen starken Bewegungsdrang. Diesem gilt es als Besitzer nachzukommen. Radtouren, ein langer Spaziergang oder ein Ausflug auf die Hundewiese, auf der sich der Vierbeiner ausreichend austoben kann, stärken das Immunsystem des Tieres und bescheren ihm jede Menge Glückshormone.

Aber nicht nur genügend Auslauf ist für eine hohe Lebenserwartung von Hunden unentbehrlich, die Tiere wollen auch geistig gefordert werden. Apportierübungen oder die Teilnahme an Agility-Gruppen sind dazu ideal.

5. Schlechte Zähne bei Hunden

Zahnprobleme bei Hunden sind ein ernstzunehmendes Problem. Sie führen nicht nur zu Schmerzen beim Fressen, bei einer bakteriellen Entzündung können auch innere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden – ein Infektionsweg, der häufig unterschätzt wird. Eine regelmäßige Kontrolle sowie Kausachen in Form von harten Knochen schaffen hier Abhilfe und bescheren den Vierbeinern ein gesundes und vor allem langes Hundeleben.

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